Franz Werfel – der Schriftsteller der Stunde

Von Gastautor Ingo Langner

„Zwischen Weltkrieg II und Weltkrieg III drängten sich die Deutschen an die Spitze der Humanität und Allgüte. Und sie nahmen das, was sie unter Humanität und Güte verstanden, äußerst ernst. Sie hatten doch seit Jahrhunderten danach gelechzt, beliebt zu sein. Und Humanität schien ihnen jetzt der bessere Weg zu diesem Ziel. Sie fanden diesen Weg sogar weit bequemer als Heroismus und Rassenwahn. (…) So wurden die Deutschen die Erfinder der Ethik der selbstlosen Zudringlichkeit.“

War der Dichter und Schriftsteller Franz Werfel ein Prophet? Kann er 1945 bereits vorhersehen, was sich allerspätestens in der „Willkommenskultur“ anno 2015 offenbaren würde? Oder hat er nach zwei Weltkriegen genug erfahren, um wissen zu können, daß der „Deutsche an sich“ nur dann glücklich ist, wenn unter welchen Vorzeichen auch immer die Parole gilt: „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!“? „Franz Werfel – der Schriftsteller der Stunde“ weiterlesen

Einreisestopp für Juden!

Ein abwegiger historischer Vergleich

Von Gastautor Josef Hueber

Selbsthass ist masochistische Lust an der Negation und Destruktion der eigenen Identität. Diese psychische Entgleisung betrifft nicht nur Individuen, sie kann auch als nationale Epidemie auftreten. Beispiel Deutschland, wo “ Scheißstaat“ und “ Schweinesystem“ zu frei schwebenden Polit-Slogans wurden. Kein Entsetzen seitens unserer Volksvertreter, keine mediale Empörung dazu. Wie anders als pathologisch soll man das diagnostizieren, wenn dies in einem Land passiert, wo die Bio-Bürger, und jetzt schon und bald noch mehr auch die Welcome-Zuwanderer, das Recht auf eine überragende, gemeinschaftlich finanzierte Fürsorge haben, wo sie die Herrschaft des auf gleicher Würde aller Menschen bezogenen Rechts genießen und ein Leben in Freiheit führen können? Und das alles, wie es in kaum einem anderen Land weltweit gewährleistet ist?

Ist diese „aberratio mentalis“, die geistige Verwirrung, eine deutsche Eigenheit, gewachsen in der Phase der perpetuierten ideologischen Anklage der 68-er an ihre Nazi-Erzeuger? Oder gibt es derart fehlgeleitetes Denken nur hier? „Einreisestopp für Juden!“ weiterlesen

Die Machtbesessene – Merkel sieht sich als alternativlos!

Das Interview im ZDF, zu dem sich Kanzlerin Merkel selbst eingeladen hat, um auf das unerwartete Grummeln in der CDU zu reagieren, hat alle Negativerwartungen übertroffen.
Es präsentierte sich eine belustigt grinsende Partei- und Staatschefin, die sich selbst dann für alternativlos hält, wenn das Mitgliedervotum in der SPD zuungunsten der GroKo ausgehen sollte.

Lass die Kühnerts strampeln und die Spahns kritteln – Merkel steht über allen und allem. Wenn die SPD nicht will, geht sie zum Bundespräsidenten, der muss nach Artikel 63 GG einen Wahlvorschlag machen – sie steht als Kandidatin zur Verfügung. Das hat sie wirklich gesagt! Dann gibt es, davon ist sie felsenfest überzeugt, eine geschäftsführende Regierung bis zur nächsten Wahl.

Sie wird die nächsten vier Jahre durchziehen, als Kanzlerin und als Parteivorsitzende.
Wer etwas anderes gehofft hatte, ist einfach naiv.
Ich hatte nichts anderes erwartet, allerdings bin ich über die Unverschämtheit verblüfft, mit der sie agiert. „Die Machtbesessene – Merkel sieht sich als alternativlos!“ weiterlesen

„Erfolg haben – Mensch bleiben“ oder „Alle scheißen alle an“

von Gastautor Dr. Wolfgang Hintze

Heute interessante Frühstückslektüre im Tagesspiegel: Jürgen Hesse von Hesse/Schrader, Deutschlands führenden Experten auf dem Gebiet der Bewerbungs- und Karriereberatung, Motto „Erfolg haben – Mensch bleiben“, rät einer sich unwohl fühlenden Webdesignerin „Wie gehe ich gegen Rassismus an?“ [1].

Stefan Krawczyk, Liedermacher der DDR, Autor des „Polizeistaat-Liedes“, dessen Refrain „Frag doch mal’n Polizist, was ’n Polizeistaat ist, und zur Antwort kriegst du dann, alle scheißen alle an, alle scheißen alle an.“ 1988 von den Verhafteten der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration im Gefängnis Rummelsburg gesungen wurde [2].

Um zu verstehen, was das eine mit dem anderen zu tun hat, lesen wir einfach weiter.

