Das jüngste Vorhaben der SPD, für das angeblich schon Unterschriftenlisten in der Bundestagsfraktion oder sogar der ganzen Partei kursieren, ist ein Gesetz, das die Parität von Frauen in den Parlamenten sichern soll.
Dieser Beitrag zur Frauenemanzipation hat nur einen kleinen Haken, den auch die Kritiker dieser Aktion übersehen haben: Die SPD ist die Partei mit dem Slogan: „Transfrauen sind Frauen. Punkt.“
Da sich heutzutage Männer per Sprechakt zur Frau erklären können, stehen ihnen dann die Frauenplätze auf den Wahllisten zu.
Das hat in der Praxis schon funktioniert. Ich erinnere an den bayerischen Landtagsabgeordneten der Grünen, den es in den Bundestag zog. Er erklärte sich zur Frau und wurde prompt auf einem Frauenplatz gewählt.
Das Paritätsgesetz ermöglicht, dass sich Sprechakt-Frauen, also biologische Männer, auf den Frauenplätzen bewerben und gewählt werden.
Schlimmstenfalls könnte das dazu führen, dass Transfrauen den Anteil biologischer Frauen in den Parlamenten sogar verringern, weil kein Wahlgremium es wagt, Sprechakt-Frauen nicht zu wählen, aus Angst, als transphob abgestempelt zu werden.
Ist den SPD-Frauen, die das Paritätsgesetz unterstützen, das wirklich nicht klar?
