DEUTSCHE POLITIK IN ZWEI WORTEN: GRÜN UND DUMM

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Von Manfred Haferburg

Der Bestseller mit diesem Titel erschien vor einem Jahrzehnt. Dort erklärte Hans Hofmann-Reinecke die Zusammenhänge von Politik, Energie und Klima – endlich verständlich. Jetzt rechnet er mit der Ignoranz der vergangenen zehn Jahre ab, und die Bilanz ist verheerend.

Die Natur lässt sich nicht zum Narren machen

Über den Irrsinn der Steuerung des Erdklimas mittels einer „Energiewende“ in Deutschland wurden schon viele Bücher geschrieben. Hans Hofmann-Reinecke schrieb im Jahre 2012 ein Aufklärungsbuch zum Klimawandel. Es trug den Titel: Grün und Dumm; die Natur lässt sich nicht zum Narren halten. Es ist ein provokanter Titel, aber der Autor ist nicht aus furchtsamem Holz geschnitzt. Wer Physik in München und Berkeley studiert hat, darf keine Angst vor dem Bohren dicker Bretter haben. Mit einem „summa cum laude“-Doktortitel in der Tasche wurde er Professor an der Universität in Santiago de Chile. Danach wurde er IAEA-Sicherheitsinspektor bei der Internationalen Atombehörde in Wien. Das sind die Männer, die im umkämpften Kernkraftwerk Saporischschja in der Ukraine die Sicherheit überwachen. Das ist nichts für Feiglinge.

Grün und Dumm war sein literarisches Debüt, in dem er sich mit der grünen Schnapsidee auseinandersetzte, die Temperatur der Erde durch das Drehen an einem planetaren Thermostat bestimmen zu wollen. Das Buch war die kritische Betrachtung einer Politik, die sich, gestützt auf eine nicht verstandene Physik, mittels untauglicher Technologie, den „Klimawandel“ untertan machen wollte. Das Buch wurde ein großer Erfolg, weil der Text für jeden verständlich geschrieben und gleichzeitig fachlich richtig war. Ach, hätten doch ein paar grüne Dummköpfe dieses Buch gelesen – Deutschland hätte heute einige Probleme weniger. „DEUTSCHE POLITIK IN ZWEI WORTEN: GRÜN UND DUMM“ weiterlesen

Lieber Pöbel-Paule

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Sven Lingreen – Mailkontakt: IchLasseMichNichtBeleidigen@SL.at

Budapest, 31.10.26

Dr. Paul Brandenburg
c/o Justizvollzugsanstalt Moabit
Alt-Moabit 12a
10559 Berlin

Lieber Pöbel-Paule,

hättest Du es doch gemacht wie die anderen, die von den Bürgermeistern der Hauptstadt unbehelligt blieben und bleiben! Hättest Du ohne ausgelösten Alarm im Bode-Museum eine Millionen-Dollar-Goldmünze wie einen Schweizer Käse zum offenen Fenster an den S-Bahn-Gleisen gerollt, weil Dein Cousin den Wärter spielt. Hättest Du doch in Dresden nicht auf der Demobühne Deine freie Meinung mit straffen Worten gesagt, sondern im Grünen Gewölbe ein paar Klunker zusammengerafft. Niemand hätte Dir in Berlin was getan, obwohl alle wussten, wer dahintersteckte.

Aber nein, Du musstest ja mit harten Worten genau die kritisieren, die Berlin völlig woke, bunt und nach allen Seiten offen prosperieren lassen. Die Stadt blüht schließlich schuldenfrei, Wohnraum ist für alle da und natürlich erschwinglich, kein Dreck auf der Straße, ein Stadtbild vom Allerfeinsten und Autobahnbrücken aus goldenem Beton. Und was machst Du? Zeigst stattdessen mit dem lauten Finger auf die Schande der Feigheit des Regierenden, einen wegen Besitzes von Kinderpornografie verurteilten Mario „Drag“ Olszinski nicht hochkant aus einer Veranstaltung rausgeschmissen zu haben. „Lieber Pöbel-Paule“ weiterlesen

