Mehmet liest mit Sinn aber ohne Kirche

In Wien gab es eine heftige Diskussion um ein Schulbuch für Volksschüler. „Lesen mit Sinn“ (Heft 1)  heißt das Buch. Verfasserinnen sind Armgard Beran und Sabine Castner. Der Grund für die Aufregung? In dem Buch gibt es eine Übung, bei der ein fiktiver „Mehmet“ seinen Weg zur Schule finden muss. Ein Bild illustriert diesen Weg, auf dem Mehmet diverse typische Gebäude einer Stadt passiert, ein Kino, eine Bank usw. Eine Kirche ist nicht dabei, dafür aber eine Moschee. „Mehmet liest mit Sinn aber ohne Kirche“ weiterlesen

Die Geister, die Merkel rief

Der italienische Schriftsteller und Journalist Roberto Saviano hat mit euronews ein spannendes Interview geführt. Saviano ist berühmt für seine investigativen Recherchen zur Mafia. Er lebt seit Jahren unter Polizeischutz. In dem Interview weist er darauf hin, dass es die türkische, libysche und libanesische Mafia ist, die das blühende Schleppergeschäft steuert, das durch Merkels Grenzöffnung im Herbst 2015 ermöglicht wurde: „Die Geister, die Merkel rief“ weiterlesen

Das Tote Meer stirbt

Mein letzter Tag in Israel ist der Höhepunkt meiner Reise. Wir machen uns auf zur Wüstenfestung Masada. Es ist mit 30 Grad der erste richtig heiße Tag. Aber ein um diese Jahreszeit noch kühler Wind macht die Hitze erträglich. Wir halten am Beduinenort Chura, um handgepresstes Olivenöl zu kaufen, für das der Ort berühmt ist. Den Beduinen geht es in Israel gut. Zwar stehen ihre Häuser nach unserem Geschmack chaotisch in der Gegend herum, sie sind aber ansehnlich und solide, mit allem modernen Komfort. Man kann kaum glauben, dass die Bewohner vor wenigen Jahren noch in Zelten gewohnt haben.

Hinter der Wüstenstadt Arad beginnt der wildeste und vielleicht schönste Teil der Negev. Hier dominiert ein sanftes Ocker, nur an wenigen Stellen sieht man etwas Grün. Die wilden Kamele, denen wir begegnen, finden trotzdem Futter. „Das Tote Meer stirbt“ weiterlesen

Frühjahrsoffensiven gegen Fake News

Das Recherchebüro Correctiv kann ab Mitte April mit fünf Faktencheckern offensiv gegen Fake News bei Facebook vorgehen. Das Geld dafür bekommt Correctiv von der George Soros Open Society Foundation. Die Faktenchecker sollen Facebook-Beiträge überprüfen, die von Nutzern als zweifelhaft markiert wurden und sich schnell verbreiten. Senkt sich der Checker-Daumen, werden diese Beiträge mit Warnhinweisen versehen. In den USA arbeitet Facebook bereits mit mehreren Partnern und es werden auch schon Warnhinweise angezeigt. In Deutschland ist Correctiv bislang der einzige Facebook-Partner für die Abteilung Check and Warn. „Frühjahrsoffensiven gegen Fake News“ weiterlesen

Zukunftsbranche Flüchtlingsindustrie

„Dem Sozialen gehört die Zukunft“, sagt die 25-jährige Studentin Kübra Syincaplan. Syincaplan ist Ausbildungscoach für Neuzuwanderer und Flüchtlinge in Dortmund. Sie studiert Flüchtlingshilfe an der Fachhochschule Dortmund (FH). Die FH bietet einen dualen Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Armut und Migration an. Hier wird der Nachwuchs für die Flüchtlingsindustrie herangebildet. Im aktuellen Studienjahr gibt es bereits 80 Bewerber auf die angebotenen 35 Studienplätze. Auch ein Numerus clausus wurde eingeführt. „Zukunftsbranche Flüchtlingsindustrie“ weiterlesen

Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude

In einer „Schule ohne Rassismus“ in Berlin-Friedenau, die noch dazu unter der Schirmherrschaft der Senatorin für Integration Dilek Kollat steht, wurde ein vierzehnjähriger jüdischer Schüler von seinen muslimischen Mitschülern so lange gemobbt, bis ihn seine Eltern von der Schule nahmen. Lehrer und Schulleitung scheinen nichts davon mitbekommen zu haben, dass in ihrer Schule ohne Rassismus antisemitische Attacken auf der Tagesordnung standen. „Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude“ weiterlesen

Okkupation und Unterdrückung? Israel und seine palästinensischen Gebiete

Zwischen Beer Sheva und Jerusalem, unserem gestrigen Ziel liegt das palästinensische Autonomiegebiet. Ich hatte nicht vor, da durch zu fahren, zumal in meinem Reiseführer stand, dass der Versicherungsschutz für Mietautos in den Gebieten nicht greifen würde.

Auf dem Hinweg leitete das israelische Navi uns auch brav über den Umweg.
In Jerusalem hatte ich zwei Ziele: Das Israel-Museum und die Ausgrabungen in der Davidstadt. Ich hatte einen neuen Reiseführer von Dumont über Jerusalem in der Tasche, dessen Inhalt ich an Ort und Stelle nachprüfen wollte.

Beim Lesen des sehr ansprechend aufgemachten Büchleins stolperte ich allerdings schon auf Seite 25 das erste Mal: unter der Rubrik „Frauen“ steht dort wörtlich: „Die Belästigung von Frauen ist von der Uni bis in die Armee eines der größten Übel in Israel. Obwohl breit in den Medien und in der Öffentlichkeit thematisiert, ist der Prototyp, dem frau begegnet, nach wie vor der oriental macho. In Israel, mehr noch in den palästinensischen Gebieten, gilt daher leider der Rat…dezentes Auftreten und entsprechende Kleidung.“ „Okkupation und Unterdrückung? Israel und seine palästinensischen Gebiete“ weiterlesen

Zukunftsbranche Multi Cultural Diplomacy

„Cultural Diplomacy” ist der neue heiße Hit in der beruflich-kulturellen Fortbildung. Dabei geht es offenbar darum, die eigene, europäische, deutsche oder nordrhein-westfälische Kultur diplomatisch zurückzunehmen. Und zwar aus Rücksicht auf die Wünsche und Interessen von Leuten, die nicht der europäischen, deutschen oder nordrhein-westfälischen Kultur anhängen. Es ist sozusagen die Praxisanleitung für das täglich neue Aushandeln der Modalitäten des Zusammenlebens, das uns im kommenden Multikulturland verheißen ist. „Zukunftsbranche Multi Cultural Diplomacy“ weiterlesen

Neues vom „aufgebauschten Problem“

Linksextremismus ist ein aufgebauschtes Problem, sagte Manuela Schwesig. Gerade wird wieder einmal viel aufgebauscht. Nachdem Linksextremisten einen Brandanschlag auf Polizeiautos in Hamburg verübt haben, bauscht der NDR sie gleich als „G20-Gegner“ auf. Die Hamburger Morgenpost spricht noch aufbauschender von einer „Gruppe“. „Neues vom „aufgebauschten Problem““ weiterlesen

Wüste und Wasser, Kamele und High Tech

„Israels Potentiale in Wissenschaft und Forschung werden sich in der Wüste Negev erweisen.“

Dieser prophetische Satz des Staatengründers David Ben Gurion wird heute Wirklichkeit. Wissenschaft und Technik haben bereits Wunder in der Wüste vollbracht und werden aus dem heute noch rückständigsten Gebiet Israels einen blühende Landschaft machen. „Wüste und Wasser, Kamele und High Tech“ weiterlesen