Muslime in Deutschland (Teil I) / Der Islam gehört seit 1941 zu Deutschland

Veröffentlicht am

Von Gastautor Rainer Michael Wolski, Sarajevo

Am 18.05.2018 brachte der FOCUS diesen Artikel:
Nach Islam-Hetze von AfD-Chefin: Muslima erklärt, wie sie deutschen Wohlstand sichert.
https://www.focus.de/politik/deutschland/burkas-sichern-nicht-unseren-wohlstand-nach-islam- hetze-von-afd-chefin-muslima-erklaert-wie-sie-deutschen-wohlstand-sichert_id_8954106.html

Es geht in diesem Beitrag im FOCUS um den Satz von Frau Dr. Weidel im Bundestag, für den sie einen Ordnungsruf vom Bundestagspräsidenten, Herrn Dr. Schäuble erhielt: 
„Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse werden unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und vor allem den Sozialstaat nicht sichern.“

Es antwortete im FOCUS eine muslimische Unternehmerin an die Adresse von Frau Dr. Weidel: „Wenn sie sich mit der Geschichte Deutschlands auskennen würde, wüsste sie, dass die Muslime Deutschland mit aufgebaut haben“.
Viele Leser kommentierten mit dem Hinweis, dass im Jahr 1961 keine 7000 muslimische Türken in Deutschland lebten – das Anwerbeabkommen war ja erst in Kraft getreten. Da war der Krieg schon 16 Jahre vorbei und die westdeutsche Wirtschaft benötigte Arbeitskräfte – weil sie so gut lief. Diesen Nachkriegsaufbau konnte die muslimische Unternehmerin mit ihrer Bemerkung „ … dass die Muslime Deutschland mit aufgebaut haben“ nicht gemeint haben. Was aber dann?

Geht man in das Jahr 1941 zurück, dann kann man schon einen Beitrag der Muslime ausmachen, der im Zusammenhang mit dem – 1945 gescheiterten – Aufbau Deutschlands als Weltmacht steht. Denn auch 1941 gab es schon muslimische Flüchtlinge, die in Deutschland Schutz suchten, ihn erhielten und dann Deutschland tatkräftig unterstützen, wie z. B. der damalige Großmufti von Jerusalem und Palästina, Mohammed Amin al-Husseini (1895–1974) und seine Entourage. Er hatte 1936 den arabischen Widerstand gegen die Briten und deren Landnahme zu Gunsten jüdischer Siedler im Mandatsgebiet Palästina organisiert und musste deshalb fliehen.
Im Auftrage Hitlers sollte er die Brücke zwischen der arabischen und germanischen Welt schlagen. Mehr dazu finden Sie hier:

https://www.ns-archiv.de/verfolgung/antisemitismus/mufti/in_berlin.php

Der Großmufti von Jerusalem beim Führer, 28.11.1941, Aufzeichnungen des Gesandten Schmidt.

Simon Wiesenthal beschrieb 1948 in seinem Buch „Grossmufti-Grossagent der Achse“ (erschienen im Ried-Verlag Salzburg – Wien) ausführlich, wie der Grossmufti mit den Größen des Reichs, wie Goebbels, Himmler, Eichmann, Admiral Canaris (Chef der Abwehr) verkehrte, KZ besuchte und im Wissen um den Holocaust sowjetische, indische, arabische und Balkan-Muslime für Deutschland rekrutierte und für den Kampf aktivierte. Sein Ziel war es, den Holocaust auch in Palästina durchzuführen. Die Nazis dankten es ihm mit der Gründung des Islam-Zentralinstituts in Berlin, zu dessen feierlichen Eröffnung am 18.12.1942 sogar Goebbels erschien. Unter dem Deckmantel der Islamforschung wurden hier deutsche Agenten für den Einsatz in arabischen Ländern sprachlich und kulturell fit gemacht und studierten die Besonderheiten des Islam.

Amin al-Husseini initiierte die Aufstellung der muslimischen SS-Division Handschar mit 20 000 freiwilligen Bosniaken und gründete die SS-Mullah-Schule in Dresden zur Ausbildung der Feld- Imame (Prediger). Er erhielt ein besonderes Privileg für die Muslime, gab es doch – im Gegensatz zur Wehrmacht – bei der SS keine katholischen und evangelischen Feldgeistlichen.
Husseini wählte die Kandidaten für die Ausbildung zum muslimischen Feldgeistlichen an dieser Schule aus und überzeugte den Reichsführer SS, die Speisenzubereitung der muslimischen Soldaten nach den islamischen Regeln zu veranlassen (kein Schweinefleisch, kein Alkohol).

In diesem kurzen Auszug aus einer Arte-Dokumentation https://www.youtube.com/watch?v=_xT1aHlCXF8 erfahren Sie mehr über den Mufti, den Beitrag der muslimische SS-Division beim Morden auf dem Balkan und seine Aussage zur Seelenverwandtschaft von Islam und Nationalsozialismus.

