Kanzlerin Merkel hat für die Schnapsidee der Ministerpräsidentenrunde, an Ostern den Gründonnerstag und den Ostersonnabend zu „Ruhetagen“ zu erklären, die einen Sturm an Widerspruch ausgelöst hat, um Verzeihung gebeten. Es ist das erste Mal, dass die absurden Beschlüsse dieser nicht legitimierten Runde auf so breiten Widerstand stießen, dass sie nach kaum 48 Stunden zurückgenommen werden mussten. Vorher waren ebenso absurde Maßnahmen wie die Terminvergabe für Einkäufe beim Einzelhandel oder unterschiedliche Quadratmeterzahlen für zugelassenen Käufer in Blumenläden und Elektrogeschäften oder Maskenpflicht beim Joggen von Gerichten gekippt worden. Allerdings galten die Gerichtsbeschlüsse immer nur für beschränkte Gebiete. Im Rest des Landes galten sie weiter, ohne dass es merklichen Widerstand bei den Betroffnen gab.
Nach der Ministerpräsidentenrunde am vergangenen Montag ist das Fass offenbar zum ersten mal übergelaufen. Die Reaktionen müssen viel heftiger gewesen sein, als in den Medien abgebildet, denn sie haben die Kanzlerin, die sonst alles an sich abprallen lässt, zur Rücknahme der „Osterruhe“ gezwungen. „Die Entschuldigung als Ablenkungsmanöver“ weiterlesen