Jenny Erpenbeck

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Von Peter Schewe

Als ich hörte, dass die mir bis dahin völlig unbekannte Autorin Jenny Erpenbeck für ihren Roman ‚Kairos‘ mit dem ‚International Booker Prize‘, der nach dem Literaturnobelpreis zweithöchsten Auszeichnung für Literatur, geehrt wurde, bin ich umgehend in meine Buchhandlung gegangen und habe das Buch erworben.

Mühsam habe ich mich von Kapitel zu Kapitel durch diese völlig ungleiche Liebesgeschichte zwischen einer jungen Frau und ihrem älteren, verheirateten Liebhaber und deren erotische Eskapaden im Ostberlin der letzten DDR-Jahre gequält immer in der Hoffnung, dass etwas Umwerfendes passieren würde, etwas, was das zuvor Gelesene dieser ewig dahin plätschernden Liebesgeschichte erklären könnte. Nichts geschah, der Zusammenbruch der DDR schien für die Protagonisten und ihrer Beziehung keinen Einfluss zu haben und auch für die Autorin nur eine Randnotiz wert zu sein. „Jenny Erpenbeck“ weiterlesen

97% sind sich einig – und was sagt der Rest?

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Von Hans Hofmann-Reinecke

Angeblich sind sich 97% der Wissenschaft einig, dass das Leben auf der Erde in seiner Existenz bedroht sei, falls die Menge des von Menschen in die Atmosphäre entlassene Kohlendioxid nicht drastisch reduziert wird. Wieso gibt es da noch 3% die daran zweifeln? Und wer sind die? Und wem sollte man glauben?

Ein bisschen Wissenschaft

Wir teilen uns den Lebensraum auf diesem Planeten mit unseren grünen Kumpanen, die, ähnlich wie wir, zu Essen und zu Trinken brauchen. Ihre Nahrung besteht aus Kohlendioxid, CO2, und ihr Getränk ist Wasser, H2O. Aus sechs Molekülen CO2 und sechs Molekülen H2O kochen sie sich ein Molekül Glukose. Wenn Sie das ausrechnen, dann sehen Sie, dass in den Zutaten insgesamt 2 x 6 Sauerstoffatome vom Kohlendioxid plus 1 x 6 vom Wasser enthalten sind, also insgesamt 18 Sauerstoffatome. Das ist des Guten zu viel. 12 davon werden bei der Zubereitung des Glukosemoleküls verworfen und in die Umgebung entlassen, und zwar in Form von 6 Sauerstoffmolekülen O2. Das ist eine gute Nachricht für uns Säugetiere.

Man spricht manchmal von großen Pflanzenansammlungen sie seien die „grüne Lunge“ der Erde. Erfreulicherweise sind diese Urwälder genau das Gegenteil: Unsere Lungen atmen nämlich Sauerstoff ein und Kohlendioxid aus. Die Pflanzen atmen Sauerstoff aus und Kohlendioxid ein.  Ohne CO2 würden die Pflanzen ersticken, sie würden dann kein O2 mehr produzieren und dann würden auch wir ersticken. Die niedrigste Dosis an CO2 in der Luft, bei der Pflanzen noch überleben könnten, wird auf 150 ppm geschätzt, also auf 150 CO2 Moleküle je einer Million Luftmoleküle. Darunter würde jegliches Leben enden.

Fazit: Ohne CO2 kein Leben, auch nicht für die Gretas.

Und noch etwas:  Bei der Zubereitung von Speisen führen wir ja meist Hitze zu. Wie kochen denn die Pflanzen ihre Suppe? Sie verwenden Energie aus der Sonnenstrahlung, Insbesondere nutzen sie den Blau-violetten Bereich bei 455 nm Wellenlänge und den roten um die 670 nm. Das Licht der Wellenlängen dazwischen, so im Bereich der 550 nm benutzen sie nicht, das wird reflektiert. Raten Sie mal welche Farbe das wohl ist? Es ist Grün! „97% sind sich einig – und was sagt der Rest?“ weiterlesen

Bemerkungen zur Aussage von Jens Spahn vor der Enquetekommission am 15.12.2025

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Von Bernd Braun

1. Ausgangslage

Bekannte Nebenwirkungen der Impfung gegen Covid, teilweise mit Todesfolge, sind dokumentiert und entschädigt worden. Das bedeutet, der Eintritt von Schäden durch Impfung ist nachweisbar, zumindest für bestimmte Fälle. Spahns Unterlassung einer unmittelbaren öffentlichkeitswirksamen Richtigstellung betrifft genau diese Gruppe, die durch Fehlinformation nach dem 15.12.2025 in die Impfung gegangen ist.

