Der besondere Film: “Der Klang der Stille”

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Von der Deutschen Gesellschaft e. V. erhielt ich folgenden Hinweis auf einen sehr interessanten Film, den ich gern weiter gebe: Die DG “begleitet als Kooperationspartnerin den Dokumentarfilm „Der Klang der Stille“ über Leben und Werk des großen Pantomimen Marcel Marceau. Der Film…ist ab dem 5. Mai 2022 bundesweit in Kinos zu sehen. Nutzen Sie die Gelegenheit und besuchen eine Vorstellung des Films in Ihrer Nähe:
https://www.wfilm.de/die-kunst-der-stille/kinotermine/

Als tragikomischer Clown „Bip“ inspiriert Marceau bis heute Menschen auf der ganzen Welt. Der tragische Hintergrund seiner Kunst blieb jedoch lange verborgen. Sein jüdischer Vater wurde in Auschwitz ermordet, woraufhin sich Marceau der Résistance anschloss. Mit seinem Cousin Georges Loinger schmuggelte er jüdische Kinder über die Grenze in die Schweiz. Samt Gesten und Mimen brachte er ihnen bei, in Gefahrensituationen nicht zu sprechen. Stille verhieß Überleben. In seinem Dokumentarfilm spürt Regisseur Maurizius Staerkle Drux dem Vermächtnis dieses Jahrhundertkünstlers nach und verwebt exklusives Archivmaterial mit einem persönlichen, zeitgenössischen Blick.

Im Rahmen ihrer Projekte zur Vielfalt jüdischen Lebens und zur Antisemitismusprävention wird die Deutsche Gesellschaft e. V. diesen Film künftig in ihr Bildungsprogramm aufnehmen.“

 

Und plötzlich ist man 70!

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Als ich 17 war las ich in meinem Sibylle-Kosmetikbuch, dass man mit 17 beginnen müsse, wenn man mit 70 noch eine ansehnliche Dame sein will. Dieses Alter schien damals so weit weg, wie ein anderes Universum, aber ich habe mir diesen Satz gemerkt und mich mehr oder weniger an die vorgeschlagenen Regeln gehalten. Ach ja, die Sybille war eine elegante Zeitschrift für Kultur und Mode, die ich heute noch vermisse, wenn ich die Blättchen sehe, die Frauen heute kaufen sollen.

Mit 35 war ich drauf und dran, meinem Geburtstag als die Mitte des Lebens zu feiern. Ein Freund brachte mich davon ab und ließ mich schwören, dass mir so ein Gedanke nie wieder in den Sinn kommt. Ich erinnere mich noch an sein Gesicht und seine roten Haare. Seinen Namen habe ich vergessen, aber ich bin ihm heute noch dankbar, besonders an diesem Tag, der hoffentlich nicht das Ende meines Lebens ist.

Kurz nach dem 35. folgten turbulente Jahre mit vielen Prüfungen, die ich offensichtlich bestanden habe. Seitdem haut mich nichts mehr um. Den 40. feierte ich in meinem aus den Grundmauern wieder auferstandenen Haus in Sondershausen, das für mich zum Lebensmittelpunkt geworden war.

Die neue Herausforderung war, als alleinerziehende Mutter Politikerin zu sein. Meines Wissens war ich die Erste im Bundestag. Ich entschied mich, Hinterbänklerin zu bleiben und in den sitzungsfreien Wochen für meine Kinder da zu sein. Das funktionierte, auch wenn es jede Menge Probleme gab, denn damals gab es keinerlei Verständnis oder gar Rücksicht für solche Lebenssituationen.

Etwa um diese Zeit las ich in der Bibel, das Leben gehe wie ein Geschwätz vorbei. Ich kann bestätigen, dass, je älter man wird, die Zeit immer schneller vergeht.

An meinem 50. bestieg ich den Ätna, der mich immer fasziniert hat, weil er noch aktiv ist.

