Es gibt sie noch, die guten Journalisten!

Veröffentlicht am

Nein, die Relotius-Jünger im Journalismus sind noch nicht unter sich. Es gibt sie noch, die objektiven Journalisten, die genau hinsehen, bevor sie etwas schreiben. T-online, dpa uns alle, die einfach deren Meldungen abgeschrieben haben, sollten sich an Gerlinde Sommer von der Thüringer Landeszeitung ein Beispiel nehmen.

Sie hat sich den Thüringer Wahlhelfer angesehen und  genau erkannt, worauf es uns ankam. Trotz durchaus kritischer Anmerkungen, hat sie den Wahlhelfer insgesamt ein starkes Stück Meinungsfreiheit genannt. Chapeau!  Herzlichen Dank!

Lesen Sie Sommers Beitrag ist hier.

Wie t-online eine Relotius-Meldung produziert und andere Medien aufspringen

Veröffentlicht am

Am 15.10. um 8.52 haben drei Qualitätsjournalisten von t-online, Jonas Mueller-Töwe, Sarah Thust und Jan-Henrik Wiebe eine Meldung lanciert, die Relotius-Journalismus pur ist. Bis auf die Uhrzeitangabe und deren Namen stimmt kaum etwas von dem, was unter der reißerischen Überschrift Dubiose Zeitschrift macht Wahlwerbung in Thüringen steht. „Wie t-online eine Relotius-Meldung produziert und andere Medien aufspringen“ weiterlesen

Warum Böhmermann SPD-Mitglied wird, wie wir die Welt für 2,93 Euro retten, und wieso die Grünen dicke Pullover stricken

Veröffentlicht am

Der satirische Wochenrückblick mit Klaus J. Groth

Greta hält mal den Schnabel, Grönemeyer kotzt sich mal nicht aus, die CDU stochert im galaktischen Nebel AKK, die Selbstfindungsgruppen der SPD brabbeln auf die Couch, was sie immer brabbeln, Horst Seehofer frisst weiter fleißig Kreide, die Grünen lassen an der Fraktionsspitze lieber alles, wie es ist, die Linke verteilt emsig, was ihr nicht gehört. Wie langweilig. So viel Wiederholung der Wiederholung macht den Satiriker sprachlos. Tanzt denn gar keiner aus der Reihe?

„Warum Böhmermann SPD-Mitglied wird, wie wir die Welt für 2,93 Euro retten, und wieso die Grünen dicke Pullover stricken“ weiterlesen

30 Jahre Friedliche Revolution

Veröffentlicht am

Dreizehnter Oktober 1989

Partei- und Staatschef Erich Honecker gibt noch immer nicht auf. Er trifft sich mit den Chefs der „befreundeten“ Blockparteien, um sie als Verbündete für ein gewaltsames Beenden der Demonstrationen zu gewinnen. Nur einer wagt, ihm zu widersprechen. Der Vorsitzende der Liberalen, genannt LDPD, Manfred Gerlach, hatte den Mut, Honecker ins Gesicht zu sagen, was er an diesem Tag in der LDPD-Zeitung Der Morgen veröffentlicht hatte.
Unter Berufung auf den sowjetischen Parteichef Gorbatschow bestritt er, dass eine „Partei im Sozialismus a priori […] die politische Wahrheit für sich hat.“ Deshalb müsse es zum Dialog kommen, in den auch die Bürgerbewegungen einzubeziehen seien.

„30 Jahre Friedliche Revolution“ weiterlesen

Gesellschaft im Endstadium: Die Weltretter-Erzählung

Veröffentlicht am

Von Michael Klein auf sciencefiles

„Die Unfähigkeit zu trauern“ von Alexander Mitscherlich enthält in ihrer 1967er Ausgabe auf den Seiten 60 bis 65 eine Zusammenstellung dessen, was Mitscherlich „kollektive Charaktermerkmale“ der Deutschen nennt. Heute würde man wohl besser von einer politischen Kultur sprechen.

„Gesellschaft im Endstadium: Die Weltretter-Erzählung“ weiterlesen

Auf Kosten Deutschlands will und soll Italien mit Salvinis restriktiver Einwanderungspolitik brechen

Veröffentlicht am

Von Bodo Bost auf PAZ

Nur um Italiens schwankendes Linksbündnis zu retten, hat Bundesinnenminister Horst Seehofer an bestehenden europäischen Gesetzen vorbei in Malta eine immigrationspolitische 180-Grad-Wende bei der Verteilung von Bootsasylsuchern aus Italien vollzogen.

„Auf Kosten Deutschlands will und soll Italien mit Salvinis restriktiver Einwanderungspolitik brechen“ weiterlesen

Pathologische Toleranz

Veröffentlicht am

Von Chaim Noll auf achgut

Am Freitag, dem 4. Oktober versuchte ein Syrer in Berlin, mit gezücktem Messer in eine Synagoge einzudringen. Um keine Zweifel an seiner Absicht zu lassen, rief er sowohl den mittlerweile aus Dutzenden Terror-Attacken bekannten Schlachtruf Allah hu akhbar als auch Fuck Israel – für die deutsche Justiz kein Grund, den Mann in Haft zu nehmen. „Nun ist er auf freiem Fuß, unauffindbar – und gewaltbereit“, schrieb Filipp Piatov in der Bild-Zeitung, der einzigen deutschen Tageszeitung, die noch wagt, den Kern des Problems zu benennen. „Denn was für jeden Bürger mit gesundem Menschenverstand nach einem versuchten antisemitischen Terrorangriff aussieht, ist für Berliner Behörden leider kein Haftgrund.“

„Pathologische Toleranz“ weiterlesen

Georgien – Das Land der Goldschmiede und der sagenhaften Kolchis

Veröffentlicht am
Der Goldbergbau hat in Georgien schon im 4. Jahrhundert vor Christus begonnen. Heute sind im Nationalmuseum in Tiflis die atemberaubenden Zeugnisse georgischer Goldschmiedekunst aus vorchristlicher Zeit zu sehen.