Offener Leserbrief an den Tagesspiegel zum “Globalen Migrationspakt”

Veröffentlicht am

Von Gastautor Dr. Wolfgang Hintze

An: leserbriefe@tagesspiegel.de

Offener Leserbrief an den Tagesspiegel

25. Oktober 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

als langjähriger Leser und Abonnent des Tagesspiegels bitte ich freundlich darum, dass dieser Brief neben der Veröffentlichung als Leserbrief vor allem der Redaktion zur Veranlassung vorgelegt wird. Aufgrund der Dringlichkeit des Themas schreibe ich den Text als offenen Brief.

Globaler Migrationspakt still und leise?

Am 10. und 11. Dezember 2018 soll in Marrakesch ein für die gesamte Menschheit epochales Ereignis stattfinden: der “Globale Migrationspakt”, der “Vertrag für die sichere, geordnete und reguläre Migration”, soll von über 190 UNO-Mitgliedern, darunter Deutschland, feierlich unterzeichnet werden.

Die Migration wird von vielen Menschen als eines der wichtigsten Problemfelder der Politik genannt. Es hat bereits zu erheblichen Verwerfungen und Spaltungen in Deutschland und Europa geführt. Die Umsetzung dieses Paktes wird jedoch auf Grund der Quantität eine völlig neue Qualität in das Migrationsproblem bringen: nach groben Schätzungen kann mit einer “geregelten” Migration von 200 bis 300 Millionen Afrikanern nach Europa gerechnet werden.

Umso erstaunlicher ist es, dass die Medien dem “Globalen Migrationspakt” so wenig Aufmerksamkeit widmen. Nach meiner Beobachtung können auch Bekannte, die sich für gut unterrichtet halten, auf Befragen nichts mit dem Terminus anfangen – und das knapp 8 Wochen vor der Unterzeichnung! Tippen Sie einmal “Globaler Migrationspakt” in Google ein und suchen Sie in der Trefferliste die Mainstream-Medien.

Ich will jetzt nicht spekulieren, ob diese “Zurückhaltung” der Medien Absicht ist oder nicht, sondern rege hiermit an, dass der Tagesspiegel sein Motto “rerum cognoscere causa” Ernst nimmt und diese Informations- und Wissenslücke sehr zügig mit einer gründlichen und ausgewogenen – d.h. pro und contra berücksichtigenden – Darstellung des Themas schließt.

Mit freundlichem Gruß

Dr. Wolfgang Hintze

Hinweis für die Blogleser, nicht zum Leserbrief gehörig:

Eine kurze Darstellung des Themas inklusive der Links auf die Originaldokumente in deutscher Sprache finden Sie zum Beispiel hier.

 



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