Ich wusste, meine Zeit als Politikerin geht zu Ende. Anders als die meisten Kollegen wollte ich selbstbestimmt aufhören. Das es dann schneller ging als geplant, lag an der Neuwahl, die Bundeskanzler Schröder nach drei Jahren ansetzte und daran, dass mein Wahlkreis zum dritten Mal aufgelöst wurde. Ich trauerte der Politik kein bisschen hinterher und startete sofort meine Karriere als Bloggerin. „Und plötzlich ist man 70!“ weiterlesen

Verantwortung und Freiheit – eine unbequeme Liaison

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V0n Gastautor Josef Hueber

 Überlegungen zur Entsorgung von Freiheit unter dem Vorwand übergeordneter Verantwortung

„Zu fällen einen schönen Baum, braucht ‘s eine halbe Stunde kaum. Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk’ es, ein Jahrhundert.“ (Eugen Roth) 

Unordnung – Ursache von Verwahrlosung 

Rudy Giuliani, 2001 für die New York Times “Mensch des Jahres”, blieb den New Yorkern nicht nur wegen seiner Reaktionen auf 9/11 im Gedächtnis, sondern auch wegen seiner innovativen Idee zur Reduzierung der Verbrechensrate in ihrer Stadt. . Seine “Null-Toleranz-Strategie” setzte es sich zum Ziel, Zeichen von Vandalismus und Verschmutzung des öffentlichen Geländes zu beseitigen, „die Verwahrlosung der Stadt zu stoppen.” Und er hatte Erfolg. Das FBI bezeichnete unter seiner Zeit als Bürgermeister von NYC  6 Jahre lang NewYork als die “sicherste Großstadt der USA“.

Was im Bereich des sichtbaren, öffentlichen Erscheinungsbildes gilt, darf auch für den Bereich der „geistigen“ Erscheinungsbildes einer Gesellschaft gelten. Auch es ist nicht bedingungslos fern der Gefahr einer Verwahrlosung.

Zeichen der Verwahrlosung – Krieg gegen Freiheiten

Anzeichen der Verwahrlosung von Werten in den westlichen

Gesellschaften sind hinlänglich diagnostiziert. Angriffskriege linker Ideologien werden geführt – unterschiedlich weit fortgeschritten – gegen die freie Meinungsäußerung, die Freiheit von Wissenschaft, gegen die liberale Marktwirtschaft, die Freiheit des gewählten Lebensstils (Mobilität, Reisen, Ernährung), gegen den Alleinvertretungsanspruch der Eltern hinsichtlich der sexuellen Aufklärung und der diesbezüglichen Begleitung ihrer Kinder in das Erwachsenwerden, ja selbst gegen das Lebensrecht ungeborenen Lebens – bis hin zur Infragestellung eines legitimen Kinderwunsches. Denn jedes neue Leben sei eine Gefahr für den Planeten durch dessen CO2 – Fußabdruck und den angeblich unverantwortbaren Ressourcenverbrauch.

Diese Vernichtungsfeldzüge im Kampf für „Fortschritt“ (und damit eine vorgeblich bessere Zukunft) nennt Guiseppe Gracia, der Schweizer Publizist, die „Utopia Methode“.

Die Abschaffung von Freiheiten im Namen der Verantwortung

Die Abschaffung von Freiheiten darf freilich nicht nach Bevormundung aussehen. Es gilt, den Bevormundeten das Bewusstsein zu vermitteln, dies geschehe aus bewusst bejahter Verantwortung zugunsten einer höheren Moral.  Klima, Umwelt und Gesundheit kristallisieren sich als die aktuellen, primären Bewährungsfelder der neuen , „verantwortbaren“ Freiheit. Sich in deren verzweigten Bereichen dem Mainstream nicht einzugliedern, so wird unterstellt, heißt, die Grenzen zur Freiheit der anderen zu missachten und sich damit moralisch zu disqualifizieren. Abweichlertum ruft folglich nach Sanktionierung unverantwortlichen Verhaltens in Form von Ausgrenzung. Auf den Punkt brachte diese totalitäre Argumentation der bayerische Ministerpräsident Söder: „IMPFEN SCHAFFT FREIHEIT.“ Man höre genau hin: Freiheit hat der Einzelne nicht a priori, sondern sie wird staatlich gewährt – unter der Voraussetzung persönlicher Compliance, d.h. mitmachen, was alle machen. Dies bedeute Freiheit in Verantwortung.

