Egon Schiele und Franz von Assisi

Was macht man an einem kalten und verregneten Tag in Wien? Man geht in eins der vielen Museen. Ich habe mich für die große Ausstellung über Egon Schiele entschieden, die anlässlich seines bevorstehenden 100. Sterbetages von der Albertina gezeigt wird. Bisher war mir der gepriesene „erste Maler der Moderne“ eher fremd, seine Akte hielt ich nicht für eine „Nobilitierung des Erotischen“ sondern für Pornografie. Einer „Ästhetik des Hässlichen“ konnte ich nichts abgewinnen. Ich ging, weil ich im Israel-Museum ein Gemälde von Schiele gesehen hatte, das mich sehr beeindruckt hat. Es war eine großformatige Ansicht von Kumrau, der Geburtsstadt seiner Mutter, das ganz anders war, als alles, was ich bisher von Schiele gesehen hatte. Ich bin sehr froh über meine Entscheidung. Die Ausstellung hat mir eine ganz neue Sicht auf dem Maler und seine große Kunst eröffnet. „Egon Schiele und Franz von Assisi“ weiterlesen

Mehmet liest mit Sinn aber ohne Kirche

In Wien gab es eine heftige Diskussion um ein Schulbuch für Volksschüler. „Lesen mit Sinn“ (Heft 1)  heißt das Buch. Verfasserinnen sind Armgard Beran und Sabine Castner. Der Grund für die Aufregung? In dem Buch gibt es eine Übung, bei der ein fiktiver „Mehmet“ seinen Weg zur Schule finden muss. Ein Bild illustriert diesen Weg, auf dem Mehmet diverse typische Gebäude einer Stadt passiert, ein Kino, eine Bank usw. Eine Kirche ist nicht dabei, dafür aber eine Moschee. „Mehmet liest mit Sinn aber ohne Kirche“ weiterlesen