Von Gastautorin Annette Heinisch
Menschen werden in Angst und Schrecken gehalten, Kinder unendlich geschädigt, Existenzen vernichtet – für nichts? Wegen eines Virus, der weit überwiegend keine oder milde Krankheiten hervorruft und für den es bei schweren Verläufen neuerdings ein gut wirkendes Mittel gibt?
„Wer sich nicht an eine Impfpflicht hält, darf nicht mit einer Geldstrafe davonkommen.“, so lautete die Überschrift eines Kommentars im Handelsblatt, denn: “Sich nicht impfen zu lassen ist mehr als das, nämlich ein Angriff auf die Freiheit all jener, die trotz Corona ihren Alltag zurückhaben wollen. So sollte es auch geahndet werden.”
Interessante Ansicht. Warum kommt mir nur unwillkürlich der Begriff „Stockholm – Syndrom“ in den Sinn? Und welch wunderbarer Charaktertest diese Pandemie doch ist, oder? Manche Kräfte sollte man besser nicht entfesseln, nicht nur weil sie dann nur noch schwer zu zügeln sind, sondern auch, weil sie ein Gesicht entlarven, dass Deutsche nie mehr zeigen wollten.
Ein paar Tage später die Einschätzung des Pandemiemanagements mit Blick von außen auf Deutschland. Eine Freundin, international renommierte Ärztin, kam von ihrem Familientreffen aus Los Angeles zurück. Ende Dezember als Geimpfte losgeflogen, kehrte sie Mitte Januar als plötzlich Ungeimpfte zurück. Restaurants und Geschäfte darf sie nicht besuchen. Arbeiten darf sie, schließlich soll sie Steuern bezahlen. Eigentlich fand sie, der Hamburger Senat schulde ihr eine Ehrenurkunde angesichts des Umfangs, in welchem sie das Gemeinwesen unterstützt. An keinem anderen Ort der Welt, an dem sie bisher tätig war, behielt sie so wenig von ihrem hart erarbeiteten Geld übrig. Aber als „Ungeimpfte“ wird sie nun von Leuten angepöbelt, die nicht annähernd die medizinischen Zusammenhänge beurteilen können? „Deutschland – ein Geisterfahrer“ weiterlesen