Von Christoph Ernst
In Berlin haben Linke, Grüne und Sozialdemokraten ein Antisemitismus-Papier verfasst. Das dient als Feigenblatt, um das Regierungsbettchen zu teilen. Es enthält banalste Selbstverständlichkeiten. Wer die extra betonnen muss, unterstreicht damit nur, dass Minimalstandards sich längst nicht mehr von selbst verstehen. Aber SPD und Grüne gieren nach Posten und Macht. Für ihre Ménage à trois mit der früheren stalinistischen Einheitspartei brauchen sie einen Persilschein, der die Obszönität der Übung weißwäscht. Denn dass eine Koalition unter Führung der Alt-SED in der einstigen Mauerstadt nicht nur historisch völlig pervers ist, sondern die dort lebenden Juden zum Abschuss freigibt, weiß jeder. Was die meisten mutwillig vergessen: Erst sind die Juden dran. Dann folgt der Rest.
Cansin Köktürk ist Bundestagsabgeordnete der sogenannten Linken. Sie trägt gern ‚Kufiyas‘, um ihre ‚pro-palästinensische‘ Gesinnung zu zeigen. Sie ist 33, Deutsch-Türkin und weiß im Zweifelsfall nicht, dass ihre Partei der zigfach umgetaufte Rechtsnachfolger der Staatspartei der DDR ist, die nach wie vor von den Milliarden aus den Jahren der Diktatur zehrt, die Gregor Gysi damals durch die Wende geschleust und in Hartwährung verwandelt hat. Dafür weiß sie, dass die Juden und Amis an allem schuld sind. „Fickt die Kriegsverbrecher Bibi Netanjahu und Donald Trump“, sagt sie in einem Instagram-Clip, bei dem sie Berlin irrt, „Fickt die Mainstream-Medien und jeden, der anderer Meinung ist als wir!“ Köktürks ‚Ficken‘ ist zwar ein Aufruf zum Schänden, aber nicht erotisch gemeint. Es bedeutet wahlweise ‚Wegwischen‘, ‚Unterbuttern‘ und ‚Plattmachen‘. Er ist Netflix-Lingo, beliebt bei jugendlichen Migranten und Victoria-Nuland-Fans, jener Diplomatin, die als Barack Obamas Spitzenkraft in Kiew den Krieg vorbereiten half und durch ihr ‚Fuck the EU!‘ beeindruckte. „Erzwungener Geschlechtsverkehr“ weiterlesen