Lieber Tagesspiegel

 

von Gastautorin Marion Titze

Das ist kein Offener Brief, das sind ein paar persönliche Gedanken. Als ich neulich an dieser Stelle über die WELT am Sonntag schrieb, hatte ich viele Zweifel.

Wer war ich denn, dass ich glaubte, den Medienbetrieb davor warnen zu müssen, dem Anschwärzen nicht Tür und Tor zu öffnen. Tür und Tor? War das nicht übertrieben? Schickte es sich, in einer funktionierenden Demokratie so eine Warnung in die Welt zu trompeten?

Just in diese Selbstbefragung hinein platzte der Text eines Reporters vom Tagesspiegel. Mit der Verve eines Savonarola brandmarkte er erst im Netz, dann abgespeckt in der Druckausgabe Vera Lengsfeld als Sympathisantin von Rechtsradikalen.

Sie hatte zugesagt, eine Veranstaltung mit Frauke Petry zu moderieren, der offenbar letzten verbliebenen Hexe einer verruchten oppositionellen Partei. Eigentlich zum Lachen, und man sollte es mit Luther halten und schweigen. Denn wer mit einem Dreck rammelt, er gewinnet oder verlieret …

Beschmutzt, sagt Luther, wird man allemal. Warum also rein in den Schlamm? „Lieber Tagesspiegel“ weiterlesen

Aktueller Sachstand aus dem Denunziantenstadl oder Wie man Kampagnen-Journalismus macht

Für viele Filmliebhaber sind die Making-of-Teile eines Videos die interessantesten. Nachzuvollziehen, wie so ein Werk entsteht, ist oftmals spannender, als es fertig zu sehen. Seit Freitag erlebe ich am eigenen Leib, wie Kampagnen-Journalismus gemacht wird. Das ist auch lehrreich, obwohl ich auf diese Erfahrung gut verzichten könnte.

Seit Freitagnachmittag steht ein Stück des Tagesspiegel-Journalisten Matthias Meisner im Netz, in dem er behauptet, ich ließe mir „von Rechtsradikalen eine Bühne bauen“. Hintergrund ist die Einladung Pirnaer Unternehmer zu einem Bürgerforum mit Frauke Petry, bei dem ich die Moderation übernommen habe. Eine erste ausführliche Analyse habe ich schon Freitag am frühen Abend veröffentlicht.

Matthias Meisner liegen mittlerweile Stellungnahmen der einladenden Unternehmer, von Frauke Petry, der AfD und von mir vor. Der Artikel bekam zwei Updates, aber die Kernvorwürfe in Titel, Untertitel und Artikel, durch die ich, Frauke Petry, die Veranstaltung und alle einladenden Unternehmer mit Rechtsradikalen in Verbindung gebracht werden, hat Meisner nicht gelöscht.

Was ist in diesem Land los, dass sich ein Journalist einer wichtigen Tageszeitung einbildet, einen solch ungeheuerlichen Vorwurf trotz klarer Dementis aller Beteiligten und ohne Vorlage von Beweisen aufrechterhalten zu können oder zu müssen?  „Aktueller Sachstand aus dem Denunziantenstadl oder Wie man Kampagnen-Journalismus macht“ weiterlesen

Die Büchse der Pandora

von Gastautorin Marion Titze

Ausgerechnet der Zeitung mit der Welt im Namen, Deutschlands 1948 gegründeter Welt am Sonntag, ihr wird mit der Ausgabe vom 10. September 2017 und -Doppelschlag – der Ausgabe von Welt am Sonntag / kompakt, gegründet 2010, der traurige Ruf zufallen, die dritte deutsche Republik zum Gebrauch der Denunziation freigegeben zu haben.

Wer immer es war, der eine private E-Mail – gefälscht oder nicht gefälscht – zu Zwecken der Bloßstellung an die Redaktion gegeben hat, er darf sich jetzt Denunziant nennen.

