Richtigstellung

Der stern kritisierte meine Äußerungen in der  Sendung von Sandra Maischberger am 30.11.2016. Er zitiert mich wie folgt:

„Nichts, aber auch wirklich nichts, was er dort in diesem größeren Stück über Sachsen, das angeblich braune Sachsen, geschrieben hat, stimmt…da war alles falsch.“

Das ist offenbar missverständlich. Deshalb möchte ich klarstellen, dass ich damit die Tendenz dieses Artikels meinte, die ich als falsch empfinde. Ich wollte damit nicht sagen, dass alle im Artikel aufgeführten Tatsachen falsch sind.

 

In Weiteren habe ich Beispiele von Falschdarstellungen von Ereignissen in der Berichterstattung aufgeführt, die ich nicht mehr auf den stern bezogen hatte. Wenn ich dennoch durch falsche Wortwahl diesen Eindruck erweckt haben sollte, möchte ich mich ausdrücklich dafür entschuldigen. Das beziehe ich auch auf den Satz: „Herr Wüllenweber im stern stellt das wieder ganz verzerrt dar“.

Ganz besonders trifft das auf das Beispiel Sebnitz zu, das ich natürlich nicht dem stern zugeordnet wissen wollte, sondern angeführt habe, um daran zu erinnern, dass es schon vor Jahren einen krassen Fall der falschen Verdächtigung von etwa 1000 Schwimmbadbesuchern und damit einer ganzen Stadt gegeben hat. Frau Maischberger hat eingeworfen, dass die erste Berichterstattung von „Bild“ ausging, was ich nach meinem Gedächtnis auch noch einmal bestätigt habe.

Mir ging es in der Aufzählung von Beispielen um ein Muster, das sich in der Medienberichterstattung leider seit Sebnitz wiederholt. In allen von mir aufgezählten Fällen hat sich die anfängliche Berichterstattung als unrichtig erwiesen. Es war weder Pegida, noch waren es Rechtsradikale, die für den Tod des Asylbewerbers in Dresden  oder des kleinen Joseph verantwortlich waren. Es gibt auch keine Augenzeugen dafür, dass in Schmölln Einwohner den Jungen zum Todesprung ermuntert haben sollen. Die anfängliche Berichterstattung erfolgte auf Grund der Äußerung einer Frau, die so etwas von Dritten gehört haben wollte.

In der Zusammenschau ergibt sich so ein Bild von Sachsen und den Neuen Ländern, das ich als falsch und zutiefst verletzend empfinde. Leider könnte man die Aufzählung solcher Beispiele fortsetzen. Diese von mir kritisierte Berichterstattung spaltet das Land, ist verletzend und vermittelt ein Bild von Sachsen und den Neuen Ländern, das nichts mit der Realität zu tun hat.

Was den stern betrifft, habe ich in meinem Text, den ich nach der Sendung veröffentlicht habe, auf die Analyse von Alexander Wendt verwiesen. Ich stimme mit dieser Analyse voll überein, eine darüber hinaus gehende Kritik lag nicht in meiner Absicht.

Nachtrag zur Maischberger-Sendung „Kann man Journalisten noch trauen?“ – Links

Talkshows haben ihre eigene Dynamik. Man kommt in der Regel kaum dazu, alles zu sagen, was man sich vorgenommen hat. Auch ist es kaum möglich, Quellen so anzugeben, dass sie für den Zuschauer nachzuvollziehen sind.

Gestern Abend fiel mir in der Hektik des Gefechts nicht ein, wo ich gelesen hatte, unter welchen Umständen die Veröffentlichung des Gesetzentwurfs über das Verbot von Kinderehen aus dem Hause Maas erfolgt ist. Ich habe mich deshalb korrigiert und eine neutrale Formulierung gewählt. Bei dieser Formulierung bleibe ich. Einer meiner engagierten Leser hat die Quelle noch während der Sendung an die Redaktion Maischberger geschickt. Es stand in „Bild“:

„Diese 180-Grad-Wende ist einzigartig: Noch am Freitagmittag berichtete „Der Spiegel“ unter dem Titel „Justizminister Maas will schärfere Regeln für Kinderehen“ über den jüngsten Gesetzentwurf von Heiko Maas. Offenbar hatte sein Ministerium dem „Spiegel“ einen Entwurf mit Bitte um freundlichen Tenor zur Verfügung gestellt.“

 

Wer nachlesen möchte, was alles falsch an dem Bericht im „Stern“ über Sachsen ist, kann das hier tun. „Nachtrag zur Maischberger-Sendung „Kann man Journalisten noch trauen?“ – Links“ weiterlesen

Ein Diktator ist tot – und wird vom Westen zum Helden Kubas erklärt

Kein  kommunistischer Umsturz ist mehr romantisiert worden, als die Machtergreifung der Castro-Rebellen auf Kuba. Die bärtigen Freiheitskämpfer beflügelten die Fantasie der rebellischen Jugend des Westens. Besonders Fidel Castros Mitkämpfer Che Guevara wurde zur Legende, der keine historische Wahrheit mehr etwas anhaben kann. Sein Tod in Bolivien machte ihn unsterblich und verdeckte alle Verbrechen, die Guevara begangen hatte. Selbst der kritische DDR-Liedermacher Wolf Biermann sah Guevara als „Jesus Christus mit der Knarre“.

