Staaten-Ranking: Springers WELT will den Elefanten im Raum nicht sehen

Deutschland ist im Staaten-Ranking um drei Plätze auf Rang 4 abgerutscht, nachdem es im letzten Jahr noch auf Rang 1 stand. „Einladendes Geschäftsumfeld“, „Bürgerrechte“ und „Lebensqualität“ heißen die Bereiche, in denen sich das Land verschlechtert hat. Dass dies in erster Linie auf Merkels Flüchtlingspolitik und ihre Folgen zurückzuführen ist, liegt nahe. Die Studienmacher selbst weisen darauf hin. Aber die Springerzeitung Welt schafft es, in ihrer Meldung über das Ranking den Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise komplett auszublenden. „Staaten-Ranking: Springers WELT will den Elefanten im Raum nicht sehen“ weiterlesen

Warum ich beim jungen Marx einschlief

Mit großem Aufwand wird der Film „Der junge Marx“ des Regisseurs Raoul Peck in die Kinos gedrückt. Überall Großplakate mit dem fotogenen August Diehl als Marx. Die Wirkung hält sich in Grenzen, jedenfalls wenn ich von meinem Kinobesuch auf eine Tendenz schließen darf. Außer mir und meiner Freundin saß nur noch ein einsamer Mann im Saal.

Der mit großem materiellen Aufwand gedrehte und reichlich geförderte Film bietet schönes Kostümkino, ein modernes Märchen. Marx sieht gut aus, seine Frau noch besser, schön ist die Geliebte von Engels, der selbst auch ansehnlich ist. Beeindruckend die Wohnungseinrichtung vom Pariser Domizil der Familie Marx, das Sexleben im Marxschen Ehebett beneidenswert. Interessant anzusehen sind die Charakterköpfe der sorgfältig ausgewählten Komparsen und Statisten. Mehr Lobendes weiß ich nicht zu sagen. „Warum ich beim jungen Marx einschlief“ weiterlesen

Der Fall Wendt ist in Wahrheit eine Causa GdP

Der Fall des Polizeigewerkschafters Rainer Wendt geht gerade kampagnenartig durch alle Mainstreammedien. Wendt ist eine Hassfigur der linksliberalen Eliten, weil er zu vielen brisanten Themen kein Blatt vor den Mund nimmt. Jetzt wird ihm vorgeworfen, ein Beamtenteilgehalt als Hauptkommissar bezogen zu haben, obwohl er Vollzeit als Gewerkschafter gearbeitet und auch eine Aufwandsentschädigung von der Gewerkschaft bezogen hat. Die Aufregung schlägt hohe Wellen, besonders bei jenen, die sich immer schon an der Law-and-Order-Rhetorik Wendts gestoßen haben.

Doch die moralische Entrüstung über Wendt ist vorschnell. Sein Fall hat eine interessante Dimension, über die Spiegel-Chefreporter Jörg Diehl in einem weitgehend sachlichen Beitrag aufklärt: „Der Fall Wendt ist in Wahrheit eine Causa GdP“ weiterlesen

Quod licet AKP non licet AfD

In Köln rufen Karnevalisten und der Stadtrat in einem gemeinsamen Appell der SPD, der CDU, den Grünen, der Linken, der FDP, der Piraten, der Ratsgruppe „Die Guten“ sowie der Freien Wähler die Bürger zum Protest gegen den geplanten AfD-Parteitag auf. So entschlossen geht man aber nicht gegen jede reaktionäre und rechtspopulistische Partei vor, die in Köln Veranstaltungen organisiert.  Gegen den Auftritt des AKP-Wirtschaftsministers Nihat Zeybekci hat die etablierte Stadtgesellschaft keinen Proteststurm organisiert. „Quod licet AKP non licet AfD“ weiterlesen

Reisewarnung? Nein, nur erhöhte Terrorgefahr!

Es gibt keine Reisewarnung für Schweden, twitterte das Auswärtige Amt am 6. März um 12.29 und warf der AfD vor, Fake News zu verbreiten, weil die von einer offiziellen Reisewarnung für Schweden gesprochen hatte. Das AA weist seit einem Jahr auf eine erhöhte Terrorgefahr im Pippi Langstrumpf-Land hin.

Solche Hinweise auf der Homepage des AA unter „Länderinformationen“ sind also keine Warnungen: „Reisewarnung? Nein, nur erhöhte Terrorgefahr!“ weiterlesen

Was uns die Verantwortungslosigkeit der Regierung kostet

Dank Robin Alexander wissen wir nun etwas besser Bescheid, wie und warum die Regierung Merkel Deutschland und Europa in das Flüchtlingschaos geführt hat. Eine Woche nach Merkels Spontanöffnung der Grenze für die Asylbewerber vom Budapester Bahnhof fielen die entscheidenden Nicht-Entscheidungen der Regierung. In den Hauptrollen: Innenminister de Maizière und Kanzlerin Merkel. „Was uns die Verantwortungslosigkeit der Regierung kostet“ weiterlesen

Deutschlands Balken im eigenen Auge

Die Inhaftierung des früheren taz- und heutigen Welt-Journalisten Deniz Yücel in der Türkei hat einen wahren Sturm entfacht. Medien und Politiker überbieten sich im Bekenntnis zur Meinungs- und Pressefreiheit – in der Türkei.

An der Spitze Kanzlerin Merkel, die in ihrer Aschermittwochrede Respekt vor der Meinung des Anderen einforderte und die behauptete, „wir“ seien stolz darauf, dass wir streiten könnten.

Für die Medien nenne ich stellvertretend einen Kommentar von Georg Restle vom WDR in den Tagesthemen vom 2. März. Nach der Anrede: „Liebe Türken in Deutschland“ (sic!) verurteilte Restle die Abschaffung der Pressefreiheit und die Verfolgung von Andersdenkenden in der Türkei. Er kenne viele Türken und Kurden, in Deutschland und in der Türkei, die sich nicht mehr trauten, offen auszusprechen, was sie dächten. In der Türkei könne man den Job verlieren, wenn man sich frei äußerte. „Deutschlands Balken im eigenen Auge“ weiterlesen

Reisender, kommst Du nach Schweden…

Hierzulande erfuhr man kürzlich ausführlich, wie lächerlich sich Donald Trump wieder einmal gemacht hätte, als er vor den aktuellen Zuständen in Schweden warnte. Bei einer Rede in Florida im Februar hatte Trump seine restriktive Einwanderungspolitik verteidigt und dabei einen Zusammenhang zwischen Einwanderung und Terror hergestellt.  „Schweden – sie haben ganz viele reingelassen, nun haben sie Probleme, wie sie es nie für möglich gehalten hätten.“

Umgehend dementierte die Schwedische Regierung, solche Probleme zu haben, dabei brannte längst die Hütte. Nur im Erdgeschoß, in den oberen Etagen, speziell ganz oben, wo die Regierung sich aufhält, ist noch kein Brandgeruch zu spüren. Das könnte sich ganz schnell ändern. Eine Englische Reporterin, die sich selbst überzeugen wollte, was in Schweden los ist, fasste ihre Erlebnisse so zusammen: „Reisender, kommst Du nach Schweden…“ weiterlesen

Sudan radiert christliches Erbe aus

Die Republik Sudan ist eines der sieben Länder, die von Donald Trumps sogenanntem „Muslim Ban“ betroffen wären. Auch in der jetzt geplanten Neuauflage des Bans ist Sudan weiter mit dabei. Trumps Ban hat eine globale Welle der Empörung ausgelöst. Die Zustände im Sudan lösen dagegen keine große Empörung aus. Dabei wäre jetzt gerade ein guter Zeitpunkt, einmal genauer hinzuschauen. „Sudan radiert christliches Erbe aus“ weiterlesen

Straßennamen mit Beipackzettel

Politisch korrektes Umbenennen ist total in. Zuletzt hat es die Greifswalder Universität getroffen, die sich nicht mehr nach Ernst Moritz Arndt benennen will. Auch in Wien, Osnabrück und Gießen wird umbenannt, um nur einige Beispiele herauszugreifen. Und natürlich in Berlin, wo exzessive Straßenumbenennungen ja eine gewisse Tradition haben. „Straßennamen mit Beipackzettel“ weiterlesen