Es geht los: Bald werden wir nichts mehr besitzen – werden wir auch glücklicher sein?

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Von Gastautor Ramin Peymani

Liebe Leser, einigen von Ihnen mag es aufgefallen sein: Ich habe mich in jüngster Zeit in den Sozialen Netzwerken etwas rarer gemacht. Aufgrund verschiedener neuer Projekte habe ich aktuell einfach zu wenig Zeit für andere Dinge. Das gilt insbesondere für die Liberale Warte, bei der ich einen gewissen Anspruch an mich selbst habe. Ich mag nicht schnell mal ein paar Zeilen hinknallen, nur um etwas zu schreiben. Für meine Artikel möchte ich mir die notwendige Zeit für Themenauswahl und Recherche nehmen. Die Liberale Warte wird daher künftig etwas unregelmäßiger erscheinen. Aus dem gleichen Grund macht auch das Videogespräch auf eigentümlich frei TV eine Pause, wie Wolfgang van de Rydt und ich Ihnen mitteilten. Die „Herrenrunde“ wird es dagegen weiterhin geben, wenn auch vielleicht in etwas größeren Abständen, dafür aber regelmäßig mit profilierten Gästen wie zuletzt Vera Lengsfeld, Matthias Matussek und der polnischen Journalistin Aleksandra Rybinska, die mit hochinteressanten Einblicken zum Ukraine-Krieg und zu weiteren Themen aufwartete, über die in den deutschen Medien nicht sachgerecht informiert wird. Allerdings sollte man die Hoffnungen dabei nicht zu hoch hängen: Denjenigen, die immer noch nicht erkennen, auf welch gefährlichem Weg sich Deutschland befindet, kann man wohl kaum mehr helfen. Allen anderen muss man nicht helfen. Es mag gut tun, sich im Kreise Gleichgesinnter zu wissen, und ich spüre, wie viele Menschen dankbar dafür sind, dass auch ich ihnen eine Stimme gebe, doch stellt sich die Frage, was das ändert. Wir wackeren, weitsichtigen, warnenden Aufrechten haben es nicht vermocht, den Wahnsinn aufzuhalten, und es gab wohl auch nie eine echte Chance dazu.

In den All Inclusive Parlamenten macht sich ein Typus von Parteigängern breit, dem es egal ist, wie viel ein Liter Milch kostet oder gar ein Liter Sprit

Nun kommt die Zeit, in der viele auf die harte Tour lernen müssen, dass ihre Halleluja-Rufe genauso wie ihre Ignoranz und ihre Naivität den Boden für ihr eigenes Leiden bereitet haben. Ihre Schmerzen werden sich jedoch keineswegs auf den finanziellen Bereich beschränken, was für sich genommen schon schlimm genug ist. Vielmehr lassen die Verlautbarungen der führenden Politik erkennen, dass die Herrschenden uns nicht nur deutlich ärmer machen wollen, sondern auch unfreier. Das zumindest hätte auch der hartgesottenste Ignorant bereits vor Jahren ahnen können. Ich habe oft genug den „Great Reset“ zitiert und dessen Treiber Klaus Schwab, der uns in einem klammheimlich von der Seite des Weltwirtschaftsforums entfernten Video mit einem eiskalten Lächeln schon 2016 wissen ließ, dass wir bis zum Ende dieses Jahrzehnts nichts mehr besitzen werden. Angeblich, so die zynische Schlussfolgerung des WEF-Vorsitzenden, mache uns das glücklicher. So reden Menschen, die sich abgesichert haben, die von ihren Netzwerken versorgt und abgeschirmt werden und denen es egal ist, ob der Liter Milch 5 Euro kostet oder der Liter Sprit das Doppelte. Es ist der klassische Typus, der sich zunehmend in den All Inclusive Parlamenten breit macht, die immer mehr Parteigängern Platz bieten und in denen sich inzwischen in einer Legislaturperiode so viel verdienen lässt, dass die Sekretärin, der Arbeiter oder die Krankenpflegerin fast ein halbes Arbeitsleben brauchen, um auch nur in die Nähe der unappetitlichen Summen zu gelangen, die den Abgeordneten aus dem hart erarbeiteten Geld der Steuerzahler fürs Lesen, Diskutieren und Rumsitzen bezahlt werden. Es ist ein Frevel, dass wir uns eine mittelalterliche Kaste leisten, die uns mit Dogmen gängelt und so gut für sich selbst sorgt, dass für den Rest nicht mehr viel bleibt.

Die staatlich umsorgten Schäfchen werden bald merken, dass es nicht nur das Geld ist, das man ihnen nimmt, sondern ihre Möglichkeit zur Entfaltung

Dass sich diese Klerikerkaste auf Ideologien stützt, die religionsgleich daherkommen, und jeden, der widerspricht zum Ketzer erklärt, passt ebenfalls ins Bild des Mittelalters. Die totalitären Tendenzen heutigen politischen Handelns erinnern allerdings eher an die jüngere deutsche Vergangenheit. Und so werden die staatlich umsorgten Schäfchen bald merken, dass es nicht mehr nur das Geld ist, das man ihnen nimmt. Sie werden merken, dass ihnen nicht nur jeglicher finanzieller Entfaltungsspielraum abhandenkommt, sondern auch der ganz persönliche. Wo schon unverfänglichste Allgemeinplätze zu Löschungen und Sperrungen im Internet führen, wo es inzwischen ganze Wörterbücher mit Begriffen gibt, die sich nicht mehr geziemen, da ist es nur ein logischer nächster Schritt, auch das staatliche Wohlwollen im Alltag an Bedingungen zu knüpfen. Wer sich nicht ideologisch konform verhält, darf dann manches nicht mehr tun und an vielem nur noch eingeschränkt teilnehmen. Wir erleben dies in Deutschland seit zwei Jahren, und schon wird völlig unverhohlen darüber gesprochen, die Zugangs- und Verhaltensregeln auch auf den Klimaschutz zu übertragen. Die deutsche Politik, die seit einiger Zeit einen extremen Linksdrall aufweist, hat von China gelernt. Schneller womöglich als Regierungen in anderen Teilen der westlichen Welt. Vielleicht ist anderswo aber auch einfach der Widerstand der Bevölkerung größer. Es passt eben nicht zur deutschen Mentalität, vermeintliche Autoritäten infrage zu stellen, seien es Medienvertreter, Berufspolitiker oder auch nur Zahnbürstenverkäufer im Arztkittel, die uns von der Mattscheibe aus beglücken. Irgendwann dreht sich vielleicht der Wind, wer weiß. Ich melde mich bald wieder, und wenn Sie mich zwischendurch vermissen, greifen Sie doch einfach zu einem meiner Bücher. Für heute alles Gute!

Dieser Beitrag erschien zuerst auf: peymani.de



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