Ähnlich weit entfernt von der Wirklichkeit ist das Kuba-Bild von heute. „Ein Diktator ist tot – und wird vom Westen zum Helden Kubas erklärt“ weiterlesen

Ein armes Licht namens Katrin

Die Ignoranz und Arroganz unserer politisch-medialen Elite ist kaum noch zu toppen. Als wüsste man das nicht schon längst, bemühen sich staatskonforme Medien immer wieder, uns das täglich neu zu erhellen.

Ein Stück Qualitätsjournalismus vom Feinsten lieferte der „Stern“ diese Woche, indem er zum x-ten mal Katrin Göring Eckardt zu Wort kommen ließ.

KGE, wie sie in der grünen Blase genannt wird, ist die Frau, die uns mit solch klugen Bemerkungen auffiel, dass uns „Menschen geschenkt“ würden und wir auch Zuwanderer brauchten, die sich „in unserem Sozialsystem wohl und sicher fühlen“. Sie hat sich mit ihren neuesten Lichtblitzen selbst übertroffen. „Ein armes Licht namens Katrin“ weiterlesen

Fingerübungen in Sachen Zensur

Vier Tage nach der Verkündung ihrer Kanzlerkandidatur hat Kanzlerin Merkel im Bundestag ihre erste Rede gehalten. Die „Tagesschau“ resümierte das Ereignis mit der Feststellung, die Kandidatin hätte noch nicht auf „Angriffsmodus“ geschaltet. Was sollte Merkel auch angreifen? Sie macht seit Jahren Rot-Grüne Politik und muss dafür sorgen, dass die CDU-Wähler das nicht merken.

Eine alarmierende Passage in ihrer Rede war ihre Hinwendung zu den Gefahren der Digitalisierung. Ein Vierteljahrhundert nach dem Fall der Mauer würden Gewissheiten durch die Digitalisierung und die Globalisierung in Frage gestellt, behauptete sie. Durch die Digitalisierung kursierten Meinungen und Berichte, die viel weniger durch journalistische Sorgfaltspflicht entstünden und kontrolliert würden als früher. Mitunter gebe es gefälschte Nachrichten und durch Meinungsroboter selbst generierende Meinungsverstärker. „Fingerübungen in Sachen Zensur“ weiterlesen

Nachricht von der GIZ und meine Antwort

Sehr geehrte Frau Lengsfeld,

in Ihrem Blogeintrag vom 18. November stellen Sie unter anderem die Frage nach der Zusammenarbeit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und der Clinton Foundation.

Sehr gern geben wir Ihnen hierzu Auskunft und freuen uns, wenn Sie diese Informationen auch in Ihrem Blog teilen:

Die GIZ hat der Clinton Foundation keine Mittel oder Spenden zur Verfügung gestellt, mit denen der US-Wahlkampf von Hillary Clinton finanziert wurde. Vielmehr hat die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit der Clinton Development Initiative (CDI) ein Projekt in Malawi umgesetzt, das die Gesundheit von 500.000 Menschen verbessert hat.

Die Kooperation hat 2013 begonnen und lief bis Ende Mai 2016. Der deutsche Beitrag zum Projekt beträgt 2,4 Millionen Euro. Es handelt sich um einen zweckgebundenen Beitrag, der über die GIZ abgewickelt wird. Die CDI ist für die Umsetzung des Projekts zuständig und hat diese Mittel beispielsweise dafür eingesetzt, Gesundheitszentren zu bauen und auszustatten sowie Gesundheitsfachkräfte zu schulen. Sie ist gegenüber der GIZ zur Rechenschaft über die korrekte Verwendung der Mittel verpflichtet.

Die Zusammenarbeit mit der Clinton Development Initiative in Malawi erfolgte in Kooperation mit dem malawischen Gesundheitsministerium. Mit dem gemeinsamen Projekt haben rund eine halbe Million Menschen im ländlichen Malawi Zugang zu essenziellen Gesundheits-, HIV/AIDS- und Ernährungsdiensten erhalten.

