Von Gastautor Frank Jordan
Sogar wer der Überzeugung ist, die EU sei für die Länder Europas unentbehrlich, ohne sie gäbe es nichts Gutes, keinen Frieden und auch keine Zukunft, sollte sich auch bei nicht vorhandenem Interesse zwingend mit den groben Linien der finanziellen Seite der Sache befassen. Wenn er es nicht mit geschlossenen Augen tut, wird er an den Punkt kommen, wo er zumindest die Möglichkeit einräumen muss, dass die Idee “EU” im besten Fall und rein theoretisch vielleicht ein Friedensprojekt ist, aber nicht für Wohlstand sorgt.
Im Gegenteil: nach 20 Jahren Euro (erste Kursfestlegung im Mai 1998), der einen künstlichen Boom, eine verheerende Krise und heute einen weiteren künstlichen Boom sowie als Draufgabe fast 30 Prozent Wertverlust hervorgebracht hat, weisen die vorliegenden Pläne für den Wirtschafts- und Währungsraum alle in dieselbe Richtung: Verschuldung und Verarmung. Das Problem: Armut und Frieden im Sinn der Abwesenheit von Störung und Beunruhigung gehen selten Hand in Hand. Denn ohne Wohlstand gibt es nur aus einem Grund “Frieden”: Aus Angst vor jenen, die die Kontrolle und das Gewaltmonopol innehaben – dem Staat. „Schlag auf Schlag im Schatten der Migrations-«Krise»“ weiterlesen