Gastautor Josef Hueber
Wie man aus dem Gedenken an den 9.November 1938 politischen Profit ziehen wird und den Anlass in sein Gegenteil pervertiert
Gelegenheiten, deutsche Geschichte politisch korrekt zu erinnern, gibt es genug. Besonders dann, wenn Juden betroffen waren. So wird es auch am 9. November sein, wenn der begrifflich merkwürdig bezeichneten Kristallnacht 1938 gedacht wird. Beim Gedenken an die damalige Terrorisierung jüdischer Deutscher im Vorlauf zum Holocaust bietet sich deren Leid im politischen und medialen Gedenk-Diskurs geradezu an zur Instrumentalisierung. Das Ereignis wird zur Legitimation für den aktuellen Kampf gegen die politische und gesellschaftliche „Rechte“, die in der medialen und politischen Dauerschleife einvernehmlich als die größte Gefahr der Jetztzeit gilt. Konservative Überzeugungen als vermeintlich „rechte“ Gesinnung diffamierend, wird sich der antifaschistische Kampf wieder einmal erweisen als Kampf für mehr Menschlichkeit und Demokratie, erwachsen aus historischer Verantwortung. Das Wehret den Anfängen! wird neben dem Nie wieder! intoniert werden, wenn es darum geht, den politischen Gegner in die Nazi-Ecke zu stellen. Von Kenntnis der NS-Ideologie wie auch des realen NS-Gewaltherrschaft zeugt dies nicht. „Die instrumentalisierte Kristallnacht – eine Prognose “ weiterlesen