Was ist ein Denunziant? Der Denunziant ist ein Mensch, der sich gebraucht fühlt.

Um ihn in diesem guten Gefühl zu bestärken, durfte er sich in der kleinen deutschen Nebenrepublik Informant nennen. Nichts sollte ihn an der Redlichkeit seiner Mission zweifeln lassen. „Die Büchse der Pandora“ weiterlesen

Wie man zur Rechtsradikalen gestempelt wird

Matthias Meisner beim „Tagesspiegel“ ist ein Qualitätsjournalist und ein begnadeter Rechercheur, das ist vermutlich, wie er sich selbst sieht.

Er zählt sich vielleicht auch mit Stolz zu den „aktiven“ Journalisten, die nicht nur Nachrichten übermitteln, sondern gern auch selber Nachrichten kreieren. Dabei schreckt er vor wenig zurück.

Heute um 12:56 bekam ich einen Anruf von Herrn Meisner. Ich stand gerade an der Kasse, um meinen Einkauf zu bezahlen. Ich sagte ihm, dass ich nicht mit ihm sprechen wolle, denn als ich ihm das letzte Mal eine Frage beantwortet habe, hat er mir eine Antwort untergeschoben, die ihm in die Story passte. Ich würde das kein zweites Mal mit mir machen lassen.

Als ich zu Hause ankam, es war gegen 14:00, fand ich eine Twitter-Direktnachricht von Meisner in meinem Mail-Account. Jetzt wusste ich, worum es geht: Ein Bürgerforum mit Frauke Petry am nächsten Donnerstag in Pirna, auf Einladung lokaler Unternehmer, für das ich die Moderation übernommen hatte. Meisner unterstellte, dass die Veranstaltung von der „Ein-Prozent-Bewegung“ organisiert sei, ob ich das wisse? „Wie man zur Rechtsradikalen gestempelt wird“ weiterlesen

Die AfD und ihre Feinde

Als hätte die AfD nicht schon genug Probleme, als würde es nicht genügen, das gesamte Politik- und Medienkartell gegen sich zu haben, bemühen sich einige Parteimitglieder redlich, den Einzug der Partei in den Bundestag noch in den letzten Tagen zu verhindern.

Jüngstes Beispiel ist der Auftritt des Höcke-Vertrauten Stephan Brandner, Spitzenkandidat der AfD in Thüringen, in Jena.

Brandner lieferte mit seinen kaum als Rede zu bezeichnenden Ausfälligkeiten alle Klischees, die zur Verteufelung von AfD-Kandidaten dienen. Er zog vom Leder, als wolle er Ralf Stegner von der SDP unbedingt den ersten Platz unter den Polit-Pöblern streitig machen. Wenn er das vorhatte, ist es ihm gelungen. Seine Worte könnten ihm die Mahner und Warner vor der Gefährlichkeit der AfD in den Block diktiert haben und er hat sie brav Wort für Wort abgelesen. „Die AfD und ihre Feinde“ weiterlesen

Was gehört zu Deutschland – Islam oder Demokratie?

Von Gastautor Horst Szentiks

Im TV-Duell am 3. September sagte Martin Schulz von der SPD sinngemäß folgendes:

„Die Flüchtlinge, die zu uns kommen, sind wertvoller als Gold, weil sie unsere demokratischen Werte in Europa schätzen!“ Herr Schulz irrt gewaltig. Das Gegenteil ist überwiegend der Fall. Denn es kommen mehrheitlich Muslime ins Land. Für die gilt der Islam.

• Der Islam lehnt mit seinen mittelalterlichen Scharia-Gesetzen unsere politischen und demokratischen Werte strikt ab.
• Der Islam steht mit seinen grausamen Scharia-Gesetzen in krassem Gegensatz zu unseren Menschenrechten.