Zuerst die Frage:

Ich bin Webdesignerin und sitze mit meinem Team in einem Großraumbüro. Schlimmerweise bekommen wir häufig mit, über was sich die anderen Kollegen unterhalten. Ihre vermeintlichen Witze sind oft rassistisch, sie freuen sich über AfD-Tweets, diffamieren andere Mitarbeiter. Leider bin ich nicht so mutig, aufzustehen und etwas dagegen zu sagen. Aber ich fühle mich sehr unwohl Was kann ich tun? „„Erfolg haben – Mensch bleiben“ oder „Alle scheißen alle an““ weiterlesen

Schluß mit dem Lügentheater! Neuwahlen jetzt!

Angeblich hat der „Verzicht“ von Martin Schulz auf das Amt des Außenministers ganz Deutschland in die Krise gestürzt. Jedenfalls behauptet das der ZDF-Kommentator Wulf Schmiese. Das Duell Gabriel – Schulz um die fetten Pfründe könnte das Zustandekommen der Großen Koalition gefährden.
Das wäre nicht die Krise, sondern die große Chance, endlich ein Politik-Personal loszuwerden, das, wie Gabriel und Schulz beweisen, längst nur noch für die eigenen Interessen kämpft.
Um Schulz, den „glühenden Europäer“ ist es nicht schade. Er hat sich im Europäischen Parlament eine millionenschwere Nase verdient, indem er Sitzungsgelder auch für die Tage abrechnete, an denen er nicht in Brüssel oder Straßburg war. Klar, wer es gelernt hat, den Politikbetrieb als Selbstbedienungsladen zu nutzen, möchte gern mehr davon.

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Kleine GroKo im Größenwahn

Wir können aufatmen. Ab sofort werden wir nicht mehr von Wasserstandsmeldungen über die Verhandlungen genervt. Es muss nicht mehr spekuliert werden, was hinter verschlossenen Türen ausgeheckt wird. Es werden keine Fotos durch Fenster von Verhandlungszimmern mehr geschossen, jedenfalls vorläufig nicht. Es lagern nicht mehr hunderte Journalisten vor den heiligen Verhandlungshallen, die versuchen, aus Blicken und Satzfetzen der Verhandler, die sich kurz vor der Tür zeigen, wie im Kaffeesatz zu lesen. Jetzt kann man den Koalitionsvertrag lesen und seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt finden.
Merkel – „Ich kann nicht erkennen, was wir jetzt anders machen müssen“ – bleibt Kanzlerin, Seehofer, der Oberumfaller, wird Innenminister und Schulz – „In eine Regierung von Angela Merkel werde ich nicht eintreten“ – traut sich tatsächlich, auf das Außenamt zuzugreifen. Welches Signal geht von diesem Trio aus? Heiteres Raten, wer von den Dreien das Vertrauen der Bürger am meisten verspielt hat? Diese Triumvirat steht für machtgeilen Opportunismus, nicht für Aufbruch. „Kleine GroKo im Größenwahn“ weiterlesen

Ganze 69% Zustimmung für GroKo- aber nur bei 70+!

Von Gastautor Wahre Wahl

Der folgende Artikel ist etwas länger, aber er enthält puren Sprengstoff. Die GroKo ist eine Koalition für die Alten, speziell für die ganz Alten. Die junge Wählerschaft und die Leistungsträger unserer Gesellschaft halten nichts von Union und SPD.

Der Bundeswahlleiter hat fast unbemerkt von der Öffentlichkeit am 26.01.2018 umfangreiches Zahlenmaterial zur BTW 2017 veröffentlicht. Details sowie zahlreiches Zahlenmaterial findet sich auf der Website des Bundeswahlleiters www.bundeswahlleiter.de

Man hat in über 2700 Wahlbezirken (einschliesslich Briefwahlbezirken) ca. 2,2 Millionen Wahlzettel codiert, beispielsweise „M3“ – das bedeutet dass der Wähler männlich ist und zur Altersgruppe 3 (35 bis 44) gehört oder „F1“ – der Wähler ist weiblich und gehört zur Altersgruppe 1 (18 bis 24). Die Anonymität bleibt so natürlich voll gewahrt. Anhand dieser ermittelten Werte hat man mit bewährten statistischen Verfahren die Gesamtzahlen hochgerechnet.

Nie zuvor wurde eine (Nach)Wahlstatistik basierend auf solch umfangreichen „Echt“Zahlen erstellt. Früher hat man sich mit repräsentativen Nachwahlbefragungen beholfen (Befragung nach Verlassen des Wahllokals) – da konnte noch „geflunkert“ werden, ausserdem blieben Briefwähler dabei aussen vor. Und es wurden sehr viel weniger Personen befragt … „Ganze 69% Zustimmung für GroKo- aber nur bei 70+!“ weiterlesen

GroKo ? Nein, Minderheitsregierung

Eigentlich wollte die SPD ja nicht wieder in eine Merkel-Regierung eintreten und sie hätte weiß Gott gut daran getan, bei diesem Beschluss zu bleiben. Doch sie hat sich aus Angst vor einer Neuwahl an den Verhandlungstisch gesetzt, um Selbstmord aus Angst vor einem möglichen Tod zu begehen.

