Auf zum letzten Gefecht

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Nachdem der reale Sozialismus 1989/90 so schmachvoll gescheitert ist, war dies nicht das Ende der sozialistischen Idee. Dreißig Jahre später stellt sich heraus, dass es die Renaissance dieser Ideologie begünstigt, dass die verheerenden Folgen kaum noch zu besichtigen sind. Nordkorea ist hermetisch von der Welt abgeschlossen und interessiert nur, wenn es mit seinem Atomwaffenprogramm droht. Auf Kuba liegt über dem Zerfall eine Sonne- und Meer-Romantik. Touristen bewegen sich fast ausschließlich auf von den für sie eingerichteten touristischen Pfaden, an denen in Havanna die von der UNESCO geretteten Kolonialbauten zu sehen sind. In Varadero sind die Strände mit Stacheldraht geschützt, die indigene Kubaner draußen halten. Bestens versorgt mit allem, was das Herz begehrt, können die Besucher wie George Bernhard Shaw einst in Stalins Moskau sagen, dass sie auf Kuba gut gespeist und vom Hunger nichts bemerkt hätten.

Was die sozialistische / kommunistische Ideologie so faszinierend machte, untersucht Thomas Naumann in seinem Buch „Das letzte Gefecht“ anhand der Dramatiker Bertold Brecht und Friedrich Wolf. Beide sind einflussreiche Verfechter der kommunistischen Doktrin, beide hatten Schwierigkeiten, die kommunistischen Verbrechen anzuerkennen, als sie davon erfuhren.

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