Von Gastautorin Birgit Sauer
Ein Überbleibsel der letzten Documenta – der alle fünf Jahre in Kassel stattfindenden Ausstellung moderner Kunst – war nicht nur das unerwartete Defizit in Millionenhöhe, verursacht durch den Außenstandort Athen. Bereits gegen Ende der Ausstellung im vergangenen September wurde eine Kampagne gestartet, eines der spektakulärsten Kunstwerke dieser Schau auf Dauer in der Stadt zu behalten. Das Kunstwerk, um das es dabei ging, war der rund 16 Meter hohe Obelisk des aus Nigeria stammenden, amerikanischen Künstlers Olu Oguibe. Auf den vier Beton-Außenflächen dieses Monuments waren Metallplatten angebracht, auf denen jeweils in vier Sprachen – deutsch, englisch, türkisch und arabisch – das Bibelwort „Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt“ aus dem Matthäusevangelium aufgeprägt war. Der Standort dieses Obelisken war der zentral gelegene Königsplatz in der Kasseler Innenstadt.
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