Die christlichen Heuchler

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Bestandteil des „harten“ Lockdowns, der uns für den nächsten Monat von einem demokratisch nicht legitimierten Gremium aus Kanzlerin und den Ministerpräsidenten verordnet wurde, ist die Festlegung, dass Kirchen, Synagogen und Moscheen geöffnet bleiben dürfen. Die Politik hat es also nicht gewagt, die Schließung aller religiösen Örtlichkeiten, eben auch Moscheen, zu verfügen. 

Gleichzeitig wird maximaler Druck auf die Kirchgänger ausgeübt, auf die Weihnachtsgottesdienste zu verzichten. Schon vor Tagen hat der Zeitgeist-Surfer Bedford-Strohm, der das glatte Gegenteil dessen ist, was man sich unter einem Bischof vorstellt, dazu aufgerufen, Gottesdienste zu vermeiden, denn man riskiere den Tod anderer Menschen. Nun dürfte Bedford-Strohm eigentlich wissen, dass gerade in den Kirchen skrupulös auf die Einhaltung der Abstandsregeln plus Maskenpflicht geachtet wird. Bisher ist noch keine einzige Kirche als Infektionsherd aufgefallen. Trotzdem soll den Gläubigen ihre Weihnachtsfreude genommen werden. Josef und Maria seien schließlich auch allein im Stall gewesen, hört man jetzt allüberall. War das nicht etwas mit den drei Königen? Nach heutiger Lesart fünf Personen aus vier Hausständen (Jesus zählt nicht mit). Verboten werden dürfte das auch nach den strengen Corona-Regeln nicht, die an Heiligabend gelten.

Heute preschten zwei Ministerpräsidenten, Kretschmer aus Sachsen und Haseloff aus Sachsen-Anhalt vor und verkündeten, dass sie schweren Herzens auf den Weihnachtsgottesdienst verzichten würden, um ihre Bürger zu animieren, es ihnen gleich zu tun. 

Kretschmer, der auch zu DDR-Zeiten jedes Jahr in der Kirche gewesen ist, hält es diesmal für nicht opportun, wenn nicht gar für lebensgefährlich. Haseloff will sich lieber zu Hause die Mitternachtsmesse des Papstes anschauen. 

Bei so viel christlicher Sorgfaltspflicht werden die so genannten Neuinfektionen, die ja keine sind, sondern zu über 90% die Entdeckung von Nicht-infektiösen Viren oder Virentrümmern bei symptomlosen Mitbürgern, ganz sicher zurückgehen.

Oder doch nicht? Schließlich deutet sich jetzt schon an, dass der Lockdown über den 10. Januar hinaus verlängert werden soll. Die bösen Corona-Geister dürfen an Silvester nicht vertrieben werden. Da herrscht nicht nur Böller-sondern sogar Ausgehverbot. Anscheinend wird die Duldungswilligkeit der Bevölkerung getestet.

Übrigens: Wer kontrolliert eigentlich die Einhaltung des Abstandsgebots und die Maskenpflicht in Moscheen?



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