Die Verbrechen von Katyn

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Heute vor achtzig Jahren begann die systematische Erschießung von etwa 4400 gefangene polnischen Offizieren, darunter eine Pilotin, in einem Wald bei Katyn, einem Dorf 20 Kilometer westlich von Smolensk durch Angehörige des NKWD. Dies geschah auf direkten Befehl Stalins. Insgesamt wurden an fünf Orten in Russland, der Ukraine und Belorussland ausgeführt. Insgesamt wurden etwa 22.000 bis 25.000 polnische Offiziere und Soldaten getötet.

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Gemeinsame Erklärung zur Rechtsstaatlichkeit in Zeiten von Covid 19

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Unsere Gemeinsame Erklärung zur Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit an unseren Grenzen von 2018 hat eine große Schwester in der EU bekommen. Sie kann seit gestern auf der Seite des Bundesaußenministeriums aufgerufen werden.
Es heißt in der Erklärung, „dass die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Grundrechte durch das Ergreifen von Notfallmaßnahmen“ nicht verletzt werden dürften. Es sollte nicht „die freie Meinungsäußerung oder die Pressefreiheit“ eingeschränkt werden. Deutschland hat diese Gemeinsame Erklärung unterschrieben. „Gemeinsame Erklärung zur Rechtsstaatlichkeit in Zeiten von Covid 19“ weiterlesen

Das Pestjahrhundert – Der ferne Spiegel

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Wir wissen spätestens seit Voltaire, Geschichte wiederholt sich nicht, aber die Fehler, die Menschen machen, sehr wohl. Das dramatische 14. Jahrhundert, welches die Historikerin Barbara Tuchmann in ihrem Fulminanten Werk „Der ferne Spiegel“ beschreibt, ist einerseits von den in ihm herrschenden Lebensbedingungen so verschieden, dass man von einer fremden Zivilisation sprechen kann, andererseits sind uns viele der dort herrschenden Verhaltensweisen so vertraut, dass man sich des Gedankens, es handle sich um menschliche Konstanten, nicht erwehren kann.

Liest man, das 14. Jahrhundert wäre von wirtschaftlichem Chaos, sozialen Ungewissheiten und Unruhen, Profitsucht, Niedergang der Moral, industrieller Stagnation, frenetischer Vergnügungssucht, Luxus, gesellschaftlicher Hysterie, Habgier. Geiz und Misswirtschaft geprägt gewesen, so fühlt man sich ins Europa unseres Jahrhunderts versetzt.

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Der Auserwählte oder die Gefährlichkeit der Einheitsmeinung

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Ein Freund empfahl mir kürzlich den Film „Stalins Tod“.
Auf der Suche danach bin ich bei Netflix erst zu „Er ist wieder da“ geleitet worden, was ich mir aber nicht antun wollte, dann über „Roman Empire“ zu „The Chosen“, wo ich hängengeblieben bin. Es ist nicht die Serie über Jesus Christus, sondern ein Film über den Mörder von Stalins Konkurrent Leo Trotzky, leider nur in Spanisch, mit englischen Untertiteln. Das Werk beginnt mit Originalaufnahmen von Lenin, Trotzky und Stalin, bis hin zu einer Erschießung.

Die eigentliche Story nimmt ihren Ausgang im spanischen Bürgerkrieg. Eine kommunistische Funktionärin fährt an die Front, um ihrem Sohn mitzuteilen, dass er für eine besondere Mission ausgewählt wurde. Der will eigentlich nicht, beugt sich aber dem Diktum, dass die Partei bestimmt, wohin er gestellt wird. In der Sowjetunion wird er in einer ablegenden Hütte, wo ihm als einziger Gefährte ein Hund beigeben wird, für seinen Auftrag trainiert. Er muss vergessen, je Spanier gewesen zu sein, sondern ist der belgische Staatsbürger Jacques. Am Ende des Trainings wird seine Härte gestetet, indem ihm sein Ausbilder befiehlt, den geliebten Hund zu erschießen, was er tut. „Der Auserwählte oder die Gefährlichkeit der Einheitsmeinung“ weiterlesen

Attentäter von Hanau war kein Rechtsextremist – sagt das BKA

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In Zeiten der Corona-Kriegsberichterstattung gehen andere Themen unter, obwohl sie für das gesellschaftliche Klima von höchster Wichtigkeit sind. Wie die Süddeutsche Zeitung am 28. März berichtete, arbeiten die Ermittler des Bundeskriminalamtes (BKA) derzeit an einem Abschlussbericht zum Hanauer Attentat. Dabei gehen die Beamten von einer These aus, die alle überrascht, die sich an der schnellen Einordnung des Anschlags als rechtsextremistisch beteiligt haben.

