Flüchtlinge dürfen sich nicht fressen lassen!

Diese Überschrift der MoPo zeigt, dass unsere Meinungsmacher endgültig nicht mehr ernst zu nehmen sind. Die MoPo stellt tatsächlich die Frage, wie sehr Kunst provozieren darf. Was sich wirklich abspielen soll, ein Selbstmordattentat  zur Erpressung des Rechtsstaates, wird mit keinem Wort erwähnt. Nur durch solche Berichterstattung, die einer Gehirnwäsche gleichkommt, ist es den linksterroristischen Gesinnungstätern vom Zentrum für fanatische Blödheit möglich, ihre Aktionen öffentlich zu inszenieren. „Flüchtlinge dürfen sich nicht fressen lassen!“ weiterlesen

Das angekündigte Selbstmordattentat auf den Rechtsstaat

Das berüchtigte Zentrum für fanatische Blödheit, das sich selbst als „politische Schönheit“ tituliert, ist wieder in Aktion. Hat es in der Vergangenheit schon bewiesen, dass es über Leichen geht und ist dafür von einer willigen Presse auch noch gefeiert worden, wollen die „Künstler“ nun den Beweis antreten, dass sie kein Menschenopfer scheuen, um mediale Aufmerksamkeit zu bekommen.

Ging es bei der letzten „Kunstaktion“ noch darum, eine Leiche zu exhumieren, durch halb Europa zu karren, um sie in Deutschland zu verbuddeln, soll es jetzt mitten in Berlin vor den Augen aller möglichen Schaulustigen und vor nichts mehr zurückschreckenden Medienleuten eine Leiche produziert werden. Die Tiger, die am Montag eine syrische Schauspielerin, die angeblich nichts mehr zu verlieren hat, zerreißen sollen, werden schon zur Schau gestellt.  „Das angekündigte Selbstmordattentat auf den Rechtsstaat“ weiterlesen

Litauen und seine allzu lebendige Vergangenheit

Litauen hat eine der eigentümlichsten Staatsgeschichten Europas. Es wird meist nur als einer der drei kleinen baltischen Staaten wahrgenommen, wobei den Europäern kaum bewusst ist, dass Litauen, Lettland und Estland eine ganz verschiedene Vergangenheit haben.

Vilnius war lange Zeit die Hauptstadt des Großfürstentums Litauen, eines riesigen Agglomerates aus zwei Sprachregionen, dessen zweite Hauptstadt Krakau war. Das Litauische gehört wie das Lettische, zur baltischen Sprachgruppe und ist so alt, das es noch Teile aus dem Sanskrit beinhaltet.Der diese Sprache sprechende Stamm herrschte über eine slawische Bevölkerung, aus deren Dialekten das Weißrussische und das Ukrainische hervorgingen. Die Ukraine war ab Beginn des letzten Jahrtausends für viele Jahrhunderte zum großen Teil litauisch. Heute fahren viele Litauer gern in die Ukraine, um die Überreste litauischer Burgen zu besichtigen. „Litauen und seine allzu lebendige Vergangenheit“ weiterlesen

Der ehrenwerte Herr Gysi

Nein, ich hatte nicht mehr vor, über die Causa Gysi noch ein einziges Wort zu verlieren. Es fehlt erkennbar der Wille in Politik und Medien, den smarten Anwalt als das zu erkennen, was er war: Ein Mann, der im Sinne der Stasi- Maßnahmepläne berichtete und handelte, wie immer es dazu gekommen sein möge und als letzter SED- Vorsitzender für das Verschieben von geschätzten 24 Milliarden DDR- Vermögen politisch maßgeblich verantwortlich ist. Zu Beidem gab es einen Bundestagsuntersuchungsausschuss.

Der Immunitätsauschuss des Deutschen Bundestages stellte 1994 nach Sichtung aller damals zugänglicher Stasiakten, die mit Gysi in Verbindung gebracht wurden, fest, dass die Mitarbeit des Abgeordneten Gysi für die Staatssicherheit erwiesen sei.  „Der ehrenwerte Herr Gysi“ weiterlesen

Die Abschaffung der Wirklichkeit

Thilo Sarrazin hat sich mit seinem neuen Buch „Wunschdenken- Europa, Währung, Bildung, Einwanderung – warum Politik so häufig scheitert“ endgültig als einer der letzten Denker, die dieses Land noch hat, profiliert. Wie man nach Lesen des sperrigen Titels schon ahnen kann, handelt es sich mindestens um drei Bücher in einem. Das erschwert die Lektüre und sorgt für Redundanz im zweiten Teil. Dafür liefert Sarrazin mit seiner berühmten Gründlichkeit für seine Darlegungen Zahlen und Fakten. Hier werden keine unbewiesenen Behauptungen in den Raum gestellt, es wird dem Wunschdenken mit der Realität auf den Leib gerückt. Sarrazin zerpflückt die gegenwärtigen politischen Utopien, weist nach, dass sie einander widersprechen und folgert:

„Wenn die politischen Eliten dann noch den widersprüchlichen Utopien gleichzeitig Geltung verschaffen wollen, kann unvermutet die Abschaffung der Wirklichkeit auf der politischen Tagesordnung stehen.“

Unser Bauchgefühl hat uns das längst signalisiert, Sarrazin liefert die traurigen Beweise. „Die Abschaffung der Wirklichkeit“ weiterlesen

In den Ländern des Heimatkrieges: Mostar

 

Sollten wir geglaubt haben, dass die bisher im ehemaligen Jugoslawien erlebten Absurditäten kaum zu übertreffen sind, wurden wir im weltberühmten Mostar, dessen Alte Brücke und Altstadt zum Weltkulturerbe gehören, eines Besseren belehrt. Mostar ist eine geteilte Stadt. Die Mauer, die den kroatischen Teil vom bosnischen trennt, ist nach Aussage unseres Stadtführers undurchlässiger als die Berliner Mauer. Sie verläuft in der Mitte des Bulevar, der Hauptstraße der Stadt und ist unsichtbar. Bewohner der Stadt gehen nicht von der bosnischen Seite zur kroatischen und umgekehrt. Die Alte Brücke, die beide Teile verbindet, wurde von vielen jungen Menschen, die nach dem Krieg geboren wurden, noch nie überquert. Wer auf die andere Seite geht, ohne einen zwingenden Grund zu haben, gilt als Verräter. „In den Ländern des Heimatkrieges: Mostar“ weiterlesen

In den Ländern des Heimatkrieges: Sarajevo

Als wir Sarajevo erreichten, ging gerade die Sonne unter. Die Stadt wirkte wie von Blut übergossen. Wir kamen aus den Bergen des Dinarischen Gebirges, die während des Krieges von den Serben besetzt waren. Hier standen die Geschütze, mit denen die Stadt über 1425 Tage beschossen wurde, mit durchschnittlich 320 Treffern. Am 22. Juli 1993 waren es sogar 3777. Die Belagerung dauerte länger als die von Leningrad im Zweiten Weltkrieg. Europa schaute drei endlos lange Jahre an den Bildschirmen zu.  „In den Ländern des Heimatkrieges: Sarajevo“ weiterlesen

In den Ländern des Heimatkrieges: Srebrenica

Die Fahrt von Vukovar nach Srebrenica führt nicht nur über neue Grenzen, sondern durch idyllische Landstriche. Im Tal der Drina stelle ich fest, dass der Fluss tatsächlich, wie von Ivo Andrić beschrieben, smaragdgrünes Wasser führt. Die anschließenden Berge laden zum Wandern ein, besonders in diesem verführerischen Spätvormittagslicht. Keine gute Idee, denn sie sind noch mit Minen verseucht. „In den Ländern des Heimatkrieges: Srebrenica“ weiterlesen

In den Ländern des Heimatkrieges: Vukovar

Die Fahrt von Belgrad nach Vukovar  mussten wir zwei Stunden früher als geplant starten. Unserem bosnischen Bus war es nicht gestattet, die serbisch-kroatische Grenze direkt zu überqueren. Wir mussten einen Umweg über Bosnien, genauer gesagt, die „Republik Srbska“ machen, ein autonomes Gebilde in Bosnien, Überbleibsel aus dem Bürgerkrieg. Ein serbischer General,Ratko Mladić, der die hiesigen Kämpfe kommandiert hatte, rühmte sich nach seinem Sieg, dass es erstmals gelungen wäre, einen serbischen Staat auf nichtserbischem Gebiet zu errichten. „In den Ländern des Heimatkrieges: Vukovar“ weiterlesen

In den Ländern des Heimatkrieges: Belgrad

 

Wir sind eine Gruppe auf Studienreise, die von der Stiftung Aufarbeitung des SED- Unrechts in jedem Jahr in postkommunistische Länder durchgeführt wird. Diesmal wollen wir uns über den Zusammenhang von  kommunistischer Diktatur und Bürgerkrieg Anfang der Neunziger im ehemaligen Jugoslawien informieren.

Belgrad empfängt uns mit brütender Hitze.

Schon auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt, bekommt man den Eindruck, dass der Krieg immer noch gegenwärtig ist. Einige Häuser, die während des Natobombardements getroffen wurden, stehen demonstrativ als Ruinen an markanten Punkten. „In den Ländern des Heimatkrieges: Belgrad“ weiterlesen