Ein Kolossaldenkmal in Trier für einen Antisemiten

Seit ein paar Monaten scheint es Mode zu sein, dass die wenigen verbliebenen sozialistischen Länder den westlichen Staaten Denkmale zu Geschenk machen. So wollte die Sozialistische Republik Vietnam in Dresden einen Gedenkort für Ho Chi Minh errichten und den Wiener Donaupark mit einer Statue von „Onkel Ho“ verschönern.

Nun ist die Volksrepublik China dem Beispiel gefolgt und hat der Heimatstadt von Karl Marx, Trier, eine 6,5 m hohe Statue des Theoretikers des Kommunismus geschenkt. Ein Abguss der Statue kann bereits in Trier bewundert werden. Im nächsten Jahr des 200. Geburtstages von Karl Marx soll das Original aufgestellt werden.

Mit Recht wird über das Danaergeschenk sehr kontrovers diskutiert, besonders seit sich der Stadtrat entschlossen hat, es anzunehmen. Die Frage ist, ob den Stadtverordneten wirklich klar war, wen sie mit einer dieser Kolossalstatue ehren und, wie es in Verlautbarungen hieß, Touristen anlocken wollen. „Ein Kolossaldenkmal in Trier für einen Antisemiten“ weiterlesen

Massenmördergedenken in Wien

Im Wiener Donaupark soll im Oktober 2017 ein Denkmal für den vietnamesischen Diktator und Massenmörder Ho Chi Minh eingeweiht werden. Dafür hat der Gewerkschafter Marcus Strohmeier aus dem Kuratorium der „Gesellschaft Österreich Vietnam“ erfolgreich im Wiener Rathaus lobbyiert.

Bisher wird der Vorgang nicht kontrovers diskutiert. Strohmeiers Parteikollege, Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ), ist offenbar gerade zu sehr mit der Debatte um den Wiener Heldenplatz beschäftigt. Der Platz ist nach zwei österreichischen Feldherren benannt, die in Schlachten gegen Napoleon und die Türken vor Wien glänzten. Mailath-Pokorny hält die Erinnerung an die beiden Militärs nicht mehr für zeitgemäß. Gegen den Militär, Massenmörder und Kriegsverbrecher Ho Chi Minh scheint er aber nichts zu haben. „Massenmördergedenken in Wien“ weiterlesen