Die Willkür und die Inzidenzen

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Von Gastautor Seven Lindgren

Konnte man am Anfang noch hoffen, vermuten, vielleicht sogar überzeugt sein, daß die Regierung zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung entscheidet und Maßnahmen trifft, über deren Nutzen ein breiter wissenschaftlicher Konsens vorliegt, kann man das nach mehr als einem Jahr ganz klar verneinen.

Es liegen schon lange genug Fakten oder mindestens starke Zweifel auf dem Tisch, um das gesamte Verfahren des Corona-Desaster-Management auf den Prüfstand zu stellen. Dafür, daß das noch immer unterbleibt, reicht auch keine geheuchelte Entschuldigung mehr und gegenseitiges Verzeihen gleich gar nicht.

Wenn die Regierung trotz hunderter Millionen für externe Berater und einem Stab tausender eigener Mitarbeiter nicht in der Lage ist, die Fakten zu analysieren und zusammen mit Wissenschaftlern neue Ansätze zu entwickeln und das Regierungshandeln neu auszurichten, dann handelt diese Regierung schon längst nicht mehr gutgläubig, sondern übt Willkür aus.

Wenn eine Kanzlerin ihren Inzidenz-Irrweg einer „Notbremse“ auch noch durch Aushebelung der föderalen Strukturen, die ja aus gutem Grund im Grundgesetz verankert wurden, mit aller Macht versucht durchzusetzen, dann muß Schaden abgewendet werden. Da wäre ein Rücktritt noch die eleganteste Lösung. Allerdings muß man sich fragen, wer aus der Inzidenz-Orgien-Echokammer zu einem unverstellten Blick auf die eigentliche Situation in der Lage sein soll.

Die Fakten:

1.

Die angestrebte Inzidenz 100 entspricht 0,1%. Das ist keine pandemische Lage! Erst recht nicht innerhalb von 7 Tagen.

2.

Die Inzidenzen sind keine Erkrankten, keine Infektiösen, keine Virenschleudern. Es sind nur die Zahlen von Tests, in denen ein kleines Stückchen Viren-RNA gefunden wurde. Ein Teil kann krank sein, das zeigt diese Inzidenz-Zahl aber nicht auf.

3.

Bei den positiven Testergebnissen ist durch Spezifität (99%) ein Anteil falsch positiver Ergebnisse enthalten, der natürlich ansteigt mit der Anzahl der insgesamt gemachten Tests und rauszurechnen ist!

4.

Die Anzahl der INGESAMT gemachten Tests, um mit Spezifität die falsch Positiven herauszurechnen, wird schlicht und ergreifend durch die Gesundheitsämter nicht erhoben. Nochmal: Die Gesundheitsämter bekommen nur POSITIVE TESTS übermittelt. Die können also gar keine Prävalenz der Bevölkerung berechnen! Nach über einem Jahr versucht man offenbar immer noch nicht, diese Gesamtzahlen der Tests für die eigene Region zu ermitteln!

5.

Die Prävalenz einer Region ist unbekannt, dafür müßte man alle testen und falsch positiv/negativ herausrechnen. Ohne bekannte Prävalenz rechnet man hilfsweise als Beispiel 100 positive Tests pro 100.000 Einwohner. Ergibt Inzidenz 100. So weit, so bekannt. Macht man zufällig doppelt so viele Tests findet man bei derselben Prävalenz („Durchseuchung“) jetzt aber logischerweise 200 positive Tests und die Inzidenz steht bei 200 (0,2%). Das Gesundheitsamt weiß aber gar nicht, ob sich nur die Anzahl der Tests verdoppelt hat oder etwa die Anzahl positiv Getesteter.

Daraus aber zu schlußfolgern, mit einem R-Wert von 1 (…den gab es ja auch mal…) hätte jeder positiv Gestestete einen anderen also angesteckt und jetzt sind doppelt so viele positiv getestet, ist auf dem selben Niveau wie das kleine Kind, das die Hände vors Gesicht schlägt und glaubt, daß es nicht mehr gesehen wird, weil es selbst nichts mehr sieht.

Auf „Wir haben es nicht gesehen“ kann sich keiner mehr rausreden.

Der PCR-Test weist nur Viren-RNA nach, keine Ansteckungsgefahr. Ob ein Patient krank und ansteckend ist, kann letztlich nur ein Arzt beurteilen.

Das alles kann doch nicht die Grundlagen von Lockdowns, Schulschließungen, Berufsverboten, Maskenpflicht mit Arbeitsschutzmasken, Ausgangssperren, Reisebeschränkungen, dem Verbot von Familienfeiern an Weihnachten und Ostern und Demonstrationsverboten sein!

Die Logik war offenbar das erste Corona-Opfer.

Diese Regierung, die auf Basis von größeren Inzidenzzahlen eine „Notbremse“ ziehen will, muß beweisen, daß es mehr Infektiöse gibt, die andere anstecken und so krank machen kann, so daß Intensivstationen überfüllt werden. Sie muß beweisen, daß nicht nur zufällig die Gesamt-Testanzahl erhöht wurde. Und diese Gesamt-Zahl kennt sie nicht mal!

Auf Grundlage einer zufällig erfolgten Anzahl von Tests und ohne Kenntnis von Gesamt-Testzahlen, können die das nicht beweisen. Die haben die dafür erforderlichen Zahlen schlicht und ergreifend nicht!

Deshalb sollte sich keiner mehr aktionistische Maßnahmen gefallen lassen. Lasst euch einen Bußgeldbescheid ausstellen, klagt dagegen. Die, die in jedem Bundesland schon die 6./7./8. Verordnung – zusammengeschustert haben, können bis heute nicht beweisen, auf welcher belastbaren Zahlenbasis das alles entstanden ist.

Inzidenz-Zahlen und PCR-Test sind keine Beweise für ein Ansteckungsgefahr und Pandemie!

Die bringen es nicht! Und das ist das Gegenteil von: „Wir schaffen das“

PS: Kleine Überlegung einer „medizinischen Hausfrau“: In Israel steigt nach Start der Impfung die Anzahl der „Covid-Fälle“, also positive PCR-Tests, sprunghaft. In einem Altenheim, das bis dato coronafrei war, ist die Hälfte der Bewohner nach der Impfung plötzlich positiv. Könnte es nicht sein, daß durch einen Impfstoff, der Viren-RNA im Körper duplizieren soll (Spikes), um eine Immunreaktion (bei vielen recht heftig…) zu verursachen, genau das Virus-RNA-Material produziert wird, das dann hinterher mittels PCR-Test nachgewiesen wird? Wenn man das zu Ende denkt, hat uns die Globale-Impf-Maschinerie ein Perpetuum Mobile untergejubelt.

Wissenschaftler ans Werk! Hypothese – Antithese – Synthese



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