Von Gastautor Bernd Muckenschnabel
Sollen wir künftig im Land bleiben und auf die Erfahrungen der weiten Welt verzichten? Auf diesen Gedanken kann man kommen, wenn man, wie ich am 26. August bei MDR Kultur ein Mittagsmagazin hört, in dem aktiv dafür geworben wird, künftig in Deutschland Urlaub zu machen. Gefragt wurden Hörer, die von ihren Erfahrungen mit dem Inlandurlaub berichten sollten. so weit ich gehört habe, gab es nur begeisterte Stimmen, die nicht nur die schönen deutschen Landschaften lobten, sondern sich auch begeistert von den Abstandsregeln am Ostseestrand und den Mundschutzzwang äußerten. In Australien muss man bereits einen Antrag auf Ausreise stellen und den gut begründen. so weit sind wir in Deutschland noch nicht, wahrscheinlich weil sich noch zu viele Menschen an die Reiserestriktionen der zweiten deutschen Diktatur erinnern. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Unser Leser Bernd Muckenschnabel geht in seinem Beitrag der Frage nach, ob der Tourismus vernichtet werden und durch Reiseprivilegien der Besserverdienenden ersetzt werden soll. Weltweit sollen 120 Millionen Arbeitsplätze in der Tourismus-Branche gefährdet. Das trifft vor allem die Armen Staaten. Die sozialen Folgen sind absehbar katastrophal. Steuern die Politiker auf ein Weltchaos zu?