Der Hass gegen die Verweigerer der „neuen“ Freiheit – Symptom der Verwahrlosung

Man könnte glauben, einer Gesellschaft, die 12 Jahre Diktatur, ein Teil davon weitere 44 Jahre, erlitten hat, läge nichts ferner, als die wieder geschenkte bzw. erkämpfte Freiheit an den Staat bzw. die Gesellschaft abzutreten.

Dieser Irrtum verlangt nach einer Erklärung.

Könnte es sein, dass dem Verzicht auf persönliche Freiheit, der Akzeptanz der propagierten, zunehmenden Übertragung von Verantwortung an den Staat, eine Wohlstandsverwahrlosung zugrunde liegt? Ein bequemes Sich-eingebettet-Wissen in staatliche Fürsorge? Keine Verantwortung tragen zu müssen im Falle persönlichen Scheiterns? Mit anderen Worten: die Überzeugung, ohne Verantwortung für den als Selbstverständlichkeit wahrgenommenen Wohlstand und ohne Verantwortung für die als Selbstverständlichkeit wahrgenommene Freiheit gemütlicher dahinleben zu können? Dies unterstellt, ergibt sich die Frage: Steckt für die Profiteure ausgelagerter Verantwortung eine störende Provokation in dem Beharren der Abweichler auf mehr Freiheit, mehr Eigenverantwortung und weniger Staat? Liegt hier vielleicht das nachvollziehbare Motiv für den Befürwortern individueller Freiheit entgegenschlagenden Hass?

Dazu kommt: Das Beharren auf dem Recht freier Entscheidungen, gegebenenfalls im Gegensatz zum Mainstream, ist zugleich ein Angriff auf das arrogante Bewusstsein einer moralischen Überlegenheit der Angepassten. Was diese als Verantwortung für das Große Ganze definieren, ist nämlich letztlich nichts weiter als die entmündigende Selbstauslieferung an das Kollektiv, eine Absage an die mühsam erkämpften Werte der Aufklärung.

Und das wiederum ist eine Form der Verwahrlosung.

Wenn Zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe

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Von Gastautor Helmut Roewer

In diesem Beitrag bespreche ich die beiden jüngsten Bücher von Antje Hermenau Das große Egal und von Thilo Sarrazin Wunschdenken. Ich werde der Frage nachgehen, was der Inhalt beider Bücher ist, was die Autoren zum Schreiben getrieben hat, welche Methoden sie verwenden, um ihre Botschaften zu transportieren, auch ein wenig, wer sie eigentlich sind, um schließlich die Frage zu klären, welches der beiden Bücher ich zur Lektüre empfehle. Um mit Letzterem zu beginnen: Beide – es kommt ganz auf den Leser an.

Antje Hermenau: Das große Egal. Essay. Dresden, Edition Buchhaus Loschwitz, 2022, 109 Seiten, 17 €.

Thilo Sarrazin: Wunschdenken. Warum Politik so häufig scheitert. Vollständig überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe, München, LMV (Langen Müller Verlag), 2022, 511 Seiten, 20 €.

Beide Bücher sind schonungslose Beschreibungen unseres Staates und seiner politischen Klasse sowie von deren grotesken Fehlentscheidungen. Und schon kommt der erste Unterschied: Das wesentlich weniger umfangreiche Buch von Hermenau geht tiefer, nämlich über den Staat und dessen Politiker hinaus. Die Autorin spürt dem im Titel des Buches zum Ausdruck gebrachten Übelstand unserer Gesellschaft nach: Das große Egal – im Sinne der allgemein um sich greifenden Gleichgültigkeit gegenüber allem und jedem. Ich hatte zunächst, als ich den Titel zum ersten Mal zur Kenntnis nahm, den ganz und gar unrichtigen Eindruck, ihr, der Autorin sei alles egal, doch das Gegenteil ist richtig. Sie beschäftigt sich damit, das Grundübel, eben das große Egal, beim Namen zu nennen und darüber nachzusinnen, wie es zu überwinden sei. „Wenn Zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe“ weiterlesen

Hauptstadt der Schönfärberei und des Linksextremismus

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Von Gastautor Steffen Meltzer

Die „Revolutionäre 1. Mai-Feier“ in Berlin ist diesmal „sehr friedlich“ verlaufen? Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slawik sagte gegenüber dem rbb24-Inforadio: „Der Abend habe sich ‚friedliebend‘ gestaltet.“ Die Pressestelle der Berliner Polizei berichtet über insgesamt 18 Versammlungen. Alle seien „überwiegend störungsfrei” verlaufen.

