Hinrichtung vor 44 Jahren

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Am 30. April 1976 wurde der ehemalige politische Gefangene der DDR an der innerdeutschen Grenze bei Büchen aus einem Hinterhalt heraus von vier Scharfschützen der DDR erschossen. Er hatte zum dritten Mal versucht, eine der berüchtigten Selbstschußanlagen abzubauen, die Flüchtlinge (oder Tiere) in einem Umkreis von 20 Metern mit tödlichen Splittern übersäten, sobald sie ausgelöst wurden.

Die DDR bestritt die Tötungsabsicht und behauptete, die Selbstschußanlagen seien nur abschreckende Attrappen. Die Entspannungspolitiker der Bundesrepublik und ihre Unterstützer waren nicht scharf darauf, diese Lüge zu entlarven. Bis Michael Gartenschläger den unwiderlegbearen Beweis in Form einer dieser Selbstschussanlagen, die er in einer todesmutigen Aktion abgebaut hatte, zum Spiegel brachte.

Das verschaffte ihm nicht nur die unversöhnliche Feindschaft der DDR-Diktatoren, die ihm fortan nach dem Leben trachteten, sondern auch derjenigen Westlinken, die in der DDR den besseren deutschen Staat sahen, weil sie ihn nicht selbst aushalten mussten.

Am Jahrestag seiner Ermordung hat die Märkische Allgemeine einen wunderbaren Artikel über diesen ganz besonderen Menschen veröffentlicht. Bitte lesen! Leute wie Michael Gartenschläger dürfen nicht vergessen werden!



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