Grüne im Schafspelz und Bürger im Schlafrock

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Von Gastautor Sven Lindgreen

Wie bringt man Gesetze unauffällig durchs Parlament? Entweder man nutzt eine Fußball-Weltmeisterschaft und drückt unpopuläre Themen durch, während die Fans auf der Fanmeile am Brandenburger Tor jubeln. Oder man versteckt als Opposition die entscheidende Zustimmung für die Regierungsvorlage hinter einer zweiten Abstimmung, bei der es nur um die Schlussfolgerungen aus der Ermächtigung der Regierung geht.

Diesen Taschenspielertrick haben die Grünen am  04.03.2021 bei der Abstimmung zum Antrag zur „Fortgeltung der die epidemische Lage von nationaler Tragweite betreffenden Regelungen“ angewandt.

Den haben sie abgelehnt, was sie immer betonen, wenn sie nach ihrer Position zur Verlängerung des Lockdowns befragt werden.

Der „Feststellung des Fortbestehens der epidemischen Lage von nationaler Tragweite“. als Voraussetzung dafür, den Bürgern weiterhin ihre Grundrechte zu beschneiden, haben sie vorher zugestimmt. Sie hätten sich nur viel rigorosere Regeln für die Fortsetzung des Lockdowns gewünscht.

Das ist keine Opposition, sondern Anbiederung, weil man sehr bald selbst auf der Regierungsbank sitzen möchte. Sich regierungskompatibel darzustellen, ist gerade auffällig unauffällige Strategie der Grünen.

Eine andere Variante, wie von der eigentlich skandalösen Entscheidung abgelenkt wurde, hielt am 03.03.2021 der Berliner Oberbürgermeister Müller mit dem mit viel Grün gestalteten Zettel hoch. Er präsentierte den in angeblich 9 Stunden mühsam errungenen Stufenplan von „Öffnungsschritten“ , inklusive Terminvergabe im Einzelhandel je nach Inzidenz, wenn dies oder das aber in Abhängigkeit von jenem und auch noch dem anderen und der Außentemperatur eintritt.

Man durfte sich zurecht fragen: Wann in den 9 Stunden haben die das gemalt? Der Knüller ist ja das kleine Copyright rechts hochkant „© Bundesregierung“. Ein klarer Fall des Dunning-Kruger-Effekts, denn wer will das „logische“ Konzept denn bitte kopieren? Vielmehr darf man vermuten, dass die Werbeprofis von S&F wieder kreativ mitgewirkt haben.

Man muss sich auch fragen, ob das Papier Dilettantismus oder schlimmer noch die pure Absicht ist, um maximale Verwirrung zu stiften? Wer ständig Regeln und Werte und dann noch die Art der Werte ändert und addierte Zahlenmonster auftürmt, schafft nur eins: Unsicherheit und Verwirrung.

Verunsicherte Menschen suchen nach Orientierung. Schade nur, wenn man sich den Schlafrock noch fester um die Schulter zieht und dann genau das wählt, was eigentlich frösteln läßt, denn die „Sie-kennen-mich“-Politiker werben ja nicht mehr mit politischen Zielen, sondern nur noch mit geschönten Gesichtern auf Wahlplakaten. Und natürlich mit dem Aufruf, dass wir alle den Gürtel enger schnallen müssen. Also wir Wähler, nicht die Aufrufenden.

Und vor lauter Beschäftigung mit den neuen Regeln zum Einkaufen mit oder ohne Termin je nach politisch festgelegter Inzidenz hat man nicht mehr im Blick, wer eigentlich die „epidemische Lage nationaler Tragweite“ verlängert hat, die uns immer noch in die Lockdown-Maßnahmen zwingt.

Und genau darum muss man, bevor man zur Wahlurne geht,  die aktuellen Verwirrspiele der Machteliten wie einen Vorhang zur Seite schieben.

Am Sonntag ist also Wahl in Baden-Württemberg und Rheinland Pfalz. Wenn der „Bürger im Schlafrock“ in seiner Komfortzone bleibt, nur sein Kreuzchen setzt und „die mal machen“ lässt wie bisher, hilft er bei seiner Entmündigung mit. Jedem sollte klar sein, dass nach der Wahl die Schafspelze abgelegt werden. Gerade die Grünen diktieren uns dann den Klimasozialismus des „Great Reset“ hinein. Spätestens 2030 sollen alle nichts mehr haben, nur noch mieten und teilen, denn was umverteilt wurde wird gebraucht für die behauptete Klimarettung.

Nur die „Eliten“ haben dann mehr als vorher, auch die Medien, die weiter helfen werden zu verschleiern, was geschieht, weil noch genug Krümel vom Tisch der Mächtigen fallen.



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