Stürmische Zeiten

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Von Gastautorin Annette Heinisch

Nicht nur die Herbststürme fegen über unser Land, wir sind auch politisch in stürmischen Zeiten, wobei die Gefahr von regelrechten Orkanen eher zunimmt. Vieles wird hinweggefegt, manchmal auch ganz bewusst. So sollen globale Institutionen die Demokratie ablösen, hinweggefegt vom Sturmtief namens „Corona“. Jedenfalls wünscht sich dies Klaus Schwab, Gründer des World Economic Forum in Davos. „The Great Reset“ nennt sich der Plan, der bereits im Jahr zuvor unter dem Namen der „Großen Transformation“ in Davos vorbereitet wurde.
Wollten damals noch die Lenker internationaler Großkonzerne sowie in deren Gefolge Politiker unter dem Vorwand des Klimawandels die Welt umgestalten – wobei sie mit zahlreichen Privatjets anreisten, was überdeutlich zeigte, für wie (un)gefährlich sie in Wirklichkeit den Klimawandel halten – , so bietet ihnen nun Corona ungeahnte Möglichkeiten. Ein wenig erinnert es an alte James Bond – Filme, bei denen der Bösewicht die Weltherrschaft an sich reißen will, was James Bond unter aufopferungsvollem Einsatz all seiner Kräfte verhindert. Heute thronen die Verfechter der Weltherrschaft gemütlich zusammen hoch oben in den Schweizer Alpen und planen gemeinschaftlich den Umsturz.
Für uns Bürger wird es daher höchste Zeit, sich finanziell abzusichern. Dies gilt umso mehr, als wir Deutsche bekanntlich europaweit zu den Ärmeren gehören. Wir verdienen zwar recht viel, haben aber kaum Vermögen. Aufgrund der enorm hohe Abgabenlast, können wir wenig zurücklegen. Steuersenkungen sind auch nicht in Sicht, jedenfalls nicht bei uns, eher im Gegenteil. Anders ist es in Italien, dessen Bürger nicht nur deutlich vermögender sind als wir Deutschen, sondern nunmehr voraussichtlich Steuersenkungen – finanziert durch den von unseren Steuergeldern maßgeblich finanzierten Corona – Wiederaufbaufonds – erwarten können.
„“Wenn wir die Krise bewältigen wollen, dann müssen wir die Steuern senken: Das ist die Priorität. Lasst uns einen Teil des Geldes aus dem Wiederaufbaufonds zur Reduktion der Steuerbelastung verwenden”, schreibt Italiens Außenminister Luigi Di Maio auf seiner Facebook-Seite.“ https://www.derstandard.de/story/2000117764816/corona-hilfen-italiens-aussenminister-denkt-laut-ueber-steuergeschenke-nach
Zusätzlich zur hohen Abgabenlast und fehlenden Zinseinnahmen wirkt vermögensmindernd, dass Geld oft unklug angelegt wird. Der Ökonom Dr. Daniel Stelter hat dies in seinem Buch „Das Märchen vom reichen Land“ eindringlich geschildert. Vor allem fehlender Immobilienbesitz ist ein Problem. Nicht zuletzt der sehr komfortable Mieterschutz führt dazu, dass viele sich lieber nicht für Grunderwerb einschränken wollen. Da Arbeitnehmer sich aufgrund der staatlichen Regelungen nicht selbst um ihre Alterssicherung oder sonstige soziale Absicherung kümmern müssen, muss sich der Durchschnittsbürger auch nicht mit der Wirtschaft oder Börse befassen. Das ist ganz anders in den Ländern, in denen Renten/Pensionen ganz oder teilweise durch Fonds gedeckt werden, bei denen die Märkte eine wesentliche Rolle spielen oder die Bürger auf diese Weise sich selbst – und sei es zusätzlich – absichern müssen.
Neben einer deutlich umfassenderen Vermittlung von Fachkenntnissen über Wirtschaft und Finanzen, wäre es sicher klug, den Bürgern mehr Einfluss auf ihr wirtschaftliches Schicksal zu ermöglichen, so würden sie mündiger.
