Heizungsgesetz gekippt – Achtung Wählerfang

Veröffentlicht am Kategorien Allgemein

Angeblich wurde die politische Missgeburt Heizungsgesetz gekippt. Die Bürger sollen wieder die freie Wahl haben, welche Heizung sie bevorzugen. Die Überraschung und Erleichterung war spürbar. Selbst scharfe Analytikerinnen wie Joana Cotar sparten nicht mit Lob. Scheinbar hatte Friedrich Merz endlich einmal eines seiner zahlreichen Wahlversprechen eingelöst.

Der Haken steckt wie häufig im Kleingedruckten. Ab 2029 müssen die Anbieter eine wachsende Quote „grünes Gas“ oder „grünes Öl“ in ihre Lieferungen mischen. Grünes Gas wird beispielsweise aus Biomethan gewonnen. Grünes Öl ist synthetischer Brennstoff, der auf der Basis von grünem Wasserstoff hergestellt wird. Sie werden auch als „E-Fuels“ bezeichnet. Ab 2029 soll den Plänen der Regierung zufolge mit einer Quote von zehn Prozent begonnen werden. Das muss man sich vorstellen wie bei der unsäglichen CO2-Abgabe. Die wurde beschlossen, trat erst nach ein paar Jahren mit einer relativ niedrigen Erhöhung in Kraft und hat mittlerweile einen Preis von 55 Euro pro Tonne erreicht. 2026 steigt er auf 65 Euro. Dieser CO₂-Preis verteuert seit 2021 fossile Brennstoffe wie Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel, um den „Klimaschutz“ zu fördern. Diese politisch festgelegte stufenweise Verteuerung wird nun durch die grüne Gas- und Ölquote noch forciert.

Im Koalitionspapier steht, in der ersten „Treppenstufe“ solle der Bio-Anteil 10% betragen. Wie hoch der Anteil bei der nächsten Stufe ansteigt, wird erst noch festgelegt. Bereits jetzt ist erkennbar, dass Grüngas und Grünöl in ein paar Jahren nicht mehr bezahlbar sein werden. Das ist kein handwerklicher Fehler, das ist so gewollt.

Friedrich Merz hat das bereits vor seiner Wahl angekündigt, er wolle Gas und Öl so teuer machen, dass die Leute von selbst auf Wärmepumpen umsteigen. Dieser Ankündigung folgt nun die Tat.



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