In einer Rede sagte der Großmufti am 04.10.1944 vor Soldaten der SS-Division Handschar:

„Liebe Kameraden: Die Freundschaft zwischen Muslimen und Deutschen ist viel stärker geworden, weil der Nationalsozialismus in vieler Hinsicht der islamischen Weltanschauung parallel läuft. Die Berührungspunkte sind: Der Monotheismus und die Einheit der Führung, der Islam als ordnende Macht, der Kampf, die Gemeinschaft, die Familie und der Nachwuchs, das Verhältnis zu den Juden, die Verherrlichung der Arbeit und des Schaffens.“

Anmerkung: Die Kennzeichnungspflicht der Juden begann vor über 1200 Jahren im Jahr 807 in islamischen Reichen. Sie mussten gelbe Gürtel tragen, später gelbe Flecken an der Kleidung. Die Nazis übernahmen diese Kennzeichnungspflicht mit dem gelben Judenstern von den Muslimen.

Für die in der SS dienenden Muslime war es der Kampf im Djihad, gegen das „jüdisch- plutokratische und jüdisch-bolschewistische System“. 1945 waren dann auch folgerichtig die verbliebenen Mitglieder der SS-Division Handschar an der „Verteidigung Berlins“ beteiligt. Damit endete am 08. Mai 1945 vorerst der muslimische Beitrag zum Aufbau Deutschlands.

Anmerkung: Das Bundesverfassungsgericht hat in ständiger Rechtsprechung festgestellt, dass das Völkerrechtssubjekt “Deutsches Reich” nicht untergegangen und die Bundesrepublik Deutschland nicht sein Rechtsnachfolger, sondern mit ihm als Völkerrechtssubjekt identisch ist. Darauf verweist die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke zum Potsdamer Abkommen von 1945.

Mit diesem historischen Hintergrundwissen ist es nun an Ihnen, sich eine Meinung zu bilden zur neueren deutschen Islampolitik, die Herr Dr. Schäuble als Ex-Innenminister (der jetzt als Bundestagspräsident Frau Dr. Weidel abmahnte) mit diesem Glaubensbekenntnis von CDU/CSU/SPD schon 2006 – also 61 Jahre nach Kriegsende – verkündete
(Quelle: Bundestagsprotokoll Seite 5148 ff http://dipbt.bundestag.de/doc/btp/16/16054.pdf)

„Der Islam ist Teil Deutschlands und Teil Europas, er ist Teil unserer Gegenwart und er ist Teil unserer Zukunft. Muslime sind in Deutschland willkommen. Sie sollen ihre Talente entfalten und sie sollen unser Land mit weiter voranbringen …“
Er führte weiter aus:

„Nicht nur der Bundesregierung bereitet die hohe Arbeitslosigkeit insbesondere 
der Muslime der zweiten und dritten Generation, häufig als Folge eines zu niedrigen Qualifikationsniveaus, Sorge …

Neben solchen Alltagsproblemen führt der islamistische Terror zu Ängsten und Argwohn in der Bevölkerung. Viele Muslime finden sich zu Unrecht unter einen Generalverdacht gestellt, ausgegrenzt und nicht voll in die deutsche Gesellschaft aufgenommen …

Uns geht es, wie es im Koalitionsvertrag steht, um einen Dialog sui generis mit den Muslimen in Deutschland, die nicht mehr länger eine ausländische Bevölkerungsgruppe 
darstellen, sondern Bestandteil unserer Gesellschaft geworden sind. Das muss den Muslimen und auch dem nicht muslimischen Teil unserer Gesellschaft vermittelt werden. In dieser Ordnung, die von christlicher Ethik geprägt ist – auch das muss gesagt werden, was ich gestern auch getan habe –, muss der Islam seinen Platz finden …
Hier lebende Muslime können sich Zukunftsperspektiven eröffnen, wenn sie verstärkt Bereitschaft zeigen, unsere Sprache zu erlernen, Bildungsabschlüsse zu erwerben und sich an der Entwicklung der Gesellschaft zu beteiligen …

Damit wir die Deutsche Islamkonferenz als Chance für ein neues Miteinander nutzen können, sind die Muslime aufgefordert, sich zu den Grundlagen eines harmonischen 
Miteinanders zu bekennen: der deutschen Rechts- und Werteordnung, der deutschen Sprache, den in Deutschland gültigen sozialen Konventionen. Dieser Weg in unsere Gesellschaft wird durch das Motto dieser Deutschen Islamkonferenz umschrieben: „Muslime in Deutschland – Deutsche Muslime“… “

Weitere Informationen: 
Das Kopftuch-Urteil des EuGH und seine Auswirkungen auf die Integration von 6 Mio. Muslimen in Deutschland: Basiswissen Arbeitgeber, erschienen bei Amazon.de