Schauen wir uns den „friedlichen Tag“ näher an: Die Linksextremisten haben diesmal „nur“ 7 Autos abgebrannt, weitere 11 wurden durch die Brände in Mitleidenschaft gezogen. Es wurden auch „nur“ 29 Polizisten verletzt. Die meisten haben Prellungen und Stauchungen erlitten. Am Oranienburger Platz gab es „Rangeleien“, Flaschen und Böller wurden auf die Einsatzkräfte geworfen. 74 Menschen wurden vorläufig festgenommen, 26 wurden einem Richter vorgeführt. 123 Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs, Widerstands gegen und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungs-beamte, Gefangenenbefreiung u. gefährliche Körperverletzung eingeleitet. Aus einer (für den Freitag) verbotenen pro-palästinensischen Demonstration, die sich der sog. „Revolutionären 1. Mai-Demonstration“ angeschlossen hatten, kam es laut dem Bezirksbürgermeister von Neukölln, Martin Hikel (SPD) zu antisemitischen und antiisraelischen Parolen. (Quelle RBB-Videotext, Seite 110, Stand 02.05.22, 15:43 Uhr.) Die Berliner Polizei sieht das anders, der RBB berichtet: „Derweil wurden laut Polizei keine strafrechtlich relevanten Ereignisse wie antisemitische Parolen bei der Demonstration am 1. Mai festgestellt, wie die Behörde am Montagnachmittag mitteilte.“

Untere Textquelle: https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2022/05/1-mai-demonstrationen-revolutionaere-mai-demo-polizei-bilanz-slowik-hikel.html

Dieser Beitrag erschien zuerst auf: steffen-meltzer.de

Impfpflicht: Verfassungsbeschwerde eingereicht

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Ende April hat die Good Governance Gewerkschaft, gegründet vom ehemaligen Berliner Abgeordnetenhaus-Mitglied Marcel Luthe Verfassungsbeschwerde gegen die einrichtungsbezogene Impfpflicht eingereicht. Man darf gespannt sein, ob das Gericht, das sich unter seinem von Ex-Kanzlerin Merkel inthronisierten neuen Präsidenten Stephan Harbarth zu einer Institution zu entwickeln scheint, die unsere Regierung vor der Verfassung schützt und nicht die Verfassung vor politischen Fehlentscheidungen, die Klage annimmt.

Ich dokumentiere hier die Pressemitteilung der GGG:

 

Die Vertrauensanwälte der Good Governance Gewerkschaft (GGG) haben heute eine umfassende
Verfassungsbeschwerde gegen die einrichtungsbezogene Impfpflicht beim Bundesverfassungsgericht
eingereicht. Initiiert wurde die Beschwerde von einem bundesweiten Netzwerk
namens „PsychologInnen für Menschlichkeit und Selbstbestimmung“. Gemeinsam mit
der erst in diesem Jahr neu gegründeten Good Governance Gewerkschaft (GGG) haben deren
Vertrauensanwälte aus Berlin eine Verfassungsbeschwerde von über 200 Seiten geschaffen,
welche die maßgeblichen Gründe dafür, dass das Gesetz zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht
klar verfassungswidrig ist, von allen Seiten beleuchtet. Mit gutachterlicher Unterstützung,
wie beispielsweise von Dr. Werner Bergholz, der schon im Bundestag als Gutachter angehört
worden ist, sind Nutzen und vor allem die Risiken der gegen Covid-19 bedingt zugelassenen
Impfstoffe dargelegt worden. Insbesondere die Tatsache, dass es keine ernstzunehmenden
Hinweise mehr für einen Fremdschutz durch die Impfstoffe gibt, macht jede Impfpflicht
überflüssig. Ein ganz besonderes Gewicht liegt auch auf der Darstellung der medizinhistorischen
Entwicklung, die zu der deutlichen Vorgabe unserer Verfassung in Artikel 1 Absatz 1
geführt hat, dass die Menschenwürde jeden Zwang in der Medizin gegen den Willen des Patienten
ausdrücklich verbietet.