Diese Informationen finden Sie auch auf unserer Internetseite unter https://www.giz.de/de/mediathek/41608.html

Mit freundlichen Grüßen

Julia Jakob
Unternehmenskommunikation/Corporate Communications

 

Meine Antwort:

Liebe Frau Jacob,

danke für diese Auskünfte.

Hat die Clinton-Stiftung diese Rechenschaft abgelegt und ist sie einsehbar?
Hat das GIZ vor, weiter mit der Clinton-Stiftung zusammenzuarbeiten, ungeachtet der fundierten Vorwürfe, die in den letzten Wochen nicht nur in der amerikanischen Presse, sondern auch in Haiti, gegen die Stiftung erhoben wurden?

Warum unterstützt die GIZ überhaupt Stiftungen ehemaliger ausländischer Staatsoberhäupter, wo es doch ihre erklärte Aufgabe ist, die Entwicklungshilfepolitik der Bundesregierung zu unterstützen? Gibt es ähnliche Beispiele der Zusammenarbeit mit mit anderen ausländischen Stiftungen? Warum konnte die GIZ Malawi nicht direkt unterstützen?

Mit besten Grüßen!

Vera Lengsfeld

Nachtrag:

 

Liebe Frau Jacob,

ich habe eine Zusatzfrage: Wie kommen Sie auf eine halbe Million Menschen, wenn die Clinton-Stiftung 150 000 angibt?

Mit freundlichen Grüßen!

Vera Lengsfeld

Wannseekonferenz – Der Weg zur Endlösung

Es gibt wenig idyllischere und gleichzeitig repräsentativere Orte in Berlin, als das berühmt-berüchtigte Haus am Wannsee. Die luxuriöse Villa, einst gebaut, um den Reichtum und die Kultiviertheit eines Berliner Unternehmers zu demonstrieren, ist darauf angelegt, Besucher zu beeindrucken. Man kann sich ihr nicht direkt nähern, sondern muss ein Rondell umrunden, das Einblicke in die exquisite Gartenanlage eröffnet. Betritt man das Gebäude, hat man im Empfangsraum über eine dreistufige Terrasse hinweg einen wunderbaren Blick über den Wannsee.

Hierher kamen am 20.Januar 1942, inzwischen war das Gebäude ein Gästehaus der SS, fünfzehn Männer, um auf Einladung des Chefs des Reichsicherheitshauptamtes Reinhard Heydrich, eine der folgenschwersten Besprechungen der Menschheitsgeschichte abzuhalten.

Peter Longerich, der langjährige wissenschaftliche Mentor der Gedenkstätte, die sich heute im Haus am Wannsee befindet, hat zu diesem Ereignis ein Buch vorgelegt: „Wannseekonferenz – Der Weg zur Endlösung“. „Wannseekonferenz – Der Weg zur Endlösung“ weiterlesen

Was will Kanzlerin Merkel dem Land geben?

Ist schon alles zu Merkels neuer Kanzlerkandidatur gesagt, nur noch nicht von allen? Keineswegs. Die wichtigste aller unbeantworteten Fragen ist, was die alte und vermutlich neue Kanzlerin dem Land zu geben gedenkt.

Wenn man in ihren gestrigen Verlautbarungen sucht, wird man im Interview mit Anne Will fündig. Neben all den Wortbausteinen wie „meine Partei“, „soziale Marktwirtschaft“, „unsere Werte“, die sie bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit wiederholte, um den Eindruck zu erwecken, sie stünde fest in der Programmatik der vormerkelschen CDU, entschlüpften ihrem Wortschwall Hinweise, wo sie gedanklich wirklich steht.

Sie benutzte für die Deutschen die Formulierung: „diejenigen, die schon länger hier leben“ und stellte sie jenen gegenüber, die „die neu dazugekommen sind“. „Was will Kanzlerin Merkel dem Land geben?“ weiterlesen

Mussten deutsche Steuerzahler Hillarys Wahlkampf finanzieren?

Anlässlich seines Abschiedbesuches bei der Kanzlerin fand Barack Obama lobende Worte für Merkel. Prompt wurden die einen ganzen Tag lang von den Medien landauf, landab verbreitet, bis man die Nachricht am Abend nicht mehr hören konnte.

Angela Merkel stehe für hohe Glaubwürdigkeit und sei bereit, für ihre Werte zu kämpfen, hämmerte uns der scheidende amerikanische Präsident ein. Die Deutschen sollten ihre Regierungschefin wertschätzen.

Ob die Werbung des schlechtesten Präsidenten der USA seit Jimmy Carter der schlechtesten Kanzlerin seit Gründung der BRD helfen wird, bleibt abzuwarten. „Mussten deutsche Steuerzahler Hillarys Wahlkampf finanzieren?“ weiterlesen