Dieser Artikel dreht sich nicht darum, dass der Anschlag von Hanau ein schreckliches Verbrechen war, welches 10 junge Menschen völlig ohne Grund aus dem Leben gerissen hat und großes Leid in allen betroffenen Familien und der ganzen Stadt erzeugt hat.

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Drei Beispiele für das Versagen der Politik

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Die heutige Zeitumstellung auf Sommerzeit zeigt, dass die EU es nicht mal schafft, eine ganz einfache Maßnahme, wie die Rückkehr zur Normalzeit, die von ihr beschlossen wurde, durchzuführen. Die Abschaffung der Zeitumstellung, übrigens ursprünglich als dauerhafte “Sommerzeit” eingeführt, um die Materialschlacht im Ersten Weltkrieg zu verlängern, danach abgeschafft, von den Nazis wieder eingeführt, 1949 erneut abgeschafft, bis die EG sie in heutigen Umstellereiform wieder einführte, scheitert daran, dass sich die die Mitgliedstaaten in dieser banalen Frage bis dato nicht einigen konnten. Und diese Staaten wollen das Weltklima mittels Green Deal retten? Auch bei der Bekämpfung der Corona-Krise ist man sich alles andere als einig. Von Solidarität ist ebensowenig zu spüren. Klar wird nur, dass die Krise genutzt werden soll, um endlich die Vergemeinschaftung der Schulden einzuführen. Sollten Macron und die Südländer damit erfolgreich sein, wird das die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, in denen auch die bisherigen Geberländer der EU stecken, enorm verschärfen.

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Drängende Fragen zur Corona-Strategie der Bundesregierung

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In Deutschland ist die Zahl der Toten, die mit Corona infiziert waren, verhältnismäßig gering. So gering, dass der Virologe Christian Drosten, schon öffentlich Stellung zu diesem Phänomen beziehen musste.

In der Bevölkerung gibt es Fragen zu der Strategie der Bundesregierung. Exemplarisch dokumentiere ich den Brief einer Dresdener Kinderärztin. Solche Fragen sind wichtig, um den Schaden, den die wegen Corona verhängten Maßnahmen anrichten, möglichst klein zu halten. Es wäre wichtig, wenn die Bundesregierung möglichst klare Antworten hätte.

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,
Sehr geehrter Herr Spahn,

zuletzt am 20.3. haben Sie im Zusammenhang mit der ansteigenden Zahl von Coronavirus-Infektionen weitere einschneidende Maßnahmen verfügt. Diese Maßnahmen des “Social Distancing” werden, wie Ihnen sicher bekannt ist, in der Fachsprache nicht-pharmakologische Interventionen (NPI) genannt.

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Corona-Krise – Shutdown in Deutschland und wie geht es weiter?

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Gastautorin Ines Hiller

Die in der letzten Woche in Deutschland ausgesprochenen Kontaktsperren scheinen zu funktionieren; die Innenstädte sind fast leer, die trotzige Ansammlung von mehr als zwei Jugendlichen findet nicht mehr statt. Die Supermärkte glänzen mit geleerten Regalen. Toilettenpapier wird gehamstert. Die Familien schotten sich ab und die Mitarbeiter in den noch funktionierenden Gewerken sind überlastet.

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Grenzen für Corona-Infizierte weiterhin offen

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Vor zehn Tagen ist von der Regierung verkündet worden, dass die deutschen Grenzen geschlossen werden sollten. In den Medien wurde prompt vor der „großen Abschottung“ gewarnt. Diese Besorgnis war unbegründet. Über etliche Grenzübergänge zu Frankreich und Luxemburg rollte auch Tage nach der Ankündigung der Verkehr munter unkontrolliert weiter, obwohl Frankreich zu den Hotspots der Corona-Krise zählt und lange vor Deutschland viel härtere Maßnahmen zur Ausgangsbeschränkung erlassen hat. Auch die Flüge aus dem Iran und China, weitere Hotspots der Krise, landeten auch noch Tage nachdem Verkehrsminister Scheuer versprochen hat, diese Flüge zu stoppen.

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Alltag in einem der wahrscheinlich besten Gesundheitssysteme der Welt (2)

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Nachdem wir im letzten Beitrag lesen konnten, dass ein Leser mit akuten Atembeschwerden nicht ins Krankenhaus aufgenommen wird, weil er kein Corona-Patient ist, werfen wir nun eien Blick hinter die kulissen eines Krankenhauses unweit von Berlin. Die notaufnahme ist für Corona-Patienten geräumt, aber nur einer liegt drin. Gibt es in dieser Gegend keien Patienten mit akuten Atembeschwerden? Oder werden hier Anordnungen von oben sklavisch befolgt “what ever it takes”? „Alltag in einem der wahrscheinlich besten Gesundheitssysteme der Welt (2)“ weiterlesen