Als warnende Beispiele seien nur genannt:
• Frauen sind keine gleichberechtigten Menschen.
• Mädchen dürfen noch im Kindesalter mit (alten) Männern zwangsverheiratet werden.
• Schwule und Lesben haben keinerlei Daseinsberechtigung.
• Ein Moslem, der sich vom Islam lossagt, darf und soll von anderen „gläubigen“ Moslems ermordet werden. Blutrache für Abtrünnige. Stichwort: Todes-Fatwa. Prominentes, aktuelles  Beispiel: Mordaufrufe und Fatwa gegen Hamed Abdel-Samad.

Wohlwollende Mitmenschen, die für Religionsfreiheit plädieren, verweisen gerne auf die Arabische Charta der Menschenrechte.
„Die Präambel ist dieselbe wie 1994, trotz der starken Kritik an der Inkompatibilität der dort erwähnten Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.“

Das bedeutet, dass in der Präambel die Scharia-Gesetze über alles gestellt werden. Die nachfolgenden Artikel, die sich so anhören, als würden sie wichtige Bestimmungen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte anerkennen, sind folglich nur Makulatur.

Ich vermute dahinter „Taqiyya“ – Täuschung als religiöses Prinzip.
Moslems dürfen und sollen lügen und gezielt täuschen, wenn es langfristig den Interessen des Islam dient. Und das ist das Ziel, den Islam weltbeherrschend zu verbreiten. Mein intellektuelles Verständnis nennt so etwas eine „religiös verbrämte totalitäre Ideologie“.

Die angebliche „Religion des Friedens“ kann ich persönlich darin nicht im Ansatz erkennen. Außerdem frage ich mich, warum die islamischen Staaten sich nicht einfach der westlichen Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte angeschlossen haben, wenn sie diese denn tatsächlich akzeptieren? Das ergibt für mich einfach keinen logischen Sinn – und die Präambel zur Scharia klärt diesen Widerspruch leider auf.

Äußerst beunruhigend empfand ich die folgende Nachricht im letzten Jahr:

Aufruf zum weltweiten Massenmord an Christen, Juden und Ungläubigen beim Freitagsgebet durch den Imam der Heiligen Moschee in Mekka. Dieser Mann dürfte für Muslime einen ähnlichen Status haben wie unser Papst für alle Katholiken dieser Welt.

Wer das Video dazu sehen will gebe in der Suchmaschine ein:

New video of Saudi Imam of Mecca’s Grand Mosque calling for the killing of Shia, Jews, and Christians during prayer.
Herr Imad Karim hat mir bestätigt, dass die Übersetzung aus dem Arabischen „100%ig korrekt“ sei.

Die deutsche Bevölkerung wurde nach meinem Kenntnisstand von der Regierung und den GEZ-Medien nicht über diese Drohungen informiert. Die vielen Anschläge und Terrorattacken waren in der Folge logischerweise eben keine Einzelfälle, sondern im Sinne des Imam-Aufrufes nur konsequent ausgeführt.

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Phoenix – Geschwätz aus Asche

Von Gastautor Josef Hueber

Der amerikanische Philosoph Harry G. Frankfurt, jetzt emeritierter Philosoph an der Princeton University, hat 2005 ein Buch geschrieben, das 2015 im Suhrkamp Verlag auf deutsch erschienen ist und dessen Titel eine umfassende und zusammenfassende Besprechung vieler Diskussionen zum Thema Zukunft und Bildung sein könnte. Der Titel schmeichelt nicht, würde vielleicht auch nicht ernst genommen, wenn der Essay nicht von einem renommierten Wissenschaftler verfasst worden wäre. Zudem ist er durchaus erfrischend unanständig, und trägt wohl deswegen in der deutschen Übersetzung denselben unübersetzten Titel: Bullshit. „Phoenix – Geschwätz aus Asche“ weiterlesen

Es brodelt im Land und nicht wählen ist keine Alternative

Heute Morgen fand ich in meinem E-Mailfach Post von Stephan Grünwald, der heute Abend bei Markus Lanz die Ergebnisse einer Studie des rheingold instituts vorstellen wird. Ich durfte sie vorab lesen und machte mich sofort daran, denn der Titel: „Es rumort in Deutschland“ weckte mein Interesse. Rheingold hat mit 50 Wählern psychologische Tiefeninterviews und Gruppendiskussionen durchgeführt. Zusätzlich war man „im Osten“ unterwegs und glaubt nun zu wissen, „was die Wähler kurz vor der Wahl bewegt“.

