Sonntagslektüre: Georgien und Russland – Eine schwierige Beziehung

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Zuerst erschienen in der weltwoche

Der letzte sowjetische Botschafter in Bonn, Juli Kwizinski, äußerte einmal, dass die Russen beim Zerfall der Sowjetunion die Sezession der islamischen Staaten Mittelasiens, ja selbst der baltischen Staaten, relativ schmerzlos verkraftet haben. Aber der Verlust des Kaukasus, immerhin eine russische Seelenlandschaft, sei äußerst schmerzhaft gewesen. Michail Gorbatschow ging am 25. Februar 1991, dem 70. Jahrestag des Einmarsches der Roten Armee in das unabhängige Georgien, soweit, dem Anführer der georgischen Nationalbewegung Swiad Gamsachurdia mit dem Abfall Abchasiens und Südossetiens zu drohen, sollte die georgische Sowjetrepublik nicht den neuen Unionsvertrag zur Rettung des Sowjetimperiums unterstützen. Tatsächlich kam es zur Sezession dieser beiden Gebiete nach der Unabhängigkeitserklärung Georgiens am 9. April 1991. Die daraus resultierenden blutigen Konflikte dauern bis heute an und vergiften das Verhältnis zwischen Russland und Georgien.

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Die letzte Adresse

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Das Projekt „Stolpersteine“ kennt fast jeder. An vielen Orten gibt es die kleinen in den Boden eingelassenen Platten, in denen Namen von Menschen eingraviert wurden, die während des Holocaust ermordet wurden.

Beinahe unbekannt ist, dass es auch für die Opfer des stalinistischen Terrors eine Initiative gibt, die an die Ermordeten erinnern soll.

Letzte Adresse heißt das durch die Memorial-Stiftung gestartete Projekt, das seit 2014 in Russland für die Opfer des Stalinschen Terrors Gedenktafeln anbringt.

Damit gewürdigt werden ausschließlich Menschen, die sich selbst keiner Straftat schuldig gemacht hatten – weder in der kommunistischen Diktatur der Sowjetunion, noch im Nationalsozialismus.

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Eine Israelfeindin im auswärtigen Amt

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Außenminister Heiko Maas ist nach eigenen Angaben „wegen Auschwitz“ in die Politik gegangen. Was genau er damit meint, bleibt offen. Tatsache ist, dass er in der UNO mehr als einmal israelfeindliche Resolutionen unterstützt hat. Nun hat er eine Israelfeindin als Mitarbeiterin ins Auswärtige Amt geholt. Das AA bereif die islamische Aktivistin Nurhan Soykan in das Referat „Religion und Außenpolitik“. Soykan ist für den muslimischen Dachverband „Zentralrat der Muslime“ tätig.

Diesem Verband wird die vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtete rechtsextreme Bewegung „Graue Wölfe“ zugerechnet. Auch sonst macht Soykan aus ihrer Israelfeindschaft öffentlich keinen Hehl. 2014 hatte sie sich in einem Interview mit dem Deutschlandfunk wohlwollend über den sogenannten „Al-Quds-Marsch“ geäußert, eine von den iranischen Mullahs ins Leben gerufene Anti-Israel-Demonstration. Auf diesen Demos ertönt Jahr für Jahr der Ruf nach der Vernichtung Israels und die Aufforderung an die Hamas, Juden ins Gas zu schicken.

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Gutes Gewerbe – schlechtes Gewerbe in Berlin

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Von Gastautor Michael Wolski

Im Herbst 2019 hatte ich ein Buch zum Mauerfall geschrieben „1989 Mauerfall – Zufall oder Planung“. Da wegen Corona seit März alle Lesungen und Büchertische entfielen und auch die Verkäufe bei Amazon zurückgingen, suchte ich neue Ideen für die Umsatzsteigerung.

Nach einer Analyse aller Handelsformen kam ich zum Entschluss, dass diese Form des Straßenhandels – im amtsdeutsch: Handel aus tragbaren Behältern (sog. Bauchladenhandel) – die wohl effektivste Form des Vertriebs kleiner Produkte an den Endkunden darstellt. Das sollte den Online-Vertrieb des Buches ergänzen und mir (Rentner!) die nötige Bewegung an frischer Luft und den Kontakt zu Menschen verschaffen. Kurz: Ich wollte beim Spaziergang einen Schwatz machen und Geld verdienen.

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Köln, Stuttgart, Frankfurt

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Von Gastautor Steffen Meltzer, zuerst erschienen auf achgut

Köln, Stuttgart, Frankfurt am Main. Alle drei Metropolen haben inzwischen eins gemeinsam, massenhafte Ausschreitungen durch ein Publikum, das überwiegend aus Migranten und „Geflüchteten“ besteht. Diese werden in den Medien gern als „junge Männer“ verklausuliert. Diese Begrifflichkeit soll ein gewisses Verständnis beim Leser oder Zuhörer erzeugen. Deshalb muss immer wieder propagiert werden, dass weltweit junge Männer, einschließlich der Biodeutschen, die meisten Straftaten begehen.