2. Bewertung

Garantenpflicht (§ 13 StGB)

Jens Spahn war als Gesundheitsminister Garantenpflichtiger für den Schutz der Bevölkerung. Durch die Unterlassung der Richtigstellung der Falschaussage über Fremdschutz verletzt Jens Spahn seine Garantenpflicht.

Vorsatz

Weil der Schadenseintritt gesichert ist, kann die Unterlassung als bewusste Inkaufnahme der Schäden gewertet werden:

  • Jens Spahn wusste, dass die Aussage „Impfung bietet Fremdschutz“ falsch war.
  • Jens Spahn konnte korrigieren, tat es aber nicht.
  • Die Folgen (Nebenwirkungen/Todesfälle) waren bekannt bzw. hinreichend vorhersehbar.

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G20 in Südafrika – wenn die Gäste fernbleiben

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Der jährliche Gipfel der G20 fand kürzlich in Südafrika statt. Die Regierung fühlte sich geehrt, die politische Weltelite zu Gast zu haben, wurde dann aber durch die Absage der mächtigsten Staatschefs enttäuscht. Die Namen der Abwesenden sagten schließlich mehr über den 2025 Gipfel aus als die der Anwesenden.

Eine eindrucksvolle Liste – und viele Absagen

Die G20 repräsentieren rund 85 % des globalen Bruttoinlandsprodukts und zwei Drittel der Weltbevölkerung. Zu ihren Mitgliedern gehören Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Südkorea, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Türkei und die die Vereinigten Staaten

Ein eindrucksvoller Club, 1999 als Forum der Finanzminister und Zentralbankchefs gegründet und seit 2008 auch auf Ebene der Staats- und Regierungschefs aktiv. Jedes Jahr treffen sich die Präsidenten für zwei bis drei Tage, um die großen geopolitischen und wirtschaftlichen Fragen zu besprechen.

2025 war Südafrika Gastgeber. Der Gipfel fand am 22. und 23. November in Johannesburg statt – eine Ehre, aber auch eine organisatorische und politische Herausforderung für Südafrika. Umso ernüchternder war das Ergebnis: Die wichtigsten Staats- und Regierungschefs sagte ab: Donald Trump (USA), Xi Jinping (China), Wladimir Putin (Russland), Javier Milei (Argentinien), Claudia Sheinbaum (Mexiko), Prabowo Subianto (Indonesien) und Kronprinz Mohammed bin Salman (Saudi-Arabien).

Schnell wurden beruhigende Erklärungen verbreitet: Das Ausbleiben einiger Gäste hätte den Erfolg des Treffens kaum beeinträchtigt oder – falls doch – dürften die Absagen in keiner Weise als Kritik an der südafrikanischen Regierung gewertet werden. Wirklich?

 Ein Regenbogen hält nicht ewig

Als die G20 1999 gegründet wurde, stand Südafrika hoch im Kurs. Fünf Jahre nach Ende der Apartheid und dem Amtsantritt Nelson Mandelas 1994 erlebte das Land einen beispiellosen Aufschwung. Sanktionen waren aufgehoben, Investoren strömten herbei, die „Regenbogennation“ galt als wirtschaftliches und gesellschaftliches Erfolgsmodell und war willkommen im Club der G20.

Ein Vierteljahrhundert später ist davon wenig übrig. Gemessen am Pro-Kopf-BIP liegt Südafrika heute weltweit nur noch auf Platz 112. Stromausfälle, Massenarbeitslosigkeit und eine der höchsten Kriminalitätsraten der Welt bestimmen den Alltag. Der Regenbogen wurde durch politische Intrigen und Korruption vom Himmel gewischt, statt Wohlstand für alle beherrscht heute die typisch afrikanische Dysfunktionalität den Alltag. Das ist die Wahrheit, vor der die Regierung die letzten Jahre die Augen verschlossen hat.