Hinter der Verfassungsbeschwerde stehen, neben den Antragstellerinnen und Antragstellern,
weit über 1.000 Unterstützerinnen und Unterstützer aus allen betroffenen Branchen, darunter
auch zahlreiche Rettungskräfte, um deutlich zu machen, dass durch den Fortfall zahlreicher
Beschäftigter erhebliche Versorgungsprobleme im Bereich der Notfallrettung und ganz allgemein
in der Gesundheitsversorgung entstehen. Das steht in einem starken Widerspruch zum
Zweck sämtlicher Corona-Maßnahmen mit ihren erheblichen Beschränkungen, gerade die
Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesens zu erhalten.

Mit dem Einreichen der Verfassungsbeschwerde am heutigen Tag, soll auch ein klares Signal
im Vorfeld der heutigen Anhörung im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages zu
diesem Thema an den Gesetzgeber gesendet werden, die verfassungswidrigen Regelungen unverzüglich
zurückzunehmen.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter der 030 55 60 55 29 sowie presse@gg-gewerkschaft.de
zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.gg-gewerkschaft.de
www.psych-for.me
www.hafenanwaelte.de

Hochsicherheitstrakt?

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von Berit & Manfred Such

Seit Ina Deters Song von den neuen Männern, die das Land braucht, weiß man, daß man die besten Sprüche an die Wand gesprüht sieht. Wobei es hier nicht um das Thema gehen soll, ob das Land nicht wirklich (dringend) neue Männer bräuchte? Und weil der Spruch, den wir in Berlin an die Wand “gesprüht” sahen, wenn er auch nur klein am Rande  gekritzelt und fast verzweifelt und zaghaft wirkte, soll er hier das Thema sein, zumal wir zuvor unsere Fahrkarte für die Berliner Verkehrsbetriebe und unser Hotel digital bezahlt hatten.

“Bargeld! Der einzige Ausgang aus dem digitalen Gefängnis!”

Da fragt man sich, wie kommt man überhaupt in ein Gefängnis, in das sich wohl kaum jemand freiwillig begibt? Wir haben uns umgeschaut in Berlin und sind auf viele gestoßen, die sich in eine vermeintliche “Schutzhaft” begeben, weil sie sich von einem Virus, das eine Pandemie mit Massensterben in der Welt ausgelöst haben soll, zu schützen glauben. Dieses selbstgewählte Gefängnis, das sich im doppelten Sinn hinter Masken oder in der selbstgewählten Isolation versteckt, lädt politisch zum Schutz vor dem Virus zum Betreten ein.

“Ich winke nur”, sagte eine ehemalige Abgeordnete des Deutschen Bundestages, als man sie mit Händedruck und angedeuteter Umarmung begrüßen wollte, dabei drei Schritte rückwärts machte und wie ein Kind mit “Händchen Winkewinke” machte.

Und wer sich nicht freiwillig in dieses Gefängnis begibt, bekommt “etwas” Druck durch Politik, Polizei, Gerichte und veröffentlichter Meinung.

So kommt man hinein in ein Gefängnis, an dessen Eingangstor CORONA stand und noch lange stehen dürfte, bevor demnächst KLIMARETTUNG über dem Eingangstor stehen könnte.

Hier nun die weiteren Abteilungen des Gefängnisses zu beschreiben, die letztlich in den Hochsicherheitstrakt “Gefängnis Digital” führen, würde den Rahmen sprengen: Abgabe von Grundrechten (Menschenwürde, Unverletzlichkeit der Person, Meinungs- und Bewegungsfreiheit, Demonstrationsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit pp).

Die letzte Abteilung, die “Sicherungsverwahrung”, dürfte dann die vollkommene digitale Überwachung sein, die mit allerlei freundlichen “Gesundheits-Apps” zum freiwilligen Aufenthalt einlädt.

