In den Ländern des Heimatkrieges: Srebrenica

Die Fahrt von Vukovar nach Srebrenica führt nicht nur über neue Grenzen, sondern durch idyllische Landstriche. Im Tal der Drina stelle ich fest, dass der Fluss tatsächlich, wie von Ivo Andrić beschrieben, smaragdgrünes Wasser führt. Die anschließenden Berge laden zum Wandern ein, besonders in diesem verführerischen Spätvormittagslicht. Keine gute Idee, denn sie sind noch mit Minen verseucht. „In den Ländern des Heimatkrieges: Srebrenica“ weiterlesen

In den Ländern des Heimatkrieges: Vukovar

Die Fahrt von Belgrad nach Vukovar  mussten wir zwei Stunden früher als geplant starten. Unserem bosnischen Bus war es nicht gestattet, die serbisch-kroatische Grenze direkt zu überqueren. Wir mussten einen Umweg über Bosnien, genauer gesagt, die „Republik Srbska“ machen, ein autonomes Gebilde in Bosnien, Überbleibsel aus dem Bürgerkrieg. Ein serbischer General,Ratko Mladić, der die hiesigen Kämpfe kommandiert hatte, rühmte sich nach seinem Sieg, dass es erstmals gelungen wäre, einen serbischen Staat auf nichtserbischem Gebiet zu errichten. „In den Ländern des Heimatkrieges: Vukovar“ weiterlesen

In den Ländern des Heimatkrieges: Belgrad

 

Wir sind eine Gruppe auf Studienreise, die von der Stiftung Aufarbeitung des SED- Unrechts in jedem Jahr in postkommunistische Länder durchgeführt wird. Diesmal wollen wir uns über den Zusammenhang von  kommunistischer Diktatur und Bürgerkrieg Anfang der Neunziger im ehemaligen Jugoslawien informieren.

Belgrad empfängt uns mit brütender Hitze.

Schon auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt, bekommt man den Eindruck, dass der Krieg immer noch gegenwärtig ist. Einige Häuser, die während des Natobombardements getroffen wurden, stehen demonstrativ als Ruinen an markanten Punkten. „In den Ländern des Heimatkrieges: Belgrad“ weiterlesen

Das Schicksalsjahr 1976

Die Thüringer Landesvertretung in Berlin war immer eine gute Adresse für interessante Veranstaltungen. Das ist auch unter der neuen Regierung so geblieben.

Am vergangenen Mittwoch wurde ein besonderes Highlight präsentiert. Auf Einladung des Staatssekretärs Malte Krückels stellte der Autor Karsten Krampitz sein neues Buch „1976 – Die DDR in der Krise“ vor. Zur Überraschung des Gastgebers war der Saal bis auf den letzen Platz gefüllt.

Was soll ein neues Buch über die DDR? Ist da nicht schon alles erforscht? Die Publikationen über den untergegangenen Staat füllen schließlich ganze Bibliotheken. Allein über die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann stünden mehr als ein Dutzend Bände in seinem Regal, eröffnete der Moderator Salli Sallmann das Gespräch mit dem Autor. Im Gegenteil, konterte Krampitz, jede Generation hätte das Recht, ihren eigenen Blick auf die Geschichte zu entwickeln. „Das Schicksalsjahr 1976“ weiterlesen

Erneuerter Gedenkort für einen Massenmörder?

Völkerverständigung ist eine gute Sache, aber man sollte dabei niemals vergessen, mit wem man verhandelt und mit welchen Regimen man es zu tun hat. In einem aktuellen Fall in Sachsen könnte dies leider im Falle des neuen Botschafter Vietnams Doan Xuan Hung und der deutsch-vietnamesischen Zusammenarbeit passiert sein. Denn offenbar wird ernsthaft erwogen einen DDR-Erinnerungsort mit staatsvietnamesischer Hilfe geschichtspolitisch einseitig neu aufzubauen. Neben der Erinnerung an die Ausbildung von vietnamesischen Kindern in der DDR würde hier, wenn es denn so umgesetzt werden würde, offenbar ein völlig unkritisches Bild eines Massenmörders demokratisch geadelt. „Erneuerter Gedenkort für einen Massenmörder?“ weiterlesen

