Frauen sind kein Freiwild!

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Die Tränen über den Frauenmord in Würzburg sind noch nicht getrocknet, das Entsetzen über die Vergewaltigung und Ermordung einer 13-jährigen in Wien noch abgeklungen, da wurde schon wieder eine Jugendliche brutal vergewaltigt. Diesmal im niedersächsischen Leer. Die 18-jährige wurde von zwei Syrern und einem Iraker in eine Wohnung gelockt, geschlagen und vergewaltigt. Weitere Einzelheiten wurden laut Polizeisprecherin „auch aus Opferschutz“ nicht bekannt gegeben.

Die mutmaßlichen Täter konnten wenige Stunden darauf festgenommen werden. Die drei Tatverdächtigen wurden einem Haftrichter vorgeführt, der eine Untersuchungshaft für alle anordnete. Dennoch kamen die Vergewaltiger umgehend wieder auf freien Fuß.

Der Haftbefehl existiere zwar weiterhin, erklärte ihr Rechtsanwalt, es müsse aber zusätzlich einen Haftgrund geben. “Das bedeutet zum Beispiel, dass aufgrund der Höhe der zu erwartenden Strafe eine konkrete Fluchtgefahr bestehen könnte.” Die der Vergewaltigung Verdächtigten seien zwischen 18 und 21 Jahre alt. Sie gälten noch als Heranwachsende. Da seien die Schwellen höher, die U-Haft zu vollziehen als bei Erwachsenen, so ihr Anwalt.  Solange das Gericht keine Fluchtgefahr sieht und die Beschuldigten bestimmte Auflagen erfüllen, kann die Vollstreckung der Haft ausgesetzt werden, weil eine tägliche Meldeauflage ausreichen kann, „damit sie in der jetzigen Phase nicht in den Knast müssen.“

So werden geschundene Frauen noch verhöhnt. Fluchtgefahr besteht gewiss nicht, denn die jungen Männer wollen ja ihre monatliche Zuwendung beziehen, wegen der sie ins Land gekommen sind.

Man erinnere sich an die Familie des Vergewaltigers und Mörders der 14-jährigen Susanna aus Mainz, die erst noch abwartete, bis sie zum letzten Mal ihr „Gehalt“ abholen konnte, ehe sie sich mit ihrem Mörder-Sohn in den Irak absetzte. Als die Behörden der Autonomen Republik Kurdistan am 9. Juni unter Begleitung von Dieter Romann, des Präsidenten des Bundespolizeipräsidiums  und Beamten der Bundespolizei nach Deutschland zurückgeholt wurde hat es prompt mehrere Anzeigen gegen Roman und die eingesetzten Beamten gegeben, das Verfahren ist später allerdings eingestellt worden. Allerdings zeigt dieser Vorgang, dass in Deutschland der Täterschutz über den Opferschutz gestellt wird. Über die Höhe seiner lebenslangen Strafe war der Täter allerdings entsetzt, denn es hätte sich ja lediglich um eine Frau gehandelt.

Die Vergewaltiger von Leer können auch auf milde Richter hoffen, sobald der Fall aus den Schlagzeilen heraus ist.

Es handelt sich aber nicht um eine Einzeltat. Wer 18-Jährige vergewaltigt googelt, stößt auf zahlreiche Fälle, der letzte ist von Ende Juni diesen Jahres und fand in der Nähe von Aschaffenburg statt. Wo sind die Feministinnen, die das thematisieren? Wo bleibt die öffentliche Empörung, von der manche Abschiebung von Menschen begleitet, die kein Anrecht auf Asyl haben.

Warum werden Vergewaltiger nicht ohne Wenn und Aber abgeschoben? Das wäre wenigstens eine Art Abschreckung und könnte deshalb hemmend wirken.

Die Milde der Justiz macht Frauen zum Freiwild!



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