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Wie vertuscht man eine krachende Niederlage?

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Kanzlerin Merkel hat ihre EU-Ratspräsidentschaft mit der großartigen Ankündigung begonnen, Europa neu zu einigen. Im Subtext hieß das, die Abweichler, die sich der „Verteilung“ von Migranten entziehen und keine Schuldenunion wollen, auf Linie zu bringen. Mit Letzterem ist sie schon im ersten Anlauf gescheitert. Mit ihrer EU-Präsidentin Ursula von der Leyen, deren großzügige „Aufbaupläne“, sprich Geldgeschenke an Defizit-Staaten, erheblich gestutzt worden sind. Nach viertägigen Marathon-Verhandlungen hat es nun ein Ergebnis in Brüssel gegeben.

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Deutschland einig Partyland?

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Während die Erinnerung an die fortgesetzte Randale in Stuttgart noch nicht verblasst und der Rechtsstaat mit aller Härte für die, „die schon länger hier leben“ vor den Konsequenzen zurückgewichen ist, folgte die Party von Frankfurt. Dass die Stadt schon länger in ihrer guten Stube vor der Oper Probleme hat, wird jedem Betrachter klar, der die Fotos von dem Platz gesehen hat, der mit Abfalleimern übersät ist, wie das Gesicht eines Pubertierenden mit Pickeln. Hier steigt schon seit Wochen Party auf Party, aber die Nachricht darüber hat es bisher nicht in die überregionalen Medien geschafft. Die Massierung von Abfalleimern ist der untaugliche Versuch, den Müll-Exzessen der partylaunigen Frankfurter Neubürger etwas entgegenzusetzen. Als ob sich diese Feierwütigen, die offensichtlich seit Monaten Woche für Woche demonstrieren, dass sie sich nicht an die Regeln unseres Zusammenlebens zu halten gedenken, davon beeindrucken ließen! Auf den Videos vom letzten Sonnabend sieht der Ort aus wie eine Müllkippe.

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Ein Hauch Glyndebourne in Heringen

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Es gibt sie noch, die perfekten Sommerabende ohne Party-Randale, dafür mit bezaubernden Arien, gesungen von wunderbaren Stimmen. Dazu ein strahlend blauer Himmel, garniert mit leuchtenden weißen Wölkchen, die von den letzten Sonnenstrahlen beschienen werden über der Kulisse eines weißen Schlosses. Das erlebten die Glücklichen, die am Sonntag, dem 19. Juli die Operngala des Theaters Nordhausen/Lohorchester Sondershausen besucht hatten.

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Christianophobie – Tägliche Kirchenschändungen in Frankreich

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In meinem Artikel „Es brennt, Brüder es brennt“ habe ich anlässlich des Brandes in der Kathedrale von Nantes, der schnell wieder aus den Nachrichten verschwunden ist, darüber geschrieben, dass Kirchenschändungen in Frankreich mittlerweile auf der Tagesordnung stehen, aber nur wenige Beispiele genannt. Nun hat mir meine Leserin Dr. G. einen Artikel aus den Vatican News zugeschickt, der sich mit der Welle an Kirchenschändungen beschäftigt. Weil das Ausmaß noch viel größer ist, als ich befürchtet habe, möchte ich an dieser Stelle auf diesen Artikel hinweisen. Uns muss endlich klar werden, was sich in Europa abspielt. Die Schweigespirale muss durchbrochen werden.

Roter Hunger – Stalins Krieg gegen die Ukraine

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Es gibt Bücher, die zu lesen es viel Überwindung kostet. Bei der Lektüre von Anne Applebaums „Roter Hunger“ musste ich mich mehrmals zwingen, weiterzumachen. Was hier über die politisch inszenierte und exekutierte Hungerkatastrophe in der Ukraine Anfang der 30er Jahre des totalitären 20. Jahrhunderts geschrieben wird erfordert starke Nerven und einen ebensolchen Magen. Aber ich sagte mir immer wieder, dass, was Menschen erleiden mussten, ich wenigstens zur Kenntnis nehmen muss. Wir müssen in den Abgrund blicken, um Mittel zu finden, nicht endgültig in ihm zu versinken.

Die Ukraine ist Teil Europas und ihr Schicksal ist eng mit der europäischen Geschichte verknüpft. Wer die heutigen Konflikte um die Ukraine verstehen will, muss diese Geschichte zur Kenntnis nehmen.

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