Juden in der AfD

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Von Gastautor Magdalena Schubert

Bei einem Gespräch am Infostand der AfD erfuhr ich, dass es ein Buch gibt, welches die Beweggründe von Juden beschreibt, sich in dieser Partei zu engagieren. Der Titel lautet „Was Juden zur AfD treibt“. Mein Interesse war sofort geweckt. Am nächsten Tag bestellte ich das Buch in meiner Buchhandlung, die ich seit Jahren kenne, und stieß bei der Buchhändlerin auf spöttisches Staunen. Juden in einer Nazipartei? Das kann ja gar nicht sein! Die alltäglichen Triggerworte der sogenannten Qualitätsmedien hatten auch bei dieser ansonsten sensiblen und sanften Frau ihre Wirkung offensichtlich nicht verfehlt. Das sich daraufhin anschließende Streitgespräch soll hier jedoch nicht Thema sein.

Nun halte ich das Buch in Händen. Ein zeitgeschichtliches Dokument. Jüdische Stimmen aus Deutschland mit Gastbeiträgen von Orit Arfa, Boaz HaEtzni und Daniel Pipes. Renommierte, gebildete Menschen, die nicht länger schweigen wollen, die ihre persönliche Erfahrung in die Waagschale werfen, die gegen die politische Korrektheit und die damit verbundenen Tabus anschreiben, gegen das inzwischen allgegenwärtige Gesinnungsdiktat der linksgrünen Presse und der Politiker unserer Einheitspartei. Die Autoren gehören verschiedenen Generationen an und entstammen unterschiedlichen Kulturkreisen. Einige kommen aus der ehemaligen Sowjetunion und haben die kommunistische Diktatur am eigenen Leib erlebt. Ihre Sinne sind geschärft, ihre Wahrnehmung um ein Vielfaches wacher. Sie haben Antennen für Lügen und Propaganda, für falsche und verlogene Töne der Medien, für die Verdrehung von Fakten und manipulierte Berichterstattung. Jeder einzelne Beitrag in diesem Buch klärt auf! Obwohl ich glaubte, bereits umfassend über das politische Geschehen in Deutschland informiert zu sein, wühlen mich diese detaillierten Beschreibungen persönlich erlebten Judenhasses von Linksextremen doch sehr auf. Sie entlarven auf erschütterndste Weise die infamen Lügen linker Organisationen. Sie schildern die Verflechtung der Altparteien mit Terrorregimen, die Israel vernichten wollen, dieses unfassbare Maß an Heuchelei und Doppelzüngigkeit, diese bewusst gesteuerte Hetze gegen Andersdenkende und die Finanzierung der Antifa, die man skrupellos einsetzt, um die Opposition einzuschüchtern und mundtot zu machen. Ich zitiere Olli Weksler: „Vor allem war ich sehr überrascht davon, wie offen man im völlig von linksgrünen Clowns gekaperten Fernsehen und in der Presse mit ihrem starken islamophilen Faible Israel hasst und ihm alles Mögliche anlastet. Die Diffamierung von Juden und des Staates Israel ist bei öffentlich-rechtlichen, aber auch bei privaten Sendern die tägliche Norm.“

Die Autoren setzen sich auch kritisch mit dem Zentralrat der Juden auseinander und bescheinigen diesem große Feigheit und Unterwerfung. Für Olli Weksler sind es schranzenhafte Hofjuden, ein bürokratisches Anhängsel von Politfunktionären, kaum von einem Juden gewählte, an den Zitzen der Macht hängende, teils durch und durch senile, teils extrem islamophile Truppe. Deftige Worte! Harte Worte! Doch für mein Empfinden machen sie die schmerzhafte Enttäuschung dieser Autoren sichtbar, die sich vom Zentralrat der Juden nicht nur nicht vertreten, sondern auch verraten fühlen. Sie wollen eben nichts beschönigen, sie wollen nicht nach dem Mund reden und in das gleiche Horn blasen. Sie geben der Wahrheit und der Wirklichkeit eine Stimme! Eine laute Stimme! Sie kämpfen aufrecht, mit geschliffener Sprache, mit schonungslosen, jedoch ehrlichen Worten. Sie halten mit ihren berechtigten Emotionen nicht hinter dem Berg, sie zeigen ebenso die tiefen Verletzungen, die ihnen dieses Land erneut zufügt. Alexander Beresowski, in Freiburg i. Br. einmal Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit von RDL, berichtet davon, wie eine pro-israelische Demonstration von Linken und Muslimen angegriffen und eine israelische Flagge verbrannt wurde. Über den arabischen Judenhass seit den Zeiten des Großmuftis von Jerusalem bis Arafat. Und er schreibt: „Diese faktenbasierte Berichterstattung bezeichneten internationalistische Linke im Radio Dreyeckland und ihre dankbaren Zuhörer als Hetze.“ Er beschreibt das damalige persönlich erlebte Mobbing folgendermaßen: „Jene, die andere Menschen gerne als Rassisten bezeichnen, wenn man ihnen widerspricht, begannen offen mit ihren rassistischen und antisemitischen Anfeindungen.“ Und seinem Fazit kann ich voll und ganz zustimmen: „Die „freien“ Radios entpuppten sich als Medien, die frei von konservativen und liberalen Meinungen geworden sind.“

Die Autoren des schmalen Buches sind sich einig, dass eine beispiellose Hetzkampagne gegen die Opposition im Gange ist, dass schamlos das gesamte rechte politische Spektrum als verbrecherisch und das gesamte linke für heldenhaft und großartig erklärt wird. Für mich kämpft hier David gegen Goliath und ich hoffe von ganzem Herzen, dass David erneut den Sieg davon trägt.

Mein Resümee: Dieses Buch geht unter die Haut und trifft mitten ins Herz.



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