Die Geschichte Südtirols oder das schlechte Gewissen Europas

Von Gastautor Wolfgang Schimank

Die Dolomiten, die Drei Zinnen, der Meraner Höhenweg, die Gärten von Schloss Trauttmansdorff, die Apfelplantagen um Bozen herum und das riesige Apfel- und Weinanbaugebiet am Kalterer See sind beliebte Ausflugsziele in Südtirol, die jedes Jahr Tausende Touristen anziehen. Nirgendwo im deutschen Sprachraum sieht man so viele zerstörte und gut erhaltene Burgen. Viele von ihnen säumen die Brenner-Autobahn. Der Tourist oder Vorbeifahrende sieht diese stolz und kühn auf Bergspitzen stehen. Wenn diese ihre Geschichte erzählen könnten… Nirgendwo scheinen die Berge so schroff zu sein. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts lockten diese die Bergsteiger auch aus dem Deutschen Kaiserreich an. Davon zeugen Schutzhütten, die Namen wie Berliner Hütte, Chemnitzer Hütte, Düsseldorfer Hütte, Kölner Hütte und Zwickauer Hütte tragen. [1] Südtirol ist ein wunderschönes Fleckchen Erde. Aufgrund der tiefen Religiosität sind auch viele alte Bräuche erhalten geblieben. Kein Wunder also, wenn Musikgruppen wie „Frei.Wild“ und die „Kastelruther Spatzen“, jede auf ihrer Art und Weise, von Liebe, Heimat und Tradition singen. „Die Geschichte Südtirols oder das schlechte Gewissen Europas“ weiterlesen