Randale ohne Herz, aber mit Hetze

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Seit Wochen verharmlosen die Medien kriminelle Aktivitäten von extremistischen Umweltschützern im Hambacher Forst. Während eine zehnfach größere Waldfläche anderswo für den Bau von Windkraftanlagen gerodet wird, u. a. Grimms Märchenwald der Gebrüder Grimm in Hessen, greifen die „Waldfreunde“ dort zu immer rabiateren Mitteln.

Polizisten und Mitarbeiter von RWE wurden mit Steinen, Fäkalien und Feuerwerkskörpern attackiert. Dreißig Polizisten wurden verletzt. Da noch kein Luftgewehr zum Einsatz gekommen zu sein scheint, wird die Randale, die schon zur Verhaftung von über 100 Randalierern geführt hat, nicht als staatsgefährdend eingestuft. Tausende friedlicher Demonstranten, die parallel zu den kriminellen Aktivitäten ihre Kundgebungen abhalten, werden nicht als radikal eingestuft. Man ist ja nicht in Chemnitz, sondern im Hambacher Forst.

Kriminelle Aktivitäten gab es im Hambacher Forst schon vor Beginn der Räumung des Waldes. Im Juni berichtete die Polizei von zerstörten Hochsitzen. Im Juni und Juli gab es außerdem Sabotageversuche an der Hambachbahn, die abgebaute Braunkohle in die Kraftwerke liefert. Mit selbst gebastelten Stromgeräten haben militante Rodungsgegner den Betrieb kurzzeitig unterbrochen. Ein anderer Versuch, den Betrieb zu stören, indem Drähte in die Oberleitung geworfen wurden, scheiterte. Anfang September wurde ein 13.000 Euro teurer Kompressor von einer Etage der Baustelle gestürzt, was ihn komplett zerstörte. Außerdem gab es dutzende Graffiti-Schmierereien in Münster und anderswo.

Die kriminellen Aktivitäten reichten bis nach Sachsen. Dort wurde eine Arbeitsmaschine des niederländischen Unternehmens Boels Rental angezündet. In einem Bekennerschreiben wird der Verleiher des Fahrzeugs attackiert, weil er Geräte für die Räumung im Hambacher Forst bereitgestellt habe: “Boels hat den Protest aus der Zivilgesellschaft ignoriert, jetzt lernen sie: Jede Räumung hat ihren Preis, Boels zahlt oben drauf.“

In der Nacht zum 1. Oktober brannte dann eine Lagerhalle in der Hauptniederlassung von Boels Rental. Der Sachschaden ist enorm. Zufällig wurde zehn Minuten später ein weiterer Brand auf dem Gelände einer anderen Firma in der Nähe entdeckt, der beträchtlichen Schaden anrichtete. Das betroffene Unternehmen hat mit der Hambacher Räumung nichts zu tun, was die Brandstifter offensichtlich nicht gestört hat.

Von diesen kriminellen Aktivitäten hört man bundesweit sehr wenig. Wichtiger sind verbale Ausfälligkeiten in geschlossenen Chatrooms, die mit der ganzen Härte des Rechtsstaates verfolgt werden müssen. Dieses zweierlei Maß, das von Politik und Medien an Rechts- und Linksextremismus angelegt hat, droht unserem Rechtsstaat den Rest zu geben.

Wer das nicht hinnehmen will, muss jetzt seine Stimme erheben. Wer schweigt, stimmt zu.



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