Nachdem wir tagtäglich Lars Klingbeil, Bärbel das und Saskia Esken ertragen müssen, wie sie die älteste Partei Deutschlands in Grund und Boden ruinieren tut es gut, daran zu erinnern, was Sozialdemokraten früher auszeichnete.
Von Tilmann Wiesner
Den Arbeiterparteien gehen die Arbeiter aus. Sie entfernen sich immer weiter von ihrem geschichtlichen Ursprung und verlieren als Klassenparteien gewissermaßen mit ihrer Klasse auch ihren Klassenstandpunkt. Zum einen, weil sie sich inhaltlich zu Tode gesiegt haben und ein sozialdemokratisches Zeitalter heraufbeschworen haben, in dem alle Wähler sozialdemokratisch wählen und alle Parteien sozialdemokratische Themen adressieren. Zum anderen, weil die Linke durch ihre Welterlösungssehnsüchte tendenziell außerhalb von Raum und Zeit denkt: u-topisch und a-historisch.
Demgegenüber wussten die Arbeiterparteien des 19. und 20. Jahrhunderts, dass die Bewusstseinsbildung der Parteiarbeit vorausgeht und nahmen neue Mitglieder erst nach einem Parteilehrgang oder einem Parteilehrjahr auf. Da Kenntnisse im 21. Jahrhundert zunehmend Lotterielosen gleichen, soll hier ein kurzes Privatissimum gegeben werden, das durch die Auditüre der dreibändigen Erinnerungen August Bebels “Aus meinem Leben” (öffentlich zugänglich unter http://www.zeno.org/ oder https://projekt-gutenberg.org/) inspiriert wurde. In zehn Punkten können angehende Genossen von dem Leipziger Drechslermeister entscheidende Lektionen lernen. Getreu dem Motto: Mehr Bebel wagen. „Mehr Bebel wagen“ weiterlesen