Nächster Halt: „Idiocracy“?

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Von Ekatherina Quehl

„Die GenZ sei die erste Generation der modernen Geschichte, deren kognitive Fähigkeiten hinter ihrer Vorgängergeneration zurückfielen“ – mit dieser Warnung stellte der Neurowissenschaftler und Bildungsexperte Jared Horvath die Ergebnisse neuer internationaler Studien bei einer Anhörung im US-Senat vor.

„Lese- und Schreibfähigkeiten, Rechenfertigkeiten, Aufmerksamkeit und das abstrakte Denkvermögen haben trotz steigender Schulbesuchsquoten abgenommen“, schreibt Horvath in seiner Stellungnahme. Er weist auf die PISA-Studie und zwei weitere internationale Studien, die Kompetenzen in Mathematik und Naturwissenschaften (Trends in International Mathematics and Science Study) sowie die Kompetenzen im Bereich der Lesefähigkeit (Progress in International Reading Literacy Study) der Schüler messen, hin.

Dieser bedauerliche Trend begann ab Mitte der 2000er Jahre. Zuvor waren die jüngeren Generationen immer schlauer, als die älteren.

„Während des größten Teils des 20. Jahrhunderts verbesserte sich die kognitive Leistungsfähigkeit über Generationen hinweg stetig. Das war vor allem auf den erweiterten Zugang zu formaler Bildung und eine verbesserte Unterrichtsqualität zurückzuführen.“ Seit Mitte der 2000er Jahre stagniere dieser Trend und kehrte sich schließlich in vielen westlichen Ländern um, so Horvath. „Nächster Halt: „Idiocracy“?“ weiterlesen

„Nicht-Migranten“ aus der Perspektive einer Migrantin

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Von Ekaterina Quehl

Es war nicht nur ein sprachlicher Ausrutscher der Tagesschau. Der Begriff „Nicht-Migranten“ scheint längst etabliert zu sein. Warum gilt eigene Identität in rotlinksgrünen Milieus als etwas Verwerfliches oder ausländerfeindlich? Ein Erklärungsversuch.

Nachdem die Tagesschau Deutsche als „Nicht-Migranten“ bezeichnet hatte, habe ich auf X auf meinen Post: „Also ich bin Russin, die sehr lange in Deutschland lebt und ich bin wirklich fassungslos. Das ist der Gipfel dieses absurden linksgrünen Trends, die eigene Identität zu negieren: Deutsche offiziell als „Nicht-Migranten“ zu bezeichnen.“ so viele Reaktionen bekommen, dass ich auf das Thema etwas tiefer eingehen möchte.

„Nicht-Migranten“ ist ein Begriff, der – wie es sich nach meiner kurzen Recherche herausgestellt hat – schon längst in unterschiedlichen Institutionen etabliert ist.

Im Beitrag der Max-Planck-Gesellschaft vom 15.05.2024 „Arbeitsplatzverlust trifft Migranten härter“ steht: „Die gesundheitlichen Unterschiede zwischen Migrantinnen und Nicht-Migrantinnen sind weniger signifikant.“ In der dazugehörigen Statistik tauchen Deutsche ebenfalls als „Nicht-Migranten“ auf.

Auch das Bildungsportal NRW verwendet diesen absurden Begriff – und das bereits seit 2007: „Zur Beantwortung der Frage, wie wahrscheinlich ein Wechsel zwischen Schulformen für Migranten und Nicht-Migranten ist, wurde jeweils der Anteil der Schulformwechsler unter den Migranten bzw. Nicht-Migranten an allen Schülern dieser Gruppen in den jeweiligen Schulformen ermittelt.“

Auf der Seite von Thalia wird ein Buch mit dem Titel „Bildungserfolg Migranten im Vergleich zu Nicht-Migranten“ verkauft.

Der Begriff scheint schon längst in großen Teilen der Gesellschaft etabliert zu sein. Als ob es unangenehm wäre, die eigene Bevölkerung überhaupt noch direkt zu benennen.

Auch im Alltag ist es mir schon häufig aufgefallen, dass es in manchen Kreisen ungehörig ist, sich selbst als Deutschen zu bezeichnen oder nach der Herkunft der anderen zu fragen. Dabei ist die Frage „Woher kommst du?“ in vielen Ländern die erste Frage, die man stellt, wenn man ins Gespräch kommt. Für viele Ausländer und auch für viele Deutsche, die ich kenne, ist es unbegreiflich, warum selbst neutrale Begriffe für eigene Identität oder Kultur inzwischen sofort ideologisch eingeordnet werden. „Deutsch sein“ bedeutet für die meisten einfach Herkunft, Sprache, Kultur, Kindheitserinnerungen, Feiertage, Essen — also etwas völlig Normales und Alltägliches.

Natürlich können historische Gründe nicht einfach ungültig werden wie ein Parkticket. Aber zwischen „Wir sollen aus der Geschichte lernen“ und sich selbst als „Nicht-Migranten“ zu bezeichnen liegt ein riesiger Unterschied. Inzwischen entsteht der Eindruck, dass sich dieser Trend zu einer kulturellen Neurose entwickelt hat, bei der ein kleinster Hinweis auf Anerkennung eigener Kultur oder Identität sofort als moralisch verdächtig eingestuft wird.

Auffällig ist aber, dass für Deutsche – die wegen einer deutschen Fahne an Hausfassaden Angst haben – ein Türkischer Kulturverein, Afghanische Frauen in München e. V. oder der Bundesverband russischsprachiger Eltern e. V. selbstverständlich sind.

Wie soll denn aber eine Gesellschaft, die ihre eigene Identität und Kultur auf den Altar historischer Schuld und falsch verstandener Ausländerfreundlichkeit legt, diesen Ausländern und der eigenen Bevölkerung authentisch vermitteln, dass Akzeptanz eigener Herkunft und eigener Kultur etwas völlig Normales ist?

Wenn man dieses Phänomen auf einen einzelnen Menschen überträgt, dann wäre das eigentlich ein ziemlich trauriger Zustand. Den anderen ständig zu erklären, wie sehr man sie wertschätzt, sich selbst gegenüber aber aggressiv zu sein. Das würde man doch weder als Offenheit noch als Toleranz bezeichnen. Warum tut man das aber bei der eigenen Gesellschaft?

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Die Farce

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Von Annette Heinisch

Dass ich mal Karl Marx zitieren würde, hätte ich mir als Anhängerin von Freiheit und Marktwirtschaft nicht vorstellen können. Aber wie schon Albert Schweitzer sagte, kann man von jedem etwas lernen. Von Marx kann man lernen, dass sich Geschichte wiederholt, wenngleich als Farce. Das Zitat heißt korrekt:

„Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce….

Die Menschen machen ihre eigene Geschichte, aber sie machen sie nicht aus freien Stücken, nicht unter selbstgewählten, sondern unter unmittelbar vorgefundenen, gegebenen und überlieferten Umständen. Die Tradition aller toten Geschlechter lastet wie ein Alb auf dem Gehirne der Lebenden. Und wenn sie eben damit beschäftigt scheinen, sich und die Dinge umzuwälzen, noch nicht Dagewesenes zu schaffen, gerade in solchen Epochen revolutionärer Krise beschwören sie ängstlich die Geister der Vergangenheit zu ihrem Dienste herauf, entlehnen ihnen Namen, Schlachtparole, Kostüm, um in dieser und mit dieser erborgten Sprache die neue Weltgeschichtsszene aufzuführen.” „Die Farce“ weiterlesen

Putsch von oben

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Von Annette Heinisch

“Der Bundestag ist kein Zirkuszelt”, sagte Kanzler Friedrich Merz und da hat er natürlich Recht. In einem Zirkus sind deutlich weniger Clowns anzutreffen. Das tragikomische Theater, welches dem Bürger von der Politik geboten wird, übertrifft wirklich alles. Momentan schäumt der rot – grüne Teil des politischen Spektrums, weil dessen Wunschkandidatinnen für das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) nicht gewählt worden sind.

Da wird die Frauenkarte gezogen, der Fraktionschef Matthias Miersch kommt wieder einmal mit Alarmstufe rechts. „Wenn der rechte Mob damit durchkommt, machen wir einen Riesenfehler“, zititert ihn die Süddeutsche Zeitung. Da die Richterwahl an CDU – Abgeordneten scheiterte, drängt sich ein furchtbarer Verdacht auf: Koaliert die SPD mit dem rechten Mob? How dare you!

Miersch empört sich auch, dass sich prominente Bischöfe und Kardinäle in diese Sache eingeschaltet haben, dies sei unchristlich.

Rot – grüne Ideologien bestimmen die Politik in Deutschland direkt und indirekt seit 1998. Aufgrund dieser wurde das reiche und funktionierende Gemeinwesen langsam aber sicher ruiniert. Die Gesellschaft ist zersplittert und zerstritten, die Wirtschaft liegt am Boden, die Sozialsysteme sind unrettbar verloren und die Sicherheit nach innen wie nach außen ist zerstört worden: Macheten im Inneren und Raketen von außen bedrohen das Land, das aufgrund der Politik der letzten Jahrzehnte eine Verfasstheit aufweist, die mit “wehrlos” nur unzureichend beschrieben ist. „Putsch von oben“ weiterlesen