Ein vergessenes Verbrechen

Im Mai 1944 begann auf Befehl Stalins die gewaltsame Umsiedlung der Krimtataren. Offiziell wurden 189 000 Menschen aus ihren angestammten Wohnsitzen vertrieben. Mit den wenigen Habseligkeiten, die sie innerhalb von zwanzig Minuten, die das Räumkommando ihnen ließ, packen konnten, wurden sie in Züge verladen und oft sogar ohne Trinkwasser tagelang zu ihren neuen „Siedlungsgebieten“ gefahren. Ungezählte Menschen verdursteten bereits während der Fahrt. Andere starben am Ankunftsort, wo sie nichts als nackte Erde erwartete und sie sich mit bloßen Händen gegrabenen Erdgruben als Unterkunft behelfen mussten. Geschätzte 45% der Krimtataren kamen in den ersten Monaten der Deportation ums Leben. „Ein vergessenes Verbrechen“ weiterlesen

Politische Korrektheit tötet

Kürzlich wurde mir von einem Freund ein Interview des Sängers Jesse Hughes der Band „Eagles of Death Metal“ zugeschickt. Hughes, der auf der Bühne stand, als bei dem Überfall auf das Bataclan 89 seiner Fans ermordet wurden, spricht in diesem Interview Klartext. Was er zu sagen hat, verdient weite Verbereitung.

Hughes beginnt damit, dass die Qualitätsmedien seine Einlassungen nach dem Attentat nur verzerrt wiedergegeben haben, teilweise so verdreht, dass die Leser den Eindruck gewinnen mussten, dass Hughes das Gegenteil dessen geäußert hätte, was er wirklich gesagt hat.

Seine Darstellung, wie sich der Überfall abgespielt hat, passt nicht ins politisch korrekte Schema. „Politische Korrektheit tötet“ weiterlesen

Tod einer Reuelosen

Sie war die eiserne Lady der DDR. Die Frau mit der eleganten Figur und den lila Haaren war keine Modepuppe, für die man sie hätte halten können, sondern eine knallharte Ideologin. Wäre ihre Amtszeit nicht in die schon etwas mildere DDR- Zeit gefallen, Frau Honecker wäre , hätte sie als geistige Schwester der berüchtigten Richterin Hilde Benjamin gelten können. Keine Gnade für den Klassenfeind und seine Handlanger! Diesem Grundsatz ist sie bis zu ihrem Ende treu geblieben. Ihr Haar wurde weiß, die Gesichtszüge härterer, von Altersmilde keine Spur. Dass man über diese Tote so wenig Gutes sagen kann, hat sie selbst verschuldet. Noch 2011 hat sie in einem Interview die Mauertoten verhöhnt. Sie hätten es sich ihren Tod selbst zuzuschreiben, da sie gewusst haben, dass geschossen werden würde. „Tod einer Reuelosen“ weiterlesen

Die Antifa marschiert für Berufsverbote

Die Antifa beschränkt sich längst nicht mehr darauf, den verhassten Rechtsstaat zu bekämpfen, indem sie Polizisten angreift, Autos anzündet, Geschäfte demoliert, Bahnanlagen zerstört und Parteibürofenster beschmiert. Immer öfter werden Personen, die in den Augen der feigen Fighter gegen „Rechts“ der falschen Partei angehören, in ihrer privaten und beruflichen Sphäre bedroht.

Jüngstes Beispiel ist ein Weißenseer Zahnarzt, der Mitglied der AfD ist und am Parteitag teilgenommen hat.

Die AfD ist die Partei, von der kein Geringerer als unser oberster Verfassungsschützer Hans- Georg- Maaßen gesagt hat, es gäbe keinen Grund, sie vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Zuvor hatte unser Justizminister Maas indirekt dazu aufgefordert. „Die Antifa marschiert für Berufsverbote“ weiterlesen

Die Facebook- Festung

Am Tag des Terroranschlags von Brüssel am 22. März ging wegen eines kritischen Posts über Kanzlerin Merkel mitten in einer von den Qualitätsmedien entfachten Kampagne meine persönliche Facebookseite vom Netz. Der beanstandete Post, in dem Merkels Politik in Verbindung mit dem Terroranschlag in Brüssel gebracht wurde, war zu diesem Zeitpunkt schon seit Stunden gelöscht. Keine fünf Minuten alt war meine Stellungnahme, mit der ich auf die Medienkampagne reagiert habe.

Politiker sind keine schützenswerte Minderheit, die man nicht kritisieren darf. Auch wenn man den Post sarkastisch oder geschmacklos finden konnte, war das kein Grund für eine Sperrung. „Die Facebook- Festung“ weiterlesen