Das Schicksalsjahr 1976

Die Thüringer Landesvertretung in Berlin war immer eine gute Adresse für interessante Veranstaltungen. Das ist auch unter der neuen Regierung so geblieben.

Am vergangenen Mittwoch wurde ein besonderes Highlight präsentiert. Auf Einladung des Staatssekretärs Malte Krückels stellte der Autor Karsten Krampitz sein neues Buch „1976 – Die DDR in der Krise“ vor. Zur Überraschung des Gastgebers war der Saal bis auf den letzen Platz gefüllt.

Was soll ein neues Buch über die DDR? Ist da nicht schon alles erforscht? Die Publikationen über den untergegangenen Staat füllen schließlich ganze Bibliotheken. Allein über die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann stünden mehr als ein Dutzend Bände in seinem Regal, eröffnete der Moderator Salli Sallmann das Gespräch mit dem Autor. Im Gegenteil, konterte Krampitz, jede Generation hätte das Recht, ihren eigenen Blick auf die Geschichte zu entwickeln. „Das Schicksalsjahr 1976“ weiterlesen

Erneuerter Gedenkort für einen Massenmörder?

Völkerverständigung ist eine gute Sache, aber man sollte dabei niemals vergessen, mit wem man verhandelt und mit welchen Regimen man es zu tun hat. In einem aktuellen Fall in Sachsen könnte dies leider im Falle des neuen Botschafter Vietnams Doan Xuan Hung und der deutsch-vietnamesischen Zusammenarbeit passiert sein. Denn offenbar wird ernsthaft erwogen einen DDR-Erinnerungsort mit staatsvietnamesischer Hilfe geschichtspolitisch einseitig neu aufzubauen. Neben der Erinnerung an die Ausbildung von vietnamesischen Kindern in der DDR würde hier, wenn es denn so umgesetzt werden würde, offenbar ein völlig unkritisches Bild eines Massenmörders demokratisch geadelt. „Erneuerter Gedenkort für einen Massenmörder?“ weiterlesen

Ein vergessenes Verbrechen

Im Mai 1944 begann auf Befehl Stalins die gewaltsame Umsiedlung der Krimtataren. Offiziell wurden 189 000 Menschen aus ihren angestammten Wohnsitzen vertrieben. Mit den wenigen Habseligkeiten, die sie innerhalb von zwanzig Minuten, die das Räumkommando ihnen ließ, packen konnten, wurden sie in Züge verladen und oft sogar ohne Trinkwasser tagelang zu ihren neuen „Siedlungsgebieten“ gefahren. Ungezählte Menschen verdursteten bereits während der Fahrt. Andere starben am Ankunftsort, wo sie nichts als nackte Erde erwartete und sie sich mit bloßen Händen gegrabenen Erdgruben als Unterkunft behelfen mussten. Geschätzte 45% der Krimtataren kamen in den ersten Monaten der Deportation ums Leben. „Ein vergessenes Verbrechen“ weiterlesen

Politische Korrektheit tötet

Kürzlich wurde mir von einem Freund ein Interview des Sängers Jesse Hughes der Band „Eagles of Death Metal“ zugeschickt. Hughes, der auf der Bühne stand, als bei dem Überfall auf das Bataclan 89 seiner Fans ermordet wurden, spricht in diesem Interview Klartext. Was er zu sagen hat, verdient weite Verbereitung.

Hughes beginnt damit, dass die Qualitätsmedien seine Einlassungen nach dem Attentat nur verzerrt wiedergegeben haben, teilweise so verdreht, dass die Leser den Eindruck gewinnen mussten, dass Hughes das Gegenteil dessen geäußert hätte, was er wirklich gesagt hat.

Seine Darstellung, wie sich der Überfall abgespielt hat, passt nicht ins politisch korrekte Schema. „Politische Korrektheit tötet“ weiterlesen

Tod einer Reuelosen

Sie war die eiserne Lady der DDR. Die Frau mit der eleganten Figur und den lila Haaren war keine Modepuppe, für die man sie hätte halten können, sondern eine knallharte Ideologin. Wäre ihre Amtszeit nicht in die schon etwas mildere DDR- Zeit gefallen, Frau Honecker wäre , hätte sie als geistige Schwester der berüchtigten Richterin Hilde Benjamin gelten können. Keine Gnade für den Klassenfeind und seine Handlanger! Diesem Grundsatz ist sie bis zu ihrem Ende treu geblieben. Ihr Haar wurde weiß, die Gesichtszüge härterer, von Altersmilde keine Spur. Dass man über diese Tote so wenig Gutes sagen kann, hat sie selbst verschuldet. Noch 2011 hat sie in einem Interview die Mauertoten verhöhnt. Sie hätten es sich ihren Tod selbst zuzuschreiben, da sie gewusst haben, dass geschossen werden würde. „Tod einer Reuelosen“ weiterlesen

Die Antifa marschiert für Berufsverbote

Die Antifa beschränkt sich längst nicht mehr darauf, den verhassten Rechtsstaat zu bekämpfen, indem sie Polizisten angreift, Autos anzündet, Geschäfte demoliert, Bahnanlagen zerstört und Parteibürofenster beschmiert. Immer öfter werden Personen, die in den Augen der feigen Fighter gegen „Rechts“ der falschen Partei angehören, in ihrer privaten und beruflichen Sphäre bedroht.

Jüngstes Beispiel ist ein Weißenseer Zahnarzt, der Mitglied der AfD ist und am Parteitag teilgenommen hat.

Die AfD ist die Partei, von der kein Geringerer als unser oberster Verfassungsschützer Hans- Georg- Maaßen gesagt hat, es gäbe keinen Grund, sie vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Zuvor hatte unser Justizminister Maas indirekt dazu aufgefordert. „Die Antifa marschiert für Berufsverbote“ weiterlesen

Die Facebook- Festung

Am Tag des Terroranschlags von Brüssel am 22. März ging wegen eines kritischen Posts über Kanzlerin Merkel mitten in einer von den Qualitätsmedien entfachten Kampagne meine persönliche Facebookseite vom Netz. Der beanstandete Post, in dem Merkels Politik in Verbindung mit dem Terroranschlag in Brüssel gebracht wurde, war zu diesem Zeitpunkt schon seit Stunden gelöscht. Keine fünf Minuten alt war meine Stellungnahme, mit der ich auf die Medienkampagne reagiert habe.

Politiker sind keine schützenswerte Minderheit, die man nicht kritisieren darf. Auch wenn man den Post sarkastisch oder geschmacklos finden konnte, war das kein Grund für eine Sperrung. „Die Facebook- Festung“ weiterlesen

Berlin 1936 im Berliner Ensemble

Der Siedler- Verlag hat sich die Präsentation des neuen Buches seines Erfolgsautors Oliver Hilmes einiges kosten lassen. Er mietete die Probebühne des Berliner Ensembles, verpflichtete den frisch als Schauspieler des Jahres gekürten Samuel Finzi und gewann Luzia Braun als Gesprächspartnerin des Autors.

Diese hochkarätige Besetzung verfehlte ihre Wirkung nicht. Jeder Platz war belegt. Es war nicht das normale Theaterpublikum, sondern die Kulturschickeria, die sich eingefunden hatte. „Berlin 1936 im Berliner Ensemble“ weiterlesen

Task Force von Justizminister Mass arbeitet ohne gesetzliche Grundlage

Dies ist keine verleumderische Behauptung von Gegnern der von Justizminister Maas ins Leben gerufenen Internet- Zensorentruppe, sondern das überraschende Eingeständnis des Justizministeriums, das von einem hartnäckigen Informatiker, Hadmut Danish, dazu gebracht wurde, seine Fragen zu beantworten.

Die Antworten wurden unwillig, ausweichend und oft missverständlich gegeben, was sie dennoch enthüllen, ist entlarvend.

Bei der Task Force handelt es sich um ein völlig undurchsichtiges Unternehmen, bei dem weder die Rechtgrundlage, noch die Verantwortlichkeiten klar sind. Von den Entscheidungen dieser Internetwächter Betroffene haben keine rechtliche Möglichkeit, sich zu wehren. „Task Force von Justizminister Mass arbeitet ohne gesetzliche Grundlage“ weiterlesen

Sieg für IM „Victoria“?

Victoria, mit Klarnamen Anetta Kahane, ist Vorstandsvorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, die jetzt angekündigt hat, mit juristischen Mitteln gegen eine „rechtsextreme Bedrohungskampagne“… „in die Offensive“ zu gehen.

Schaut man sich die Presserklärung der Stiftung an, will sie aktiv werden, weil erstmals gegen sie Methoden zum Einsatz kamen, deren sich einige Kooperationspartner der Stiftung seit Jahren bedienen. Da werden tägliche Hetze im Internet und Hassmails beklagt, die in ganz ähnlicher Form von linksextremistischen Gruppen seit Jahren gegen Andersdenkende praktiziert werden. Die Hassartikel, die auf linksextremistischen Plattformen wie Indymedia regelmäßig publiziert werden, darunter indirekte Mordaufrufe, werden von der Stiftung ignoriert. Jüngst erschien auf Indymedia folgender Wunsch: „Wenn wir diese 2000 Menschen beseitigt haben, (gemeint sind die Parteitagsteilnehmer der AfD)dann können wir endlich in Frieden leben.“ Protest seitens der Stiftung? Fehlanzeige. „Sieg für IM „Victoria“?“ weiterlesen