Danke, Mesut Özil!

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Ist schon alles gesagt zur Causa Özil? Noch nicht, denn sie wird wieder instrumentalisiert, um gegen das Land, dem Özil alles zu verdanken hat, die Rassismus-Keule zu schwingen.

Claudia Roth, die kein Problem damit hat, vor Transparenten „Deutschland, Du mieses Stück Scheiße” her zu laufen, hat gar verkündet, sie möchte lieber nicht in einem Land leben, das so rassistisch wäre. Das Problem für Roth ist, wenn sie sich von hier verabschieden und in ihrer Villa in der Türkei niederlassen würde, bekäme sie nur noch die Altersentschädigung des Deutschen Bundestages, die leider eine Obergrenze hat. Deswegen bleibt sie an der Steuergeld-Quelle und nervt ihre Mitbürger mit impertinenten Statements.

Auch die Kanzlerin, die immer noch kein lobendes Wort für den couragierten Busfahrer aus Lübeck gefunden hat, sieht sich veranlasst, Özils sportliche Leistungen zu loben, obwohl die wirklichen Kenner gerade diese Leistungen äußerst kritisch bewerten. Deshalb habe ich mich entschlossen, noch einen Gastbeitrag von Alexander Glück zu Özil zu veröffentlichen:

Nun ist es heraus: Mesut Özil fühlt sich als Türke. Na und? Leider hatte er aber die Chuzpe, dieses Outing mit einer Schmähschrift gegen den DFB auf Englisch zu verbinden, in der dann – natürlich – von Rassismus die Rede ist. Den macht Özil ausgerechnet in der Mannschaft aus, die sich aus lauter Angst vor Rassismus einen gemessen an der Bevölkerungsstruktur eklatant überhöhten Ausländeranteil hält, jedem Mitspieler das Mit- und Falschsingen der eigenen Hymne (oder ersatzweise das Murmeln von Koransuren) völlig freistellt, jeden Anklang an Nationalsymbole wie z. B. die Bundesfarben von den Trikots eliminiert und sogar das Weiß-Schwarz (Preußenfarben!) der Spielerbekleidung schon einmal ausgesetzt hat.

In der Mannschaft, die sich aus Gründen der Weltoffenheit auf nichts weiter als „Respekt“ reduziert hat und schon deshalb nicht mehr weiß, wo sie in einem Mannschafts-Kampfspiel, das Fußball nun einmal ist, eigentlich ein Ziel sehen soll, die deshalb gut beraten wäre, würde sie zur nächsten EM die Frauenquote einführen, weil darin ihre letzte reelle Chance liegt, etwas weiter als auf den letzten Gruppenplatz zu kommen.

Winston Churchill über die Deutschen: „Hast Du sie nicht an der Gurgel, dann hast Du sie an den Füßen.“

Wer, wie Mesut Özil, seit Jahren wie ein Roboter über den Rasen stapft, ohne zu denken schießt, dabei wenig trifft und nichts erreicht, sollte wissen, dass er in der DFB-Auswahl nur deshalb seinen Dauerplatz hatte, weil er für Mentor Jogi Löw in vorauseilender Anti-Ausländerfeindlichkeit den Quotentürken gespielt hat: Hätte Löw ihn herausgenommen, hätte er sich dabei gleich selber des Rassismus bezichtigt. Stattdessen stieß der Trainer Millionen deutsche Fans vor den Kopf und brockte der fehlbesetzten Mannschaft die schwerste WM-Niederlage überhaupt ein. Aber auch darin zeigt sich deutscher Größenwahn, um die Ecke gedacht: So einen Absturz macht uns keiner nach!

Löw war aber noch aus einem zweiten Grund daran gehindert, das Richtige zu tun, denn er hängt selbst finanziell tief drin in der Türken-Connection rund um Berater Harun Arslan. Da geht es um viel Geld, und gute türkische Freunde sind natürlich für jeden biederen Baden-Württemberger wie ein Gütesiegel auf deutschem Fleisch: Kein Nazi. Alles gut.

Seit vielen Jahren spielt der DFB, wenn es um Integration geht, die Obergouvernante der Deutschen: Hier spielt es keine Rolle, wer Du bist, woher Du kommst oder wie Deine Eltern sprechen. Da darf man sich mit fetten Silberketten behängen wie der letzte Gangsta-Rapper aus dem Milieu.

Möglicherweise aus einem umgekrempelten, umgepolten, aber gleichwohl doch noch vorhandenen Rassismus heraus, denn wenn man sich so vehement für die Bevorzugung angeblich benachteiligter Gruppen einsetzt, dann aus kaum einem anderen Motiv heraus als Paternalismus und jener Geringschätzung, die von der Bedürftigkeit der Schützlinge ausgeht. Insofern hat Mesut Özil, bei dem das selten vorkommt, also endlich einmal Recht: Die Hintergründe haben etwas mit Rassismus zu tun, wenn auch anders herum als gedacht.

Ich bin froh, dass der falsche Frosch endlich heraußen ist. Traurig, dass der DFB ihn nicht selber hochkant hinausgeworfen hat, aber damit hat er sich die Schmach verdient, dass Özil jetzt als typische beleidigte Leberwurst auf ihm herumhacken kann. Das hat man davon, wenn man alles über Bord wirft, worauf es auch im Fußball ankommt: Leute, es geht um Länderspiele! Das hat mit Identifikation zu tun und, ja, mit Nationalstolz. Es ist klasse, dass man das auf dem Fußballplatz austragen kann statt auf den Schlachtfeldern. Diese Identifikation muss in einer Mannschaft, die ein Land repräsentiert, selbstverständlich sein. Und sie müsste eingefordert werden: vom Trainer, aber auch vom DFB. Ohne sie gibt es überhaupt keinen Grund, Tore zu schießen. Wie wir ja miterleben mussten.

Repräsentiert Özil den Zustand der DFB-Auswahl? Ja. Repräsentiert die deutsche Fußball-Nationalmannschaft Deutschland oder die Deutschen? Keineswegs. Ich habe erst zu Island gehalten, zwischendurch zu Südkorea und Russland, zum Schluss zu Kroatien. Es gab noch viele andere Mannschaften, bei denen man wusste: Dort spielt ein Land. Die DFB-Auswahl aber verkörperte nichts außer Arroganz, sie stand für nichts weiter als Integration, die bleibt aber ohne Ziel, wenn es nichts gibt, wohin integriert werden kann. Und vor allem: Wenn Integration das einzige Maß ist und es nicht mehr um Qualität oder Leistung geht. Als ob es im deutschen Fußball einen indigenen Fachkräftemangel gäbe.

Mesut Özil verehrt den brutalen Christenmörder Mehmet II., von dem er ein Bild zu besitzen glaubt, das eigentlich jemand anderen zeigt. Er bekundete dümmlich grinsend seine Sympathie mit jenem türkischen Staats- und Parteichef, der gerade ein osmanisches Großreich errichten will und mit Demokratie und Menschenrechten nicht besonders viel am Hut hat. Er ist weder Deutscher noch Engländer, vielleicht nicht einmal Türke, sondern eine jener tragisch staaten- und identitätslosen Figuren, die mal vom Geld, mal von Ideologie und mal von ihren Affekten getrieben werden. Meist kommt nichts Gutes dabei heraus.

Alexander Glück schreibt auf https://glueckwien.wordpress.com



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