Das war der Gipfel!

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Von Gastautor A.M.
Ferda “Wir fordern“ Ataman von den „Neuen deutschen Organisationen“ fordert auf dem Integrationsgipfel, es solle gar keine Integration geben!
“Wir wollen keine Integrationspolitik, sondern eine Gesellschaftspolitik für alle.
Kurz: Integration, nein. Inklusion, ja.
Wir fordern Repräsentation und Zugänge: People of Color und Schwarze Menschen müssen sichtbar werden.”
In der Selbstdarstellung der NDO heißt es übrigens weiter, hier mit Anführungszeichen:
„Hallo 2018 […] Wir haben eine neue Regierung mit ausschließlich “weißen” Menschen am Kabinettstisch“.
Nun denn, “People of Color und Schwarze Menschen” haben also keine Zugänge?

Da sei Frau Widmann-Mauz vor, sie will „die Migrantenorganisationen mit ihrer Expertise einbinden“, denn „auch das ist ein Beitrag zu Partizipation und Teilhabe“ (sic!).
Auch Daniel Thym war schon über diese Idolatrie der Worte gestolpert, emphatisch von „Freiheit, Vielfalt, Diversität“ schwärmend – nicht die schlechteste Empfehlung, will man denn zum Kanzlerinnenflüsterer aufsteigen, Merkel: „Im Anschluss an Prof. Thyms Vortrag über das Grundgesetz und den Zusammenhalt und die Werte gab es dann eine sehr muntere Diskussion“.
Beim Berliner „Beauftragten des Senats für Integration und Migration” fordert man wie zufällig ebenfalls “Repräsentation” der Migranten – im öffentlichen Dienst. Kein Problem, wo doch nur 16 Prozent aller Berliner Schüler aus Migrantenfamilien die Schule ohne Abschluss verlassen. Bei dieser Gruppe liegt die Abbrecherquote mit 16 Prozent doppelt so hoch – soviel Repräsentation muss sein.
Desweiteren müssen auch endlich “nicht in Abschlüssen verbriefte Qualifikationen” zählen, “Vereinsarbeit, familiäre Erfahrung und so” sollen reichen, um IKK (Interkulturelle Kompetenz) nachzuweisen – alles andere wäre doch kleinlich.
Am selben Ort schreibt man “Kultur” auch nur in Anführungszeichen, denn, erläutert man auf Nachfrage, “wir arbeiten ungern mit diesem Begriff”.
Die Inklusion ist im Übrigen auch schon auf gutem Wege, das wird Frau Ataman freuen – hier eine kultursensible Übernahme religiöser Argumentation aus der “Neuköllner Empfehlung zu Ramadan und Schule”:
„Fasten heißt, gottgefälliges Verhalten einzuüben. Wer fastet und gleichzeitig flucht, schlägt, spuckt und andere nicht respektiert, verstößt gegen den Sinn des Fastens.“
Und manche nennen es doch tatsächlich die Islamisierung der Debatte…
Gewohnt scharfsinnig übrigens Frau Merkel über die „Chancen auf Teilhabe“, Stichwort Bewerbungen, „wo unterschiedliche Namen keinen Unterschied machen sollen“.
Dazu Landesmutters Mahnung:
„Wir dürfen nicht diejenigen, die schon sehr lange hier leben, aus dem Blick verlieren“ und „wir müssen diejenigen, die vor Kürzerem zu uns gekommen sind, in den Blick nehmen“.
Ganz offen auch Frau Ataman:
„Es wird verlangt, dass Migranten die deutsche Sprache lernen, obwohl die meisten längst Kommentare in Zeitungen schreiben könnten – könnten, manche tun‘s.“
In Gedanken ergänzte die Vorsitzende von “Neue Deutsche Medienmacher” vielleicht:
“…obwohl die meisten längst an Bildung teilhaben haben könnten – könnten, manche tun‘s”.
Und ein argumentatives Ass auszuspielen, weiß „die Neue Deutsche“ – oder darf man sagen „der Neue Mensch“? – auch:
„Fürs Protokoll: Einwanderer lernen Deutsch, halten sich an die Gesetze und brauchen nicht pauschal Nachhilfeunterricht in Wertekunde. Für Einzelne mag das natürlich gelten. Aber so zu tun, als hinge die Zukunft unseres Landes an diesen Fragen, ist Quatsch.“
Was bleibt, ist … überraschendes Verständnis für Herrn Seehofer.