Tote nach Impfung in Norwegen: Plötzlich werden konkretere Informationen verbreitet

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Von Gastautor Wolfgang Holzapfel

Dieser Beitrag erschien zuerst im Hohenecker Boten

Berlin/Oslo/Wien, 17.Januar 2021/cw – Mehrere Medien, u.a. FAZ, Berliner Kurier, taz, ORF, berichteten mehr oder weniger ausführlich über zumindest erwähnenswerte Todesfälle nach Corona-Impfungen in Norwegen (soweit als Anmerkung zum Thema „Lügenpresse“). Immerhin waren 23 Menschen kurze Zeit nach einer Verimpfung verstorben.

Allerdings handelte es sich bei den Toten nach den Medienberichten um „bereits erkrankte Personen über 80 Jahre“, deren Tod „ohnehin absehbar gewesen wäre“. Die norwegische Aufsichtsbehörde führte die Todesursache auf die Nebenwirkungen des Impfstoffes zurück. Die Deutsche Presseagentur (DPA) berichtete am selben Tag, dass zehn Personen in Deutschland nach der Impfung mit dem gleichen Impfstoff gestorben seien.

 

Als interessant an diesen Meldungen erscheint weniger der Hinweis auf das fortgeschrittene Alter der Verstorbenen, als die mit den Meldungen verbundenen Interpretationen. So seien bisher 13 dieser Toten untersucht worden, und die Ergebnisse legten nahe, dass sie unter den von Biontech-Pfizer angegebenen Nebeneffekten der Impfung gelitten hätten. Diese Nebeneffekte sollen bei den Verstorbenen zu sehr schwerwiegenden körperlichen Reaktionen geführt haben: „Es gebe Hinweise darauf, dass an und für sich nicht problematische Nebenwirkungen wie Fieber und Übelkeit bei einigen gebrechlichen Patienten zum Tod geführt haben könnten,“ sagte der Chefarzt der norwegischen Arzneimittelbehörde.

Ein Slogan der vielfachen Proteste gegen die amtlich verordneten Maßnahmen, die oft mit Empfehlungen des RKI begründet wurden bzw. werden. Foto: LyrAg-Press

Norwegen: Impfung von über Achtzigjährigen aussetzen

„Für diejenigen mit der schwersten Gebrechlichkeit können selbst relativ milde Nebenwirkungen des Impfstoffs schwerwiegende Folgen haben“, erklärte ergänzend das norwegische Institut für Öffentliche Gesundheit. Und: „Für diejenigen, die ohnehin eine sehr kurze Restlebensdauer haben, kann der Nutzen des Impfstoffs marginal oder irrelevant sein.“

Im Gegensatz zu diesen erstmaligen konkreten Aussagen stehen die bisherigen Veröffentlichungen „amtlicher Angaben“ wie der des Robert-Koch-Institutes in Berlin. Kritiker bemängeln hier zu Recht die Verbreitung von Zahlen ohne diese zum Beispiel in das reale Verhältnis zur Gesamtbevölkerung, in Deutschland rund 83 Millionen, zu setzen. Auch werden beispielsweise keine bzw. äußerst selten Angaben zur Altersstruktur der vorgeblich „an oder mit“ Corona Verstorbenen gemacht. Da mutet die Interpretation aus Norwegen über mögliche „schwerwiegende Folgen – der Impfung – bei gebrechlichen Patienten“ zumindest ehrlicher an. Auch die Konsequenzen aus diesen Erkenntnissen erscheinen folgerichtig: Man wolle die Impfungen von „über Achtzigjährigen“ einstweilen aussetzen.

Unredlichkeit in der Darstellung von Corona-Zahlen

Bisher sind zumindest in Deutschland keine nachvollziehbaren Trennungen zwischen „normalen“ und „Corona-bedingten“ Sterbefällen erfolgt. Die offenbar nur selten erfolgenden Obduktionen von Corona-Toten ergaben bisher in der überwiegenden Mehrzahl keinen Zusammenhang mit der Pandemie, sondern eher eine hinlänglich normale Todesursache (Hamburg). Warum aber werden konkrete und vor allem belastbare Zahlen vermieden? Führen nicht gerade diese Unredlichkeiten in der Darstellung von Corona-Zahlen zu den vielfach kritisierten „Verschwörungstheorien“? Wäre nicht ein offener und ehrlicher Umgang mit den tatsächlichen, das heißt nachweisbaren Fakten die beste Antwort, um diesen „Verleugnungs- und Verschwörungstheorien“ zu begegnen?

So vermerkte die „größte IT-Fachredaktion Europas (heise)“ bereits im März 2020 (!) ein „Durcheinander in der Corona-Melde-Statistik“ Deutschlands. Schon vor einem Jahr war hier von „Konfusion um die RKI-Fallzahlen“ die Rede und von dem nach wie vor den Meldungen vor- oder nachgefügten „Meldeverzug am Wochenende“ (oder Weihnachten, Jahreswechsel oder, oder…), der neben weiteren Faktoren „einen Datenflickenteppich“ verursache.

So macht es eben für die Öffentlichkeit einen Unterschied in der Wahrnehmung, ob 270.000 Corona-Tote in den USA ohne Bezug auf die Gesamtbevölkerung dargestellt werden, in der Tat eine – für sich – ungeheuerliche Zahl. Stellt man diese aber in ein Verhältnis zur Bevölkerungszahl (rund 328 Mio.), so kommt man auf einen Satz, der unter 1 Prozent liegt (0,84%). Ähnlich verhält es sich mit den Zahlen in Deutschland, wo aktuell an die 30.000 Corona-Toten (realer Wert unterstellt) verbreitet werden. Das entspräche den Toten einer mittleren Kreisstadt, entsetzlich. Stellt man diesen Wert in ein Verhältnis zur Gesamtbevölkerung (83 Mio.), so kommt man auf einen prozentualen Anteil von 0,036%. Befürchten die verantwortlichen Politiker einen Aufschrei in der Bevölkerung, wenn diese realen Zahlen transportiert werden, weil sich diese möglicherweise „verar….“ fühlen?

Höchste Zeit, die Kritiker ernst zu nehmen

Es ist höchste Zeit, die als „Verschwörungstheoretiker“ und „Corona-Leugner“ diffamierten Kritiker und deren zweifellos auch vorhandenen „Theorien“, die aber oft erst ihre Begründung in der Vernebelungs-Praxis der Verantwortlichen finden, ernst zu nehmen und den Boden zu entziehen. Zweifellos könnte es ansonsten nicht nur bei den in diesem Jahr anstehenden Wahlen für manchen der sich heute als „Corona-Experten“ ausweisenden Politiker zu einem bösen Erwachen kommen. Nicht nur das. Die Seriosität der Politik insgesamt und das darauf bisher basierende Vertrauen stehen auf dem Spiel.

Das ist womöglich gefährlicher als die behauptete oder tatsächliche Corona-Pandemie. Gefährlicher, weil der bisherige Umgang mit dieser Pandemie und die damit begründeten gravierenden Eingriffe in die bisher für unantastbar gehaltenen Grundrechte die Grundfesten unserer immerhin seit 70 Jahren bestehenden Demokratie erschüttern. Diese Grundrechte gilt es vorrangig zu verteidigen.

 



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