Zum (fast) Jahrestag dieser SPIEGEL-Story und einem erhaltenen Weihnachtsgruß

Veröffentlicht am

Von Gastautor Albrecht Künstle

Titelblatt vom 23. Dezember 2017

Was sich der SPIEGEL mit diesem Titelbild wohl gedacht hat? Oder ist das „gedacht“ eine Unterstellung? Vielleicht haben sie die Uhr um 2.000 Jahre vorgestellt, denn zu Christi Geburt gab es keine Muslime! Aber das passt gut zu Muhammads Geschichtsklitterung, den Koran habe es schon vor der Torah und dem Neuen Testament gegeben.

Als Weihnachtsgedanken einer CDU-Politikerin ein Gedicht von einem Friedhelm Häring (2017)

Das Christkind kommt und keiner lässt es rein.

Es kommt vom nahen Osten ganz allein, hat keine Gastgeschenke mitgebracht, wär’ gerne nur dabei zur Heiligen Nacht.

Die Liebe Gottes wird zum Fest besungen, sie schenkt uns diesen Palästina-Jungen, den Inbegriff die Menschlichkeit zu wagen.

Drum hat man ihn … ans Kreuz geschlagen.

Und während wir verkitschten Liedern lauschen und dabei die Geschenkpakete tauschen, geht er gesenkten Hauptes weiter.

Hier unter Christen ist ihm kein Begleiter.

Die führen nach dem fetten Festtagsschmaus zum kacken ihre großen Köter aus, erleichtert bellen die den Fremden an, am Morgen ist Festtagskirchgang dran.

… Ros’, dem Jungfrauenschoß entsprungen – in einem Stall gebar die Frau den Jungen -; er geht vom reichsten Land der Erde ans Kreuz, damit er wieder Opfer werde. )

Zum obigen Gedicht – so ein Schwachsinn kann man nicht unkommentiert stehen lassen:

  1. Wenn jemand das „Christkind“ nicht rein lässt, dann sind es die islamischen Länder des Nahen Ostens, aber nicht wir hier in Europa
  2. Es ist schon starker Tobak zu behaupten, die Menschen aus – weiß Gott woher – kämen zu uns, um mit uns „Heilige Nacht“ zu feiern. Sind diesem „Dichter“ die Terroranschläge und die Anschlagsversuche zur Vorweihnachtszeit entgangen?
  3. Schenkte uns Gott wirklich einen Palästinenser? Zur Zeit von Christi Geburt gab es zwar eine römische Provinz namens „Palestina“, aber es gab keine Palästinenser. Die römischen Besatzungsgebiete erstreckten sich auf Galiläa, Syria, Samaria und Judäa. Und die Philister, denen Palestina den Namen verdankte, gab es schon hunderte Jahre nicht mehr.
  4. OK, über unsere Weihnachtslieder kann man geteilter Meinung sein. Aber uns sind kitschige Weihnachtslieder immer noch lieber als unkitschige Koransuren von Imamen. Lieber jeden Sonntag kitschige Kirchenlieder, als fünfmal täglich der Ruf der Muezzine von den Minaretten herab.
  5. Christen sollen Jesus weniger als Begleiter haben, als der oben erdichtete Palästinenserjunge? Wenn sich unter F. Häring ein Kunsthistoriker aus dem Internet verbirgt, sei ihm verziehen.
  6. Schließlich müssen wir uns vorhalten lassen, dass wir Fremde anbellen. Wo ist dieser Dichter eigentlich daheim, aus welchem Land schreibt er?
  7. So jemand muss nicht von dieser Welt sein. Deutschland ist nicht das reichste Land der Erde. Es rangiert beim Einkommen auf Platz 18, beim Vermögen noch weiter unten. Unter den 12 reichsten sind 6 arabische Länder. Aber der „Gott“ jener Länder ist weniger großherzig. Nicht umsonst werden die Palästinenser auch die „Juden der Araber“ genannt.
  8. Maria und Josef waren auch nicht auf der Flucht, als Jesus geboren wurde. Sie kamen zur Registrierung für den Tribut an Roms Besatzungsmacht nach Bethlehem. Vermutlich registrierten sie sich nicht unter 14 verschiedenen Identitäten, wie das einige „Flüchtlinge“ bei uns zu tun pflegen. Und nachdem die Hl. Familie fliehen mussten (nach Ägypten) kehrten sie wieder nach Galiläa zurück, als Herodes tot war.

Auf die Kommentierung der Aufmachacher-SPIEGEL-Story verzichte ich. Ein Druckwerk, das schon viele erfundene Geschichten als „Reportagen“ durchgehen, und diese von Verehrern der schreibenden Zunft sogar auszeichnen ließ, druckt vielen Unsinn ab. Das Titelblatt stellte schon plakativ alles auf den Kopf, was Religionsforscher und Historiker herausgefunden hatten.



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