Seibert: „Was gestern in Chemnitz zu sehen war und stellenweise auf Video festgehalten wurde (…), das hat in unserem Rechtsstaat keinen Platz. Solche Zusammenrottungen, Hetzjagden auf Menschen anderen Aussehens und anderer Herkunft, (…) das nehmen wir nicht hin.“
Bundeskanzlerin Merkel: „Wir haben Videoaufnahmen darüber, dass es Hetzjagden gab, Zusammenrottungen (…)“
Danach ging die Nachricht um die ganze Welt und Chemnitz geriet als rechtsradikale Hochburg, in der auf alles Jagd gemacht wird, was ausländisch aussieht, global in Verruf. Von Anfang an wurde in den freien Medien darauf hingewiesen, dass der offenbar einzige „Beweis“ein Video der Antifa ist und dass die „Augenzeugen“ hauptsächlich auf Twitterberichten der Antifa beruhen.
Auf Nachfrage des Focus-Journalisten Alexander Wendt kam heraus, dass es offenbar keinerlei Versuche der Regierung gegeben hat diese Behauptungen aus zweifelhafter Quelle zu verifizieren. Dabei hätte im Kanzleramt auffallen müssen, dass es in den Berichten der Chemnitzer Polizei keine Hinweise auf solche Hetzjagden zu finden war.