Das Ergebnis: Der Bürger ist labil, in ihm brodelt und rumort es. Deutschland wird wie ein Vexierbild beschrieben: Entweder als marodes, verwahrlostes Land oder als sichere Insel des Wohlstands in einem Meer aus Risiken. Das alles ist kippelig und führt zu emotionalen Ausbrüchen. Ich habe solches Toben und Wüten, so viel Hass unter den Probanden noch nie erlebt.

Was Grünwald beschreibt, ist die Wechselstimmung im Land, der keine politische Alternative geboten wird. „Es brodelt im Land und nicht wählen ist keine Alternative“ weiterlesen

Alice im Gespensterland

Ein Gespenst geht um in Deutschland, es ist das Gespenst der AfD. Alle Mächte des alten Deutschland haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dieses Gespenst verbündet: die Altparteien, die Qualitätsmedien, die Kirchen, die Antifa, die Kämpfer gegen Rechts und alle Gutmenschen.

Zweierlei geht aus dieser Tatsache hervor. Erstens: Die AfD wird von ihren Jägern als Macht anerkannt. Zweitens: Es wird erwartet, dass sie das Politik- und Medienkartell, das sich in den letzten Jahren wie Mehltau auf unser Land gelegt hat, erheblich aufmischt, wenn sie außer in den meisten Landtagen und im Europaparlament auch im Bundestag sitzt.

Das soll um jeden Preis und mit allen Mitteln, nach dem berühmten Diktum, dass der gute Zweck jedes Mittel heilige, verhindert werden. Seit Jahren gibt es einer Demokratie unwürdige Angriffe auf die AFD: Bis zu 80% ihrer Wahlplakate werden zerstört, ihre Wahlstände attackiert, ihre Wahlkampfhelfer getreten, geschlagen, bespuckt. Einige mussten anschließend ärztlich behandelt werden. Gastwirten, die ihre Räume an die AfD vermieteten, wurde der Mietvertrag gekündigt, Mitarbeiter des Maritim Köln, in dem der letzte Parteitag der AfD stattfand, mit dem Tode bedroht. „Alice im Gespensterland“ weiterlesen

    Wer moderiert uns?

Von Gastatorin  Marion  Titze

Sandra Maischberger ist im Moment der Lichtblick am Moderatorenhimmel. Denn sie nimmt das Wort Moderation noch ernst.

In einer Talkshow koordiniert der Moderator die Möglichkeiten der Gäste, sich im Gespräch zu äußern.

Zu einem Thema. Im Glücksfall zum Thema der Sendung. Wenn die Gäste selbst innig am Thema interessiert sind und weniger am medialen Auftritt, dann ist die Funktion des Rangierens der Standpunkte kein Problem.

Wenn nun noch der Moderator am Thema und nicht an seinem Auftritt interessiert ist, dann könnte das richtig gutes Fernsehen ergeben.

Das Problem ist das Branding. Die Öffentlich Rechtlichen Fernsehanstalten haben sich vor Jahren, wahrscheinlich unter Konkurrenzdruck der privaten Sender, für etwas entschieden, das dem Kommerziellen entlehnt ist: das Markenzeichen von Moderatoren. Und zwar in der Nachrichtensendung.

So sind Nachrichten mit Marietta Slomka zu einer Personalityshow geworden. Natürlich juckt es mir in den Fingern statt „geworden“ „verkommen“ zu schreiben. Aber das wäre meinerseits „personality“, man stellt den Effekt über die Sache. „    Wer moderiert uns?“ weiterlesen