Aber auch unter den bestehenden Rahmenbedingungen kann und sollte man sich um seine finanzielle Lage ein wenig kümmern. Da ich kein Anlageberater bin, kann und werde ich keine spezifischen Anlageempfehlungen aussprechen, aber ich möchte doch auf ein paar Möglichkeiten hinweisen, sich weiterführend zu informieren.
Der kostenlose Finanzblog des Verhaltensökonoms und Entscheidungsexperten mit Schwerpunkt Finanzen Prof. Dr. Hartmut Walz mit dem Titel „Schließlich ist es ihr Geld“ https://hartmutwalz.de/ ist da ein guter Anfang:
„Leicht erreichbares Opfer ist die Insider-Bezeichnung der Finanzdienstleistungsbranche für Kunden, die wenige Kenntnisse haben, aber den Willen, irgendwie Geld anzulegen. Also die Kombination von Beeinflussbarkeit und Sparfähigkeit. Dieser Blog hilft Ihnen, kein LeO, sondern ein informierter, mündiger, selbständiger Privatanleger zu sein.
Ich unterstütze Sie dabei, dass Sie vorankommen, dass Sie und Ihre Familie finanziell frei leben können. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr Geld viel besser investieren. Wie Sie unnötige Kosten sparen. Wie Sie Zeit und Mühe sparen. Wie Sie die Dinge einfach machen. Indem Sie neutrale und unabhängige Informationen erhalten. Aktuell, wissenschaftlich fundiert und unterhaltsam.“
Prof. Walz hält Vorträge und hat diverse Bücher geschrieben, z. B. „Einfach genial entscheiden im Falle einer Finanzkrise“. In seinem Blog schreibt er auch über Themen wie Riesterrente https://hartmutwalz.de/voellig-verriestert-unvorteilhafte-riester-vertraege-staatlich-verordnete-fehlkonstruktion/ oder Prämiensparen https://hartmutwalz.de/s-praemiensparen-verflixt-flexibel-die-sparkassen-und-ihre-praemiensparvertraege/.
Von ihm wie von vielen anderen Experten auch werden u. a. sogenannte ETFs empfohlen, die exchange – traded funds. Dies sind börsengehandelte Indexfonds, die schlicht einen Index nachbilden. Da kein aktives (und hochdotiertes) Management erforderlich ist, sind die Gebühren gering. ETFs gibt es auf verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Rohstoffe, Anleihen usw.. Manche decken den gesamten Weltmarkt ab, so dass mit relativ wenig finanziellem Aufwand und Kosten ein hoher Grad an Diversifikation erreicht werden kann. Auf den Börsenseiten im Internet wie Finanzen.net, wallstreet-online.de oder godmode-trader.de findet man eine extra Rubrik „ETF“, wo man die Kurse verfolgen kann.
Einen spezialisierten Einblick in die Welt der ETFs bietet z. B. justETF https://www.justetf.com/de/. Dort gibt es umfassende Informationen, Musterportfolios und es werden z. B. ETF – Sparplanangebote verschiedener Banken dargestellt.
Ein noch sehr neues und weitgehend unbekanntes Gebiet sind die sogenannten P2P – Kredite (peer to peer). Dabei handelt es sich um Crowd – Finanzierungen, d. h. Private verleihen an andere Private Geld, was über diverse Plattformen vermittelt/angeboten wird. Allgemeine und unabhängige Informationen darüber gibt es z. B. auf der Seite „Passives Einkommen mit P2P – Privatkrediten“ https://passives-einkommen-mit-p2p.de/.
Die Renditen sind bei diesen Krediten deutlich höher als bei vielen anderen Anlageformen, aber sie sind natürlich auch mit höherem Risiko behaftet. Als Beimischung mag es für den einen oder anderen eine interessante Option sein. Übrigens gibt es sogar ein deutsches Unternehmen, dass so etwas im Bereich Immobilienkredite anbietet, nämlich Exporo aus Hamburg https://exporo.de/. Denkt man gar nicht, dass es so etwas auch in Deutschland gibt, oder?
Die aufgeführten Möglichkeiten sind auch für den kleinen Geldbeutel geeignet, denn gerade für diese ist ein sehr bewusster Umgang mit Geld von grundlegender Bedeutung.

 

 



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