Oktoberimpressionen

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Von Christoph Ernst

Oktober ‘26

‚Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren lass die Winde los…‘

Am selben Tag, als Schüler des Lycée Saint-Exupéry in Créteil gegen überfüllte Klassen, marode Räumlichkeiten, Lehrermangel und das obskure Studienzulassungssystem ‚Parcoursup‘ zu protestieren begannen, veröffentlichte Pierre Rosanvallon ‚La tyrannie du présent‘. Die ‚Tyrannei der Gegenwart‘ fächert auf, wie die Generation der ‚Boomer‘ sich an Privilegien klammert und ihre Gerontokratie der Jugend die Zukunft stiehlt. Gönnen sich die Alten satte Sozialleistungen, für die die Jungen ein Leben lang zahlen dürfen, ist das genauso übel wie horrende Mieten ohne Jobaussichten. Dagegen aufzubegehren, ist mehr als berechtigt. Doch Raubzüge, die jüdische Läden ins Visier nehmen und arabische verschonen oder Aufrufe, im Namen Allahs Polizisten zu töten, sprechen nicht für den Wunsch nach transparenterer Studienplatzvergabe. Wer Polizeiwachen und Rathäuser anzündet, protestiert nicht. Er stellt die Machtfrage.

Unter den Randalierern finden sich auch aufgewiegelte Schüler, der ‚schwarze Block‘ und die ‚Antifa‘, aber die Masse der ‚Casseurs‘ sind junge Muslime. Mittlerweile hat ein Drittel aller französischen Staatsbürger außereuropäische Wurzeln, zumeist im Maghreb. In einem Gespräch mit Clemens Traub im ‚Cicero‘ skizziert die Anthropologin Florence Bergeaud-Blackler Gemengelage der Jugendlichen. Anders als ihre Großväter wollen sie keine Europäer mehr sein. Für die meisten ist die Scharia wichtiger als weltliches Recht. Sie sehen sich als ‚Rächer‘. Nach ihrem Wertesystem ist es nicht verwerflich, ‚Ungläubige‘ oder ‚Kolonisatoren‘ anzugreifen. Halal-Gebote und die Umma zählen mehr als französische Gesetze. Ihre Verachtung für den Staat kommt nicht von ungefähr. Jahrzehntelang hat das Establishment sie ignoriert und den Islamisten das Feld überlassen. Gebildete Franzosen wollten partout nicht rassistisch sein und sich dem Vorwurf der ‚Islamophobie‘ aussetzen. Sie leisteten lieber Abbitte für die Sünden der Kolonialzeit und ereiferten sich über die Verbrechen ihrer Väter. Dass sie damit alle weltlichen Muslime in den Regen schickten und die Juden gleich mit in der Traufe stehen ließen, blenden die meisten von ihnen bis heute aus. „Oktoberimpressionen“ weiterlesen

Bass im Doppelpack und ein neues Ballett

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Die neue Saison hat begonnen und eine Kulturreise nach Nordhausen oder in den Kyffhäuserkreis könnte sich lohnen.

Die Schlosskonzerte des TNLOS starteten in dieser Saison mit musikalischen Leckerbissen, die man selten zu hören bekommt. Den Anfang machte Franz Schuberts Ouvertüre c-Moll D 8. Schubert schrieb sein erstaunlich reifes Werk 1811 mit 14 Jahren. Sein Kompositionslehrer war übrigens Antonio Salieri, von dem weiter unten noch die Rede sein wird.

Gefolgt wurde das Stück von der selten aufgeführten Arie „Alcandro, lo confesso – Non sò d’onde viene“, die Mozart im März 1787 für den berühmten Bassisten Johann Ignaz Ludwig Fischer komponiert hat. Der Vortrag von Thomas Kohl wurde vom Publikum begeistert gefeiert.

Auch die „Sommernacht“ von Othmar Schoeck gefiel, obwohl sich vor den Fenstern des Blauen Saals der Herbst von seiner schönsten Seite zeigte.