 Kopfwäsche im Weißen Haus

Im Mai 2025 besuchte Präsident Cyril Ramaphosa das Weiße Haus. Donald Trump sprach bei der Gelegenheit genau das dort offen an:

Die fürchterlichen Morde an weißen Farmern, die diskutierte Enteignung des Besitzes von Weißen ohne Entschädigung („Expropriation without Compensation“), sowie mehr oder weniger latente Diskriminierung weißer Südafrikaner bei der Jobsuche. Die Quotenpolitik des „Black Economic Empowerment (BEE)“, verpflichtet Unternehmen auf allen Hierarchieebenen bestimmte Prozentsätze schwarzer Südafrikaner zu erfüllen, und das auch im Vorstand – nicht selten zum Vorteil politisch bestens vernetzter ANC-Kader, die nie etwas für die Firma geleistet hatten.

Was Trump zudem störte, war die zunehmend anti-westliche und antisemitische Außenpolitik Südafrikas, seine enge Nähe zu Iran und zur Hamas, sowie die Klage gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof. Kein Wunder also, dass die USA dem Gipfel in Johannesburg fernblieben, und dass mehrere Verbündete diesem Beispiel folgten.

Bei Wladimir Putin lag der Fall anders: Gegen ihn liegt ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) vor. Südafrika hat das Römische Statut ratifiziert und wäre rechtlich verpflichtet gewesen, ihn bei Einreise festzunehmen. Eine Einladung zu einer Party also, auf der man festgenommen werden soll?  Vielen Dank!

Am Ende blieb von der illustren Gästeliste nicht viel übrig. Der Gipfel fand statt – aber die Abwesenheit der mächtigsten Staatschefs gab ein klares Signal: Südafrika, du bist kein verlässlicher Partner mehr, weder wirtschaftlich noch politisch. Du bist nicht mehr willkommen im Club.

Der Bestseller des Autors „Grün und Dumm“, und andere seiner Bücher, sind bei Amazon erhältlich. Weitere Artikel und Kontakt zum Autor bei www.think-again.org

 

Träumen ist erlaubt

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Von Peter Schewe

Träumen ist noch erlaubt. Das tat auch Ferdinand von Schirach, Strafverteidiger und erfolgreicher Autor lesenswerter Kriminalfälle, jüngst bei Caren Miosga.

Ausgehend davon, dass sich auch ein demokratisch verfasster Rechtsstaat gelegentlich den Entwicklungen anpassen sollte (Die Franzosen leben derzeit in der 5. Republik), wenn die Institutionen nicht mehr in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen und alle Probleme nur noch vor sich hergeschoben und in die Zukunft verlagert werden, plädierte er für eine grundlegende Reform unseres Grundgesetzes, gemeinhin auch als Verfassung bezeichnet: „Träumen ist erlaubt“ weiterlesen

Endlich!

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Von Peter Schewe

Endlich tut sich etwas in Sachen Bürokratieabbau und Digitalisierung. Diese beiden wie siamesische Zwillinge aus aller Munde tönenden Forderungen haben offenbar Gehör bei den uns Regierenden gefunden:

Wir können jetzt unsere Fahrzeugzulassung auch auf dem Handy mitführen. Wir müssen uns nicht mehr plagen mit dieser Zettelwirtschaft (nur noch im Ausland) und dem ewigen Gesuche danach. Handy raus und schon erledigt. Man benötigt dazu ja nur einen onlinefähigen Pass samt PIN und Passwort, seine ID-Nr., ein Smartphone und eine App und schon ist die uns quälende und alles erdrückende Bürokratie verschwunden, wie weggeblasen. Ein wahrer Doppel Wumms!

Bürokratieabbau durch Digitalisierung? Wer’s glaubt wird selig. Wie auch sollen Bürokratie, Formulare, Anträge und deren Bearbeitung verschwinden, nur weil sie nicht mehr auf Papier, sondern in eine unendliche Folge von Nullen und Einsen transformiert wurden?
Dazu zwei Beispiele aus eigener Praxis: „Endlich!“ weiterlesen