Was die SPD-Spitze antreibt, ist nur noch mit Motiven wie Postenhascherei um jeden Preis zu erklären. Martin Schulz, bereits ein politischer Zombie, möchte weiter seine gespenstische Politik betreiben können – am liebsten als Außenminister. Da ist aber nicht nur Sigmar Gabriel vor, der seinen Druckposten mit allen Mitteln verteidigt, sondern auch die Parteibasis, die ihres Kurzzeit-Helden im Schulzzug bereits überdrüssig geworden ist und möchte, dass er zurück ins Glied tritt.

Um Komplikationen mit der SPD-Basis zu vermeiden, die den Koalitionsvertrag bestätigen muss, soll über die Postenverteilung erst nach der Abstimmung geredet werden. Nur die Medien betreiben schon jetzt das Spiel: „Wer wird was im Kabinett Merkel?“.

Das Personaltableau, das dabei präsentiert wird, ist auf jeden Fall gruselig. Außer den drei Parteivorsitzenden, die allesamt auf dem absteigenden Ast sitzen, sind es nur altgediente Parteisoldaten, auch wenn sie noch nicht so viele Jahre zählen. Jens Spahn, Julia Klöckner, Alexander Dobrindt werden genannt. Die ersten beiden haben kaum Aussichten und werden nur genannt, damit die Kandidatenliste nicht noch älter aussieht, als sie ohnehin schon ist. Die SPD hat neben Frau Barley nichts Jüngeres zu bieten. Wenn dieses Kabinett erst gebildet ist und für sich reklamiert, dass es ein „Zukunftsprojekt“ sein soll, fühlt man sich an den DDR-Witz erinnert: Einzug des Politbüros, Einschalten der Herzschrittmacher, Absingen des Liedes „Wir sind die junge Garde des Proletariats.“ „GroKo ? Nein, Minderheitsregierung“ weiterlesen

Meinungsfreiheit 2.0 : Wie die Linke vom Verteidiger zum Jäger wurde

Von Gastautor Josef Hueber

Für die Freunde Rosa Luxemburgs war es ein zeitbegrenztes Glück, dass man ihre scheinbare Offenheit für abweichlerisches Denken als Dokument links-intellektueller Offenheit instrumentalisieren konnte:

„Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden“.

Da man nicht wusste oder nicht wissen wollte, dass sie nicht die fundamental konträren Ansichten meinte, etwa die der Kapitalisten oder der Gegner der kommunistischen Weltrevolution, tat dies ihrem Ruf zunächst keinen Abbruch. Die Begeisterung für ihre Aussage als Gewährung von Meinungsfreiheit (unter Vorbehalt) erfuhr nachträglich jedoch einen ernüchternden Sturz vom Thron linker Ikonen, auch wenn viele immer noch Wallfahrten zu ihrem Grab unternehmen: „Die Verehrung gilt jener Frau, die für die Kommunisten den Status einer Maria Muttergottes hat“. (http://bit.ly/2DZKMIg) Als Verteidiger der Meinungsfreiheit ist RL jedenfalls nicht zu gebrauchen. „Meinungsfreiheit 2.0 : Wie die Linke vom Verteidiger zum Jäger wurde“ weiterlesen

„Das ist doch nur eine Frau“, sagt der Mörder – „Frauenrechte sind nicht verhandelbar“, sagen wir

Von Gastautorin Angelika Barbe

Leyla Bilge, Frauenrechtlerin, organisiert einen Frauenmarsch zum Kanzleramt gegen Gewalt und Islamisierung. In Berlin stehen am 17.02.18 um 15 Uhr am U-Bahnhof Hallesches Tor alle Männer und Frauen, die für die These eintreten: „Frauenrechte sind nicht verhandelbar“.
Hier sind die Gründe:

Der österreichische Bundespräsident Van der Bellen warnt die Frauen, wenn die „Islamophobie“ (damit wird demokratisch legitimierte Islam-Kritik diffamiert) so weiter gehe, werden die Regierenden alle Frauen auffordern müssen, ein islamisches Kopftuch zu tragen – aus Solidarität zu den Frauen, die ein Kopftuch tragen müssen.
Übrigens ist Islamophobie ein von Khomeini geprägter Kampfbegriff, um islamische Gewalttäter, islamische Terroristen, islamische Mörder als Opfer zu tarnen und nicht als Täter zu entlarven.
Die Drohung Van der Bellens nimmt Gestalt an. Jetzt dürfen wir uns schon mal im Binden eines islamischen Kopftuchs üben. Die Dresdner Volkshochschule macht es möglich und bietet einen solchen Kurs an, im Gegensatz zu anderen VHS-Kursen für die Teilnehmer kostenlos und stattdessen bezahlt vom Steuerzahler. „„Das ist doch nur eine Frau“, sagt der Mörder – „Frauenrechte sind nicht verhandelbar“, sagen wir“ weiterlesen