Der absolute Höhepunkt des Konzerts war „Per questa bella mano“, Mozarts Arie für Bass, Kontrabass und Orchester, aufgeführt vom Kontrabassisten des Loh-Orchesters Stefan Blum und Thomas Kohl. Leider hat Blum beim Schlussapplaus, der nicht enden wollte, seinen Kontrabass von der Bühne mitgenommen, sodass es keine vom Publikum heiß gewünschte Zugabe geben konnte. „Bass im Doppelpack und ein neues Ballett“ weiterlesen

Die Sonne: launische Regentin des Erdklimas

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Dipl. Physiker Dr. Werner Huber

„Klimatische Folgen einer schwachen Sonne“ – so titelt ein Forschungsbericht des Helmholtz-Zentrums für Geoforschung Potsdam über den Nachweis von niedriger Sonnenaktivität und gravierenden Klimafolgen. Die in Nature Geoscience publizierte Arbeit gewinnt weitere Relevanz durch neue Forschungserkenntnisse über zyklische Schwächephasen der Sonne, die, wie die Vergangenheit zeigt, bis hin zum „Großen Sonnenminimum“ gehen (Grand Solar Minimum). Mit schwerwiegenden Folgen für das Erdklima.

Die Thematik ist daher existenziell, besonders auch angesichts der Energiewende und ihrer Zentrierung auf die wetterabhängige Wind- und Solarkraft. Zunächst aber die Erkenntnisse des internationalen Potsdamer Geoforscherteams. Demnach kam es vor 2800 Jahren zu einem Großen Sonnenminimum, dem ein sehr schneller Umschlag hin zu kalt-nassem Schlechtklima folgte. Die Wissenschaftler analysierten dazu Sedimente aus dem Meerfelder Maar, einem Vulkankratersee in der Eifel. Mit modernsten Analyseverfahren konnten sie sowohl das Solarminimum wie auch den Klimaeinbruch am selben Sedimentkern nachweisen. „Die Sonne: launische Regentin des Erdklimas“ weiterlesen

Die SPD ebnet der SED-Linken die Rückkehr zur Macht

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Im Herbst und Winter der Friedlichen Revolution 1989 war der Autoritätsverfall der SED so groß, dass man glauben konnte, kein Hund würde je wieder einen Knochen von dieser Partei nehmen.
Deshalb begingen die Bürgerrechtler am Runden Tisch ihren entscheidenden, verhängnisvollen Fehler. Als die Genossen zum letzten SED-Parteitag im Dezember 1989 nach Berlin kamen, mit dem festen Willen, die Partei aufzulösen, wurde vom damaligen SED-Chef Hans Modrow Gregor Gysi ans Mikrofon geschoben. Gysi erreichte mit seiner Rede, dass die Genossen ihren Entschluss noch einmal überdenken und nach 14 Tagen zurückkehren sollten, um über das weitere Schicksal der Partei abzustimmen. Sein Argument: Wenn die Partei aufgelöst wird, ist das Vermögen futsch. Das wirkte. Die Genossen kamen nach Berlin zurück und die Partei blieb bestehen, wurde lediglich in SED-PDS umbenannt.

Spätestens jetzt hätten die Bürgerrechtler am Runden Tisch die Enteignung der SED beschließen müssen. Stattdessen wurde tatenlos zugesehen, wie Gysi als erste Aktion als neu gewählter Parteivorsitzender eine Arbeitsgruppe zur Sicherung des Parteivermögens bildete. Diese Gruppe arbeitete ungestört sehr effizient. Nach der Vereinigung forschte man weitgehend ergebnislos 24 Milliarden DM hinterher. Dieses Geld steht der Partei, die sich insgesamt vier Mal umbenannt hat, immer noch zur Verfügung. Gysi avancierte zum Hoffnungsträger der frustrierten Westlinken, der es nicht gelungen war, die Vereinigung zu verhindern. Aber die SED-PDS-Linkspartei-Linke hatte noch andere Helfer. „Die SPD ebnet der SED-Linken die Rückkehr zur Macht“ weiterlesen

Angst über der Stadt

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In Frankreich ernten Europas Eliten die Folgen der verhängnisvollen Illusion, die den Abriss überlieferter Identitäten mit moralischem Fortschritt verwechselt.
In dem Thriller Peur sur la ville (‚Angst über der Stadt‘, 1975) rast die Filmikone Jean-Paul Belmondo über die Dächer von Paris, um einen perversen Serienmörder zu jagen, der die Hauptstadt terrorisiert. In dem Film – einem von Belmondos unzähligen Krimis jener Zeit – jagt ein eigenwilliger Polizist unerbittlich das Raubtier, das die Ordnung der französischen Metropole bedroht. Das Szenario im heutigen Europa ist weit beunruhigender: Die Behörden sind nur noch darauf reduziert, Brände zu löschen, während die intellektuelle und politische Elite kleinteilig darüber debattiert, ob eine Zivilisation mit unverwechselbarer Identität an sich bereits ein Ausdruck verwerflicher Vorurteile ist.
Der Titel des Films liefert eine unangenehm treffende Beschreibung der gegenwärtigen Situation, da Frankreich – diese hochmütige Republik der liberté, égalité, fraternité – erneut das traurige Schauspiel einer Zivilisation bietet, die ihre eigene Beerdigung begeht und dabei darauf besteht, dass es sich um eine Feier der Vielfalt handelt.

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Frankreich brennt und in Berlin bastelt man am Brandbeschleuniger für Deutschland

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Seit Montag, dem 19. Oktober, haben SPD und Grüne in Berlin der Linken eine Carte blanche für eine Koalitionsbildung gegeben. Weder die Clanverstrickung noch der offene Antisemitismus von großen Teilen der Partei konnten „unsere Demokraten“ davon abhalten, den linken Extremisten den Weg zur Macht zu ebnen.

Ich gebe zu, dass ich wenigstens bei der SPD noch auf ausreichenden Widerstand gehofft hatte. Immerhin haben sich Franziska Giffey, Wolfgang Thierse, Klaus Wowereit, Walter Momper und Michael Müller gegen den Pakt mit den Linksextremen ausgesprochen. Zur Berliner SPD gehören auch Peter Brandt und sein Kreis, Stefan Hilsberg, Hans Misselwitz und andere ehemalige Bürgerrechtler, die an der Gründung der SDP der DDR beteiligt waren. Die würden doch ihre Stimme einbringen? Würde Peter Brandt zulassen, dass die Partei, der sein Vater so viel Prestige verschafft hat, jetzt vor Antisemiten und kriminellen Clans in die Knie geht?
Wenn er etwas versucht haben sollte, so hat es jedenfalls nichts bewirkt. „Frankreich brennt und in Berlin bastelt man am Brandbeschleuniger für Deutschland“ weiterlesen

Schmelztiegel der Wiedergeburt: Charles Oman und „The Dark Ages“

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Omans 1893 veröffentlichte Geschichtsdarstellung ist nach wie vor eine fesselnde Schilderung der Jahrhunderte nach dem Untergang Roms. Es relativiert das Bild der Finsternis, das dieser Zeit traditionell zugeschrieben wird.
Für einen modernen Leser ist schon der Titel „The Dark Ages“ eine Provokation. Über Jahrzehnte hat die Wissenschaft uns darauf geeicht, Begriffe wie ‚dunkles Zeitalter‘ mit einer Skepsis und Abneigung zu behandeln. Wer die fünf Jahrhunderte nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches als eine Zone unterbelichteter Unwissenheit bezeichnet, bezeugt einen überholten, eurozentrischen Provinzialismus.
Die heutige akademische Landschaft betrachtet ältere, von ‚Blut und Eisen‘ geprägte Narrative von barbarischen Überflutungen und dem Zusammenbruch der Zivilisation als ‚viktorianisches Melodram‘. Wie Chris Wickham in seinem großartigen Werk The Inheritance of Rome (2009) bemerkt, „ist das frühmittelalterliche Europa immer wieder zwei großen Erzählungen zum Opfer gefallen: der Erzählung des Nationalismus und der Erzählung der Moderne.“
Für Wickham ist die Geschichte dieser Epoche allzu oft zu einer Übung in Teleologie geworden. Sie wurde rückwärts geschrieben, und das Mittelalter wurde als Auftakt zum Nationalstaat gesehen oder auf eine unglückliche Zwischenphase zwischen der klassischen Antike und der Renaissance reduziert.

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