So sieht der Eingang in das digitale Gefängnis aus, aus dem es dann mit der  Abschaffung des Bargeldes kein Entrinnen mehr geben dürfte, weil es mit dem Verzicht auf  physische Zahlungsmittel, ganz gleich, ob es Glasperlen, Muscheln, Münzen oder Geldscheine sind, hieße, seine Freiheit, seine Unabhängigkeit und seine persönliche Souveränität aufzugeben. „Hochsicherheitstrakt?“ weiterlesen

Wie die Grünen von der Umweltschutz- zur Umweltzerstörungspartei wurden

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Das Politiker sich nicht um ihr Geschwätz von gestern kümmern, wissen wir spätestens seit Konrad Adenauers offenherzigen Geständnis. Aber eine Solche Kehrtwendung wie die Grünen in den letzten Jahren hingelegt haben, kenne ich von keiner anderen Partei. Angetreten als Umweltschutzpartei, sind sie jetzt die größte Gefahr für die Umwelt: Windräder und Solarpanelfelder zerstören unsere Kulturlandschaft und sind inzwischen die Hauptursache für den Artenschwund in Deutschland. Die Windräder schreddern nicht nur Vögel und Insekten, sie sind in Zeiten von Corona und Krieg in der Ukraine auch eine Gefahr für die menschliche Ernährung geworden, denn sie vermindern die dringend benötigte Ackerfläche. Inzwischen kann es jeder wissen, dass eine weltweite Nahrungsmittelkrise droht. Auf dem Weltmarkt sind Russland und die Ukraine die größten Exporteure von Ackerfrüchten. Deutschland, das autark sein könnte, was die Nahrungsmittelproduktion betrifft, ist es nicht, weil die Landwirtschaft seit nun schon Jahrzehnten von der grünen Lobby gegängelt und regelrecht behindert wird.

Obwohl wir aktuell von blühenden Rapsfeldern umgeben sind, haben wir eine Rapsölkrise. Wir importieren von den 9 Millionen Tonnen Rapssaat, die jährlich von unseren Ölmühlen verarbeitet werden, 6,5 Millionen. Ein gigantischer Anteil davon landet nicht auf den Tellern, sondern in den Tanks, dank der hirnrissigen grünen Idee, aus Nahrungsmitteln, die in „Energiepflanzen“ umgetauft wurden, Benzin zu machen. Übrigens, wer bei der Einführung des Biobenzins auf die Absurdität dieser grünen Weltverbesserungsidee hingewiesen hat, war natürlich ein rechter Schwurbler.

Heute räumt Umweltministerin Lemke von den Grünen wenigstens mit dieser Schnapsidee auf – möglichst geräuschlos.

Gut so, aber die verheerendste grüne Erfindung, die so genannte „Energiewende“, die längst zu einer handfesten Gefahr für die ganze Gesellschaft geworden ist, wird weiter betrieben, koste es, was es wolle.

Im Schatten des Ukrainekrieges stellten am 4. April 2022 die Bundesumweltministerin Steffi Lemke und der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Dr. Robert Habeck einen Großangriff auf Arten- Landschafts- und Naturschutz vor. Sie nennen es „gemeinsame „Eckpunkte für einen naturverträglichen Windkraftausbau“. Wobei naturverträglich in diesem Zusammenhang ehrlicherweise naturzerstörend und demokratiefeindlich heißen müsste. Aber die beiden grünen Minister sind so ehrlich wie seinerzeit der DDR-Staatschef Walter Ulbricht, als er im Juli 1961 verkündete, Niemand hätte die Absicht, eine Mauer zu errichten. „Wie die Grünen von der Umweltschutz- zur Umweltzerstörungspartei wurden“ weiterlesen

Liebe in Zeiten des heißen Krieges

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„Abteil 6“ des finnischen Regisseurs Juho Kuosmanen sollte, obwohl in Cannes 2021 preisgekrönt, gar nicht in unsere Kinos kommen. Ein Film, über die Annäherung zwischen einer Finnin, die in Moskau Archäologie studiert und einem Russen, der zur Arbeit nach Murmansk ins Bergwerk fährt, um Geld für sein eigenes Unternehmen zu verdienen, geht in Zeiten des russischen Überfalls auf die Ukraine gar nicht, dachten die Aktivisten der cancel culture. Zum Glück setzten sie sich nicht durch und wir können zumindest in den kleinen Kinos den wohl schönsten Film, der in den letzten Jahren gedreht wurde, sehen. Wir hätten die talentierte Seidi Haarla und den hinreißenden Yuriy Borisow verpasst und die eindrücklichen Bilder russischer und karelischer Landschaft neben den Schienen.

