Morbus Germanicus

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Von Gastautor Olaf Krüger

Der Organismus Deutschland ist krank. Er hat Fieber, redet wirres Zeug und niemand versteht mehr in der Welt, was er dort tut und warum. Nur globale Taschendiebe, Totengräber und Nachlassverwalter reiben sich schon die Hände.

Es sind die Kinder und Enkelkinder des Wirtschaftswunders. Sie wollen mit eben diesem nichts mehr zu tun haben. Das Wunder, welches sie hervorgebracht hat. Das Wunder, das Jahr um Jahr die Basis für den Wohlstand der Kinder bis heute begründet. Das Wunder der Auferstehung aus Ruinen, das sie geboren hat, mit ihrer Bildungs- und zahnweißen Perfektion, ist für sie zum Fremdkörper geworden.

Es sei ihnen vergönnt, den Jungen – zumindest historisch betrachtet den Jüngeren von 68 und ihren Kindern. Undankbar – das waren sie schon zu allen Zeiten – stürmisch und kurzsichtig – auch das. Dabei haben sie doch auch immer Impulse gegeben, Impulse für den Fortschritt. Doch nun geschieht etwas Neues. Es wächst und ergreift Besitz vom Organismus. Es schädigt und schwächt ihn.

Es ist eine Autoimmunerkrankung. Teile des gewachsenen Organismus verselbstständigen sich und bekämpfen den an sich gesunden Organismus als wäre er krank. Sie bekämpfen den Organismus, der sie selbst erschaffen hat und der sie ernährt, sogar bis zum eigenen Tod.
 
Sie haben beste Gründe für Ihr Handeln: Nur Narren leugnen den Klimawandel. Nur Narren leugnen die zunehmende Not auf dem afrikanischen Kontinent und die ökonomischen Probleme der südlichen Euro-Staaten. Dabei werden viele Mittel zur Abhilfe zusammengerührt: Energiewende, Migrationspakt, Transferunion – solidarisch riechende Salben und Tinkturen mit vielen Zutaten.
Keines davon ist zuvor erfolgreich erprobt worden.
Aber weil die Erkrankung so schnell voranschreitet, sind die verabreichten Mittel “alternativlos”. Selbst bei schwersten Kontraindikationen helfen keine Laborergebnisse, keine Fakten, keine Beweise. Weghören, schweigen, leugnen. Und bevor das Mittel droht, Untauglichkeit für das Ziel der Heilung attestiert zu bekommen, wird das Mittel selbst zum Ziel, zum Dogma, zur Ideologie, zur
postfaktischen Wahrheit. Der grüne Strom kommt nun aus der Steckdose, der Bildungsnachwuchs aus Nahost und das Geld zum Leben aus der EU. Wer braucht da noch den Organismus?

Mit dieser ideologischen Wahrheit bewaffnet, lassen sich die Mittel auch gegen alle Fakten propagieren, es ist schließlich der Grund in sich. Hierfür lohnt es sich dann auch, Kollateralschäden zu akzeptieren – bis hin zum Geno-Suizid.
Ob es nun Rodungen von Wäldern für Windräder sind, die notwendige Akzeptanz von Mord und Terrorismus in unseren Städten oder die Atomisierung von Altersrücklagen auf unseren Konten – nichts ist mehr zu wertvoll, um nicht der Ideologie geopfert zu werden.

Was aber passiert, wenn der Organismus diesen Kampf verliert? Nicht einmal eine Krankheit bleibt von der Erkrankung. Die Autoimmunerkrankung stirbt mit dem Organismus.

Wir müssen diesen giftigen Arzneien die parlamentarische Zulassung entziehen. Diese Erkrankung kann der Organismus nur aus sich selbst heraus bekämpfen. Er muss sich wehren gegen die Zerstörung von Innen. Gesunde Meinungsvielfalt, Meinungsfreiheit, therapeutische Gespräche und demokratische Bewegungsläufe müssen helfen. Und am Sonntag gibt es auch wieder ein Rezept mit zwei Kreuzen. Und das ist kein Placebo.


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