Der Hoffnungsträger der Verzweifelten

Nun hat die SPD pro forma noch vollzogen, was Sigmar Gabriel für sie beschlossen hat: Martin Schulz wurde vom Parteivorstand als Kanzlerkandidat gekürt. Außerdem soll Schulz demnächst Parteivorsitzender werden. Begeisterten Medienberichten zufolge soll Schulz streckenweise wegen des starken Applauses nicht zum Reden gekommen sein. Anscheinend hielt es der SPD-Parteivorstand für angebracht, dem 11-Minuten-Beifall auf dem CDU-Parteitag für Angela Merkel etwas entgegenzusetzen. Wenn die Politiker sich nicht selbst beklatschen, tut es keiner mehr. „Der Hoffnungsträger der Verzweifelten“ weiterlesen

Müllers Mauer im Kopf

Immer wenn man denkt, peinlicher kann kein Politikerstatement mehr sein, bekommt man prompt das Gegenteil bewiesen. Diesmal hat der Regierende von Berlin, Michael Müller, sich als heißester Anwärter auf den „Peinlichsten Berliner“ profiliert.

Ausgerechnet am 27. Januar, einem Tag, an dem es angebracht gewesen wäre, sich mit dem wachsenden Antisemitismus in der Hauptstadt auseinanderzusetzen und zu erklären, was man gegen No-Go-Areas für jüdische Mitbürger tun will, lässt Müller eine Presserklärung herausgeben, die sein Geschichtsbanausentum offenbart. „Müllers Mauer im Kopf“ weiterlesen

Zensur und Zersetzung à la MDR

Seit es die Kamenzer Rede gibt, ist es üblich, dass der Mitteldeutsche Rundfunk sie überträgt, um sie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Das war kein Problem, solange die Redner Friedrich Schorlemmer oder Feridun Zaimoglu hießen. Bei dem Radebeuler Schriftsteller Jörg Bernig kam es allerdings anders. Die Sendung wurde angekündigt, dann aber kurzfristig abgesetzt. Als „Ersatz“ wurde die Ausstrahlung ohne Hinweis auf den Programminhalt in „MDR Kultur“ auf einen Sendeplatz um 22:30 verlegt. Als Bernig nachfragte, was diese Änderung bedeute, erhielt er keine Antwort. Der Sender versah die Ausstrahlung mit dem seltsamen Hinweis, es handele sich bei der Rede um die sehr persönliche Sicht von Jörg Bernig, nicht um die Meinung der Redaktion. Seltsam deshalb, weil es selbstverständlich sein sollte, dass ein Schriftsteller nicht der Verkünder einer MDR-Meinung ist und weil es in einer Redaktion verschiedene Meinungen geben sollte.

Das Problem des MDR war offensichtlich, dass sich Jörg Bernig in der Sächsischen Zeitung skeptisch zu Grenzöffnung und Willkommenskultur unserer Kanzlerin geäußert hatte. Das scheint der Redaktion nicht gepasst zu haben. „Zensur und Zersetzung à la MDR“ weiterlesen

Linke…und die Rache gehört Euch!

Die Linke kann sich mit ihrem fehlgeschlagenen Versuch, einen ehemaligen hauptamtlichen Mitarbeiter der Staatsicherheit mit bemerkenswerten Gedächtnislücken als Staatssekretär zu installieren, nicht abfinden. Der frisch ernannte Kultursenator Klaus Lederer, der im Wahlkampf einen ganz neuen Politikstil versprochen hatte, praktiziert nun ganz im Stil der SED die Einschüchterung Andersdenkender.

„Uns geht es um einen Stil, der die Betroffenen politischer Entscheidungen in diese mit einbezieht, von Anfang an. Uns ist der Austausch mit der Stadtgesellschaft wichtig. Uns ist das Hineinhören in die Stadt so wichtig wie das Zuhören…“

Wer Lederer wegen solcher Sätze gewählt hat, sieht sich jetzt bitter getäuscht.

Der Senator hat angekündigt, dass er gegen den Leiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen Hubertus Knabe dienstrechtliche Schritte prüfen lassen will, weil Knabe Journalisten darauf aufmerksam gemacht hat, dass Holm hauptamtlicher Mitarbeiter der Staatsicherheit war. Das sieht verdächtig nach Rache aus. „Linke…und die Rache gehört Euch!“ weiterlesen

Die Schrecken der revolutionären Gesetzlosigkeit

Weil sich in diesem Jahr unter anderem der Oktoberputsch der Bolschewiki zum hundertsten Mal jährt, der als Revolution für die Befreiung der Benachteiligten und Unterdrückten verklärt wurde, habe ich „Doktor Schiwago“ von Boris Pasternak gelesen. Dieses Buch ist zur Legende geworden, nicht nur wegen des Oscar-gekrönten Hollywoodfilms, sondern wegen seiner dramatischen Veröffentlichungsgeschichte.

Boris Pasternak ist ein zu großer Schriftsteller, um sich in die Niederungen der Propaganda zu begeben. Er schildert aber die bolschewistische Hölle, die über die Bevölkerung Russlands hereinbrach so drastisch, dass kein Zweifel an seiner Ablehnung, ja seinem Abscheu gegenüber dem Regime aufkommen kann. „Die Schrecken der revolutionären Gesetzlosigkeit“ weiterlesen

Der Kapitän verlässt das sinkende Schiff

Die SPD bietet seit Jahren ein Bild des Jammers, nun ist sie endgültig nur noch ein Häufchen Elend. Die Kanzlerkandidatenfrage hat mit brutaler Deutlichkeit klar gemacht, wie verzweifelt dünn die Personaldecke der einstmals stolzen Volkspartei ist. Seit Gerhard Schröder hat die Partei mehr als 10 Millionen Wählerstimmen verloren. Es besteht kaum Aussicht, sie wiederzugewinnen, weil sich die Partei, darin ganz postfaktisch, nicht mal eingestehen kann, dass es ihre Abkehr von der Politik Schröders ist, die sie schwächeln lässt. Noch-Parteichef Sigmar Gabriel, der gern ein zweiter Schröder geworden wäre, wurde von seinen Genossen darin ausgebremst. Sein erzwungenes Lavieren ließ ihn als Hampelmann der Nation erscheinen. „Der Kapitän verlässt das sinkende Schiff“ weiterlesen

Die Gefährder unserer Sicherheit

Nach dem Terroranschlag von Berlin und dem gescheiterten Versuch, so schnell wie möglich zur Normalität, oder was davon übrig geblieben ist, zurückzukehren, haben sich kürzlich Innenminister de Maizière und Justizminister Maas getroffen, um angeblich notwendige neue Maßnahmen zu beraten, die Deutschland, das sowieso laut staatlicher Propaganda schon eines der sichersten Länder der Welt sein soll, noch sicherer machen sollen. Während die beiden Herren miteinander konferierten, blieb die Grenze unseres Landes weiterhin für „Flüchtlinge“ ohne oder mit gefälschten Pässen passierbar. Selbst wenn sie auf dem Flughafen Frankfurt ankommen, im Abflugland also noch Pässe gehabt haben müssen, werden sie ins Land gelassen, statt mit der gleichen Maschine, mit der sie gekommen sind, zurückgeschickt zu werden.

Ein Kommentar unter dem Welt N24 Artikel „Diese Maßnahmen haben Maas und de Maizière vereinbart“ hat ein Kommentator geschrieben, er wäre dafür, die Gefährder, die im Deutschen Bundestag sitzen, abzuschieben und hat damit den Nagel auf den Kopf getroffen. „Die Gefährder unserer Sicherheit“ weiterlesen

Wie man Menschen aus der Gesellschaft „rauskriegt“

An ihren Worten sollt ihr sie erkennen. Und was hinter ihren Worten steckt.

Der Kampf gegen Rechts/Populismus/Fake News hat eine neue Stufe erreicht. Facebook hat das Recherchenetzwerk correctiv damit beauftragt, Fake News aus seinem Netzwerk herauszufiltern. Damit sind natürlich nur Fake News gemeint, die nicht von den Qualitätsmedien produziert werden. Davon haben wir heute wieder schöne Beispiele erleben können. Sowohl spiegel online als auch t-online.de meldeten heute Vormittag, die NPD sei vom Verfassungsgericht verboten worden. Offenbar wurden da voreilig Meldungen ins Netz gestellt, die zeigen, wie sich die Journalisten den Ausgang des Verfahrens vorgestellt haben. Wir haben aber noch eine Rest-Unabhängigkeit der Justiz, die sich erlaubt, anders zu entscheiden, als sich unsere links-grünen Meinungsmacher wünschen. „Wie man Menschen aus der Gesellschaft „rauskriegt““ weiterlesen

Schwierigkeiten mit linken fake news – Nachbetrachtung zum Freiburger Mordfall

Der Kampf gegen fake news ist die neue Spielwiese der Regierung. Scheinbar sind die Fronten dabei klar. Die Verteidiger der bedingungslosen Willkommenskultur auf der einen Seite und die bösen, rechtspopulistischen social media-Stimmungsmacher auf der anderen Seite.

Leider zeigt eine Nachbetrachtung des schrecklichen Mordes von Freiburg, dass die Dinge wesentlich komplexer liegen. Es gibt nämlich auch Mainstream-fake news, die ob bewusst oder unbewusst, die Diskussion in Deutschland vergiften. „Schwierigkeiten mit linken fake news – Nachbetrachtung zum Freiburger Mordfall“ weiterlesen

Fake News bei der Tagesschau

Immer lauter wird der Ruf von Politikern nach einem orwellschen Wahrheitsministerium, neudeutsch genannt Abwehrzentrum gegen Desinformation. Gestern Abend wurde SPD-Bundestagsfraktionschef Oppermann in der Tagesschau mit der Forderung zitiert, gegen „Falschmeldungen Regelungen bei den großen Plattformen“ im Internet einzuführen.

Oppermann sollte besser bei den Öffentlich-Rechtlichen, die unter der Aufsicht der Politik stehen und die den Auftrag haben, den Bürgern Wissen über die demokratischen Institutionen und Verfahren zu vermitteln, nach dem Rechten sehen.

Denn einen Beitrag weiter hat die Tagesschau eine gravierende Desinformation an Millionen Fernsehzuschauer verbreitet. „Fake News bei der Tagesschau“ weiterlesen