Die Geschichte ist ein auf die Schienen verlegtes Roadmovie. Laura, die finnische Studentin, die unglücklich in die schöne, flatterhafte Mitstudentin Irina verliebt ist, macht sich auf nach Murmansk, um dort die erst 1997 entdeckten Petroglyphen, steinzeitliche Felsenmalereien auf einer Inseln im Konozerosee, zu betrachten. Inzwischen sind 1300 Bilder entdeckt worden, die bisher noch nicht entschlüsselt werden konnten.

Laura und Ljoscha, die im Abteil 6 des Zuges von Moskau über St.Petersburg nach Murmansk aufeinandertreffen müssen sich auch entschlüsseln. Sie können scheinbar nicht unterschiedlicher sein. Ljoscha ist am Anfang das Bild eines ungehobelten, besoffenen jungen Mannes, der laut und übergriffig ist. So sehr, dass Laura entsetzt aus dem Abteil flieht und die Zugbegleiterin anfleht, ihr ein anderes zuzuweisen. Die kann oder will ihr nicht helfen, also muss Laura ihren unerwünschten Reisebegleiter ertragen.

Warum Kuosmanen die Figur des Ljoscha so negativ überzeichnet hat, wäre meine einzige kritische Frage, denn schon bald stellt sich heraus, dass hinter der ruppigen Schale ein sensibler Kern steckt. Das hätte man schon ahnen können, als er Laura förmlich zwingt, das Schneetreiben vor dem Fenster zu bewundern. Warum sie ihren Rucksack mitgenommen hätte, als sie in St. Petersburg telefonieren ging, wollte Ljoscha wissen. Ob sie glaube, dass er sie bestehlen, er sagt abziehen, wolle? Beklaut wird sie später von einem finnischen Mitreisenden, dem sie einen Platz im Abteil angeboten hat. „Liebe in Zeiten des heißen Krieges“ weiterlesen

Verschwiegene Gefahren: FFP2-Masken

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Das Internet machts möglich: Jeder kann sich informieren und keiner Kann sich damit herausreden, er hätte nichts gewusst. Tatsächlich ist bei vielen politischen Maßnahmen zur Bekämpfung von Corona von Anfang an klar gewesen, dass sie zweifelhaft sind.

Als von der Politik die FFP2-Masken, als angeblich sicherster Schutz vor Ansteckung verordnet wurden, genügte eine einfache Internetrecherche, um zu erfahren, dass diese Masken im Berufsalltag strengsten Arbeitsschutzbestimmungen unterliegen. Wer bei seiner Arbeit FFP-Masken trägt, muss im richtigen Tragen unterwiesen und medizinisch überwacht werden. Sie darf nicht durchgängig getragen werden, sondern es muss regelmäßige Pausen geben. Zudem muss eine Mehrfach-Nutzung ausgeschlossen sein.

Es war klar, dass diese Arbeitsschutz-Bestimmungen beim öffentlichen Gebrauch keine Rolle spielen würden.

Ich gehörte zu denen, die davor gewarnt haben, dass die FFP2-Maskenpflicht mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen würde, aber da ein Aufschrei der Mediziner ausblieb, verfuhr die Politik, wie sie es für richtig hielt. Dass ihr das Risiko durchaus bewusst war, zeigt sich daran, dass im Berufsalltag die FFP2-Masken nicht verordnet wurden. Dort trug man sie freiwillig, denn ein Ausweichen auf OP-Masken war erlaubt. Im Falle des Auftretens unerwünschter Nebenwirkungen, konnte die Politik nicht in Haftung genommen werden.

Nach zwei Jahren Praxis lässt es sich nicht länger verschweigen: FFP2-Masken sind Bakterienschleudern statt Schutz. Da niemand die Bevölkerung unterwiesen hat, sind massenhaft die Vorschriften zum richtigen Tragen der Masken ignoriert worden. Besonders in der ersten Zeit, als FFP“-Masken noch sehr teuer waren, wurden sie mehrfach getragen. Laut einer Umfrage von INSA wechseln 39% der Maskenträger ihre Maske nur einmal die Woche. „Verschwiegene Gefahren: FFP2-Masken“ weiterlesen