Dreißig Jahre nach der Friedlichen Revolution und der folgenden Vereinigung der beiden deutschen Teilstaaten beginnt die von Annetta Kahane, auch bekannt als ehemalige IM Victoria (Inoffizielle Mitarbeiterin der Staatssicherheit der DDR), geleitete Amadeu Antonio-Stiftung mit der Umschreibung der Geschichte.
Den Startschuss dazu gab Kahane anlässlich des diesjährigen Jahrestages der Vereinigung der beiden deutschen Teilstaaten. Die reichlich fließenden staatliche Subventionen werden dazu benutzt, eine neue Geschichtslegende aufzubauen. Die Friedliche Revolution soll nicht so friedlich gewesen sein, sondern im Keim Rassismus und Gewalt gegen Vertragsarbeiter der DDR in sich getragen haben:
Kahane in einem Editorial: „Diese Gewalt kam aus dem Bauch der DDR-Gesellschaft, aus der in den 1980er Jahren auch ein veritabler Rechtsextremismus entstanden war. Die DDR hatte sich nicht dem Erbe des Nationalsozialismus gestellt. Und so überwinterten Rassismus und Antisemitismus. Der Bodensatz blieb trotz des erklärten Antifaschismus unangetastet. Und als die Mauer weg war und die staatliche Kontrolle über die öffentliche Meinung verschwunden, brach sich die rassistische Gewalt Bahn. Nazis und einfache Bürger feierten die Einheit – auch verbunden mit Parolen und Gewalt gegen Vertragsarbeiter*innen, Schwarze Menschen und BPOCs. Dieses Jahr wird zum ersten Mal öffentlich daran erinnert“. „Die Friedliche Revolution 1989/90 und ihre Feinde“ weiterlesen