Von Gastautor Parviz Amoghli
Nach dem jüngsten islamistischen Anschlag in Wien ist die Bestürzung innerhalb der veröffentlichten Meinung mal wieder groß. In den Amts- und Redaktionsstuben der Republik wird die alte, abgegriffene Rhetorik hervorgekramt, die entweder von dem unbedingten Willen schwafelt, sich nicht vom Terror die Lebensweise vorschreiben zu lassen, oder davon, nun erst recht zusammenzustehen. Um das Gesagte zu unterstreichen, setzen die Sprecher ihre entschlossensten Mienen auf und scheuen nicht vor markigen Sätzen zurück, wobei stets eine Kriegserklärung an den Terror den Höhepunkt bildet. Inzwischen hat die Routine auch das Entsetzen erreicht, die posttraumatischen Verlautbarungen der jeweiligen Sicherheitsbehörden ähneln Sprachleitfäden, bei denen lediglich der Name der betroffenen Stadt ausgetauscht wird. „Postheroismus in Zeiten des Terrors“ weiterlesen