Patricia Schlesinger, die neue ARD-Vorsitzende, will „betreutes Denken“ fortsetzen

Veröffentlicht am

von Gastautor Dr. Wolfgang Hintze, 1. Januar 2022

Die Zeitungsschau beim Frühstück am ersten Tag des neuen Jahres 2022 beginnt hoffnungsvoll. Die Welt titelt:

Die neue ARD-Vorsitzende Patricia Schlesinger sieht die eigene Berichterstattung zur Corona-Pandemie kritisch

Wir erfahren zunächst: Patricia Schlwesinger, die Intendantin des RBB, übernahm den Posten, der zwischen den Rundfunkanstalten rotiert, von WDR-Intendant Tom Buhrow.

Und – kaum zu glauben –  sie beginnt gleich mit einem Paukenschlag der Selbstkritik:

Die neue ARD-Vorsitzende Patricia Schlesinger sieht auch kritische Punkte in der eigenen Berichterstattung zur Corona-Pandemie. Die 60-Jährige sagte im Interview der Deutschen Presse-Agentur auf die Frage, welche Fehler die ARD gemacht habe:

Fehler bei der ARD? Jetzt wird es spannend:

„Was Fehler angeht: Vielleicht sind wir zu spät auf jene Menschen eingegangen, die Impf-Vorbehalte haben.“

Ja, sehr richtig diesen Eindruck hatten viele. Aber wie meint Schlesinger das genauer?

„Wir hätten ihnen früher erklären können, warum Impfen richtig und wichtig ist.“

Und puff! die Seifenblase der Hoffnung ist gleich wieder geplatzt, noch bevor die Tasse Tee ausgetrunken ist.

Und zur Selbstkritik – auch wenn sie keine ist –  gehört auch eine neutralisiernde Portion Eigenlob:

Schlesinger … betonte zugleich: „ARD, ZDF und Deutschlandradio haben unter erschwerten Bedingungen wirklich viel geleistet.“

Zur unserer Erleichterung sagen – wie häufig, wenn man sie lässt –  die Leser, kurz und knapp, das Nötige.

Die  meisten Zuschriften erinnern Frau Schlesinger direkt oder indirekt an den Rundfunk-Staatsvertrag, verwahren sich gegen „betreutes Denken“ und weisen Beschimpfungen von Andersdenkenden zurück.

Andreas R.
“Wir hätten ihnen früher erklären können, warum Impfen richtig und wichtig ist.“

Großartig. Unter dem Mäntelchen der Selbstkritik weiter die eigene “Haltung” des pausenlosen Nudgings perpetuieren. Die Frau sitzt genau auf dem richtigen Stuhl!

Ulrich J.
…  Statt Regierungsmeinung zu propagieren wäre die Wahrnehmung von unabhängiger Berichterstattung laut Rundfunk- Staatsvertrag die Aufgabe. Nach dem Migrations- und Klimathema ist die Nichterfüllung dieses Auftrags auch beim Thema Corona und Impfung sehr auffällig.

Helmut B.
Der ÖRR und die privaten Medien sind nicht nur zu spät auf Maßnahmenkritiker eingegangen, sondern beschimpfen sie noch regelmäßig als Coronaleugner, Querdenker und schlimmeres. Dabei sind es meist Menschen aus der gesellschaftlichen Mitte.

  1. Corday
    Nein, ich brauche niemanden, der mir erklärt, wie wichtig die Impfung ist. Ich kann selbst lesen und will sie nicht. Punkt.

Zur Feminisierung heißt es

Martin K.
Schlesinger verdeutlicht mit ihrer Aussage, weshalb es problematisch sein kann, wenn Frauen sich gesellschaftlich äußern, da – naturbedingt – oftmals das Belehrende, das Mutterhafte zu Tage tritt, das bei Erwachsenen, vor allem bei Männern, starke Abwehrreaktionen hervorruft!

  1. S.
    Bei Frauen auch, kann ich Ihnen versichern.

Selbstverständnis der Protagonistin lässt an deren Eignung zweifeln

Joachim Z.
Die Frau ARD-Vorsitzende versteht ihren Job falsch: es ist nicht die Aufgabe des ÖRR den Menschen zu erklären warum impfen wichtig und richtig ist sondern journalistisch neutral und objektiv alle Seiten zu beleuchten.

Markus K.
Was Frau Schlesinger hier von sich gibt, zeigt das absurde Selbstverständnis unserer öffentlich rechtlichen Sendeanstalten. Es ist überhaupt nicht ihre Aufgabe Menschen zu einem bestimmten Verhalten zu bewegen. Nicht einmal dann, wenn sie es für richtig halten. Das ist die Aufgabe der Politik!

Im falschen Film?

Dirk M.
Der ÖRR ist doch nicht die Kirche, Frau Schlesinger.

Das Eigenlob kommt nicht gut an

Schmitz L.
„ARD, ZDF und Deutschlandradio haben unter erschwerten Bedingungen wirklich viel geleistet.“ Das kann man vom Staatsrundfunk wohl auch erwarten. Dafür werden die ja auch zwangsfinanziert.

Und zum guten Schluss:

Zuschauer
Ein Gutes Neues Jahr 2022 wünsche ich. Gesundheit Glück und eine neue Regierung.

Danke, liebe Leser, wir sind nicht allein; und so können wir unser Frühstück völlig illusionsfrei fortsetzen. Wir bleiben optimistisch, denn bekanntnlich sagt der Pessimist: „schlimmer kann es nicht kommen“, und der Optimist: „oh doch, oh doch.“

Link im Klartext

https://www.welt.de/vermischtes/article235960924/Corona-Vielleicht-zu-spaet-auf-jene-Menschen-eingegangen-die-Impf-